Pirna: Das Tor zur Sächsischen Schweiz

Pirna liegt eingebettet in die malerische Landschaft des Elbtales zwischen Dresden und dem Elbsandsteingebirge und gilt als das Tor zur Sächsischen Schweiz.

Viel Sandstein und ein weltbekannter Marktplatz

Ein weltbekannter Marktplatz, wunderschöne kleine Läden, Cafés und Restaurants, ein geselliges Kulturleben und eine ideale Lage zur Sächsischen Schweiz und nach Dresden machen Pirna zu einem idealen Ausflugsziel in Sachsen. Die reizvolle historische Altstadt mit ihren prachtvollen Bürgerhäusern zählt zu den Highlights in Pirna – von Kriegszerstörungen weitgehend verschont geblieben, finden sich hier noch heute interessante Details, reich verzierte Giebel sowie kunstvolle Erker und Sitznischenportale aus Sandstein an jeder Ecke. Der Marktplatz ist übrigens weltbekannt: 1853 wurde er von dem venezianischen Maler Bernardo Bellotto, besser bekannt als Canaletto, auf Leinwand gebannt. Der Vedutenmaler weilte von 1753 bis 1755 in Pirna und fertigte insgesamt elf Ansichten der Stadt, die berühmteste ist der Marktplatz zu Pirna, der jedes Jahr im April mit Laiendarstellern als „Lebendiges Canalettobild“ nachgestellt wird. Zu sehen sind das Rathaus, das Canalettohaus, die Stadtkirche St. Marien und das Schloss Sonnenstein hoch über der Stadt.

Ein weiteres Highlight ist die spätgotische dreischiffige Hallenkirche St. Marien, die zwischen 1502 und 1546 errichtet wurde. Zu sehen gibt es hier unter anderem originale Gewölbemalerei von 1546, der Sandsteinaltar von 1614 und einen Taufstein von 1561. Hoch über der Stadt thront auf einem Plateau, dem Sonnenstein, das gleichnamige Schloss, das heute das Landratsamt Sächsische Schweiz-Osterzgebirge beherbergt. In den Sommermonaten werden die Bastionen der ehemaligen Festung zum Schauplatz des Skulpturensommers Pirna. Ebenfalls sehenswert ist das Geburtshaus des Ablasshändlers Johannes Tetzel, einer der berühmtesten Söhne der Stadt, das im Rahmen von Stadtführungen besichtigt werden kann.

Museale Vielfalt in Pirna

Richard-Wagner-Museum in Graupa

Richard-Wagner-Museum in Graupa © Animaflora PicsStock – stock.adobe.com

Die Museumslandschaft in Pirna ist vielseitig – und hat ein ganz besonderes Highlight für Liebhaber klassischer Musik zu bieten: die Richard-Wagner-Stätten im Ortsteil Graupa. 1846 weilte Wagner für einen dreimonatigen Sommerurlaub in Graupa und mietete sich hier auf einem Bauernhof ein, um sich von den Alltagsstrapazen seines Dienstes als königlich-sächsischer Kapellmeister an der Dresdner Hofoper zu erholen. Die idyllische Landschaft inspirierte ihn zum Komponieren – und entwarf hier die Grundzüge seiner romantischen Oper „Lohengrin“. Besichtigen kann man das Haus, in dem Wagner gelebt und gearbeitet hat, ebenso wie eine neue Dauerausstellung im nahen Jagdschloss. Ebenfalls interessant sind das DDR-Museum sowie das Landschloss Zuschendorf mit seinen botanischen Sammlungen und Glasgewächshäusern.

Spazieren in Pirna: Der Canalettoweg

Pirna erkundet man am besten zu Fuß – geübte Wanderer folgen dem berühmten Malerweg in das idyllische Städtchen, und Spaziergänger wandeln gemütlich auf dem Canalettoweg. Dieser führt unterhalb der Festung Sonnenstein als Rundweg entlang und bietet einen schönen Ausblick auf die Weinberge, bevor man durch die Schifftorvorstadt spaziert, Pirnas ältester Stadtteil. Ausgangs- und Endpunkt des Canalettowegs ist das Canalettohaus auf dem Marktplatz, in dem heute der TouristService Pirna untergebracht ist. An der Marienkirche vorbei geht es hinauf zum Schloss, hier folgt man dem roten „C“ auf gelben Grund. Besonders schön ist der Canalettoweg übrigens im Winter!

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Bildquellen

  • Canalettohaus Pirna: © Sina Ettmer - stock.adobe.com
  • Marienkirche Pirna: © globetrotter1 - stock.adobe.com
  • Richard-Wagner-Museum in Graupa: © Animaflora PicsStock - stock.adobe.com
  • Blühendes Barock in Ludwigsburg im Oktober: © Lisa-Marie - stock.adobe.com
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  • Pirna, Altstadt: © Frank - fotolia.com
2023-03-07T14:17:36+01:00