Hier ist der Gruselfaktor inklusive. Verlassene Orte befördern häufig eine unheimliche Atmosphäre – manchmal sogar mit Gänsehaut-Momenten. Doch hinter den verwunschenen Orten stehen meist interessante, auch gespenstische Vergangenheiten, die man bei einer Besichtigung erfahren kann. In diesen häufig verfallenen Gebäuden und alten Gemäuern verbirgt sich eine ganz eigene, mystische – manchmal gar romantisierende – Ästhetik, die gern aufgesucht wird. (Hobby-)Fotografen finden hier interessante und schaurig-faszinierende Motive. 

Schloss Dwasieden in Sassnitz – „umkränzt von dichtem Walde“

Schloss Dwasieden

„So muss Dornröschens Palast ausgesehen haben – umkränzt von dichtem Walde, still und geheimnisvoll“ – diese Beschreibung aus dem „Daheim dt. Familienblatt“ von 1895 trifft das Sandsteinschloss inmitten eines Buchenwaldes auf den Punkt. Das Schloss war das einzige Gebäude in Nord-Deutschland, das aus Sandstein, Granit und Mamor gebaut wurde. Auffällig waren die beiden Aussichtstürme an den Eckseiten des Schlosses. Das Gebäude ist heute für Wanderer kaum sichtbar. Wenige wissen von der Schlossruine, die an diesem verwunschenen Ort und von Wald umhüllt zur Besichtigung einlädt. 

Mehr Infos unter 💻 www.schloss-dwasieden.de

Die Beelitz Heilstätten – Pilgerort für Gruselfans

Beelitz Heilstaetten

Einst ein Vorbildkrankenhaus der Region haftet den „Beeliltz-Heilstätten“ nun ein Dasein als berühmteste Gruselklinik an. Der Putz bröckelt von den Wänden, die einst so prunkvollen Räumlichkeiten sind mit Patina überzogen. Verlassen, gespenstisch, das sind die Attribute, die Gruselfans dorthin locken. Genauso gruselig sind die Geschichten, die von diesem einstigen Krankenhaus erzählt werden. Es gibt auch geführte Touren durch die Anlage. Hinweis: Das nächtliche Besuchen der Anlage ist allerdings verboten. 

Mehr Infos unter 💻 www.travelbook.de/orte/lost-places/beelitz-heilstaetten-deutschlands-gruseligstes-krankenhaus

Grandhotel Waldlust Freudenstadt – Fototour für Lost-Places-Fans

Grandhotel Waldlust

Das Grandhotel Waldlust lädt Lost-Places-Fans zu einer Fototour ein. Neben einer historischen Einführung kann ein ortsthematischer Schwerpunkt gewählt werden. Der Verein „Kulturdenkmale Freudenstadt e. V.“ hat es sich unter anderem zum Ziel gesetzt, die Bedrohungen durch Vandalismus einzudämmen und das kulturelle Erbe der Stadt lebendig zu halten. Das verlassene Hotel am Waldrand hat keinen Ruinencharakter, sondern ist in seiner Bausubstanz noch erhalten. Die Räumlichkeiten erinnern an die 1960er Jahre, in denen es dort auch zu Spuk-Erscheinungen kam, von denen die Führungen unter anderem berichten. 

Mehr Infos unter 💻 http://denkmalfreunde.de

Turmruine St. Georg Aichach – zauberhaftes Wanderziel

Turmruine St.-Georg

Der Georgsturm ist eine ehemalige Renaissancekapelle auf dem Kellerberg, der nordöstlich vom Schloss Blumenthal im Landkreis Aichach-Friedberg angesiedelt ist. Die Überreste des Bauwerks gehen auf das 17. Jahrhundert zurück und sind wunderschön in einem Waldabschnitt gelegen. Hinweis: Das Schild Einsturzgefahr verweist auf die Vorsicht, die hier bei der Besichtigung geboten ist. Die Ruine kann im Rahmen einer Wanderung von Schaffhausen, Blumenthal oder Aichach als Zielpunkt besichtigt werden. Die Ruine ist vor allem bei schönem Wetter und Licht sehr malerisch anzusehen. 

Mehr Infos unter 💻 www.komoot.de/highlight/402696

Verbotene Stadt Wünsdorf – ein schauriger Ort, überfüllt von Vergangenheit

Verbotene Stadt Schwimmhalle

Die Verbotene Stadt Wünsdorf, unweit von Berlin, gilt als „Lost Place“: Sie ist zwar nicht ganz verlassen, heute leben etwa 6000 Menschen noch dort. Wünsdorf diente jahrelang als Militärstützpunkt und aus dieser Zeit sind zahlreiche zerfallene Gebäude und Bunker übrig geblieben. Den Namen „verbotene Stadt“ erhielt Wünsdorf, weil bis zum Abzug der russischen Armee (im Jahr 1994) den meisten Deutschen der Zugang verwehrt blieb -, erst nach dem Abzug kamen einige Einwohner zurück; allerdings lange nicht so viele wie einst. Die Verlassenheit und die vernachlässigte Architektur verleiht der Stadt einen gespenstischen Charakter, den es hier an zahlreichen Orten zu entdecken gibt.

Mehr Infos unter 💻 www.travelbook.de/orte/lost-places/wuensdorf-die-verbotene-stadt-in-brandenburg

Großkokerei Lauchhammer – „Castel del Monte“

Grosskokerei Lauchhammer

Das Industriedenkmal der Biotürme in Lauchhammer bietet zahlreiche Informationen und Führungen vor Ort. Die Türme sind Teil der Großkokerei Lauchhammer. Sie wurden zur Abwasserreinigung verwendet und sind aufgrund Ihrer Zahl und Größe eine besondere „Erscheinung“. Die mittelalterlich-anmutenden Türme werden deshalb auch „Castel del Monte“ der Lausitz bezeichnet und sind beliebtes Fotoobjekt für Geschichtsinteressierte und Interessierte an „Lost Places“. Lassen Sie sich von den gigantischen und markanten Bauwerken verzaubern. Mehr Infos unter 💻 www.lauchhammer.de/news/1/577907/nachrichten/577907.html

Pestkapelle Pollingsried – umrankt von Spukgeschichten 

Mystik Wald

Die Spukgeschichten, die sich um die Pestkapelle Pollingsried ranken, handeln von Hunden mit leuchtenden Augen bis hin zu fünf Brunnen im Pentagramm. Dass in den Brunnen Pesttote versenkt wurden, lässt sich nicht belegen -, gibt aber Anlass für weitere Horrorgeschichten. Die Kapelle, die abgeriegelt ist, steht mitten im Wald und ist schwer zu finden und man muss schon gut zu Fuß sein, um dorthin zu gelangen. Wer Interesse an paranormalen Geschichten hat, der ist hier genau an der richtigen Adresse. Hier läuft es einem sogar tags und bei warmen Temperaturen kalt den Rücken hinab. 

Mehr Infos unter 💻 www.psihunter.de/spukorte-in-deutschland-photos-und-berichte/die-pestkapelle-von-pollingsried/

Bildquellen

  • Schloss Dwasieden: © UrbanExplorer - stock.adobe.com
  • Beelitz Heilstaetten: © peter - stock.adobe.com
  • Grandhotel Waldlust: © UrbanExplorer - stock.adobe.com
  • Turmruine St.-Georg: © Andy Ilmberger - stock.adobe.com
  • Verbotene Stadt Schwimmhalle: © ahua - stock.adobe.com
  • Grosskokerei Lauchhammer: © lights4u - stock.adobe.com
  • Mystik Wald: © Sondern - stock.adobe.com
  • Ruine Innenraeume: © SIFotografie - pixabay.com