Der Ostweg – Wanderklassiker im Schwarzwald

Der Ostweg durchquert den Schwarzwald auf einer Länge von rund 245 km von Pforzheim bis Schaffhausen und gehört zu den ältesten Wanderstrecken in Deutschland. Zusammen mit dem Westweg und dem Mittelweg zählt der Ostweg zu den drei klassischen Schwarzwaldhöhenwegen.

Highlights und Etappen auf dem Ostweg

Der Ostweg führt aus der Goldstadt Pforzheim über die Höhen östlich und westlich des Nagoldtals. Die Tour ist geprägt von Tälern, Höhen und offenen Landschaften, die Ausblicke zur Schwäbischen Alb im Osten, dem Schwarzwald im Westen und über die Baar hinweg bis zu den Alpen ermöglichen. Beeindruckende Sehenswürdigkeiten wie das Kloster Hirsau, einst das größte Kloster Deutschlands, das Kloster Alpirsbach oder die Wutachschlucht liegen ebenso auf dem Weg wie die Hermann-Hesse-Stadt Calw, Freudenstadt mit dem größten bebauten Marktplatz Europas und die Zähringerstadt Villingen. Durchwandert wird das Schwenninger Moos, Quellgebiet des Neckars, und am Ende des Weges wartet mit dem Rheinfall in Schaffhausen der größte Wasserfall Europas. Der Ostweg ist in 12 Etappen eingeteilt, die problemlos individuell geplant werden können. Der größte Teil der Route führt über befestigte Wege. Der Ostweg ist durchgängig beschildert; das Zeichen des Wanderweges ist eine schwarz-rot senkrecht geteilte Raute auf weißem Grund.

1. Etappe: Pforzheim – Bad Liebenzell (25 km): Die erste Etappe des Ostwegs ist von Wasser, Burgen und Kapellen geprägt. In Pforzheim sollte man sich zunächst das Schmuckmuseum ansehen, bevor es auf die erste Etappe geht. Zunächst geht es durchs Würmtal und hinauf zur Ruine Liebeneck aus dem 12.Jahrhundert. Über Steinegg mit einer schönen Burganlage ist der Eingang des Monbachtals erreicht. Entlang von Monbach und Nagold geht es zum Etappenziel Bad Liebenzell mit Burg und Thermalquellen.

Kloster Hirsau - Ostweg

2. Etappe: Bad Liebenzell – Oberhaugstett (21 km): Von Bad Liebenzell aus geht es zunächst an der Nagold aufwärts nach Hirsau mit seiner berühmten Klosteranlage, danach ist die Hermann-Hesse-Stadt Calw erreicht. Von Calw geht es stetig bergauf bis auf die Hochebene von Zavelstein. Bad Teinach ist ein weiterer überregional bekannter Thermalbadeort im Nordschwarzwald. Das Etappenziel Oberhaugstett ist ein Ortsteil von Neubulach.

3. Etappe: Oberhaugstett – Pfalzgrafenweiler (22 km): Von Oberhaugstett führt die dritte Etappe durch den Buhlerwald bis an den Ortsrand von Wart. Über Berneck mit seiner Burg geht es weiter nach Altensteig mit gut erhaltenen Fachwerkhäusern. Das Zinsbachtal ist von mehreren Sägemühlen geprägt, dann ist das Etappenziel Pfalzgrafenweiler erreicht.

Freudenstadt, Marktplatz - Ostweg

4. Etappe: Pfalzgrafenweiler – Freudenstadt (18 km): Wald und Wiesen prägen die vierte Etappe des Ostwegs nach Freudenstadt. Obermusbach war ein Teil des Klosters Reichenbach. Über Frutenhof ist das Etappenziel Freudenstadt erreicht, das den größten Marktplatz Deutschlands zu bieten hat.

5. Etappe: Freudenstadt – Alpirsbach (23 km): Von Freudenstadt geht es zunächst hinauf zur Friedrichshöhe mit Aussichtsturm. Größtenteils durch Wald führt die fünfte Etappe Ödenwald und Schömberg nach Alpirsbach mit seinem Kloster. Die Stadt ist auch bekannt für ihr Bier; die Alpirsbacher Brauwelt und das Brauereimuseum lohnen sich für eine Besichtigung.

Kloster Alpirsbach - Ostweg

6. Etappe: Alpirsbach – Schramberg (19 km): Entlang der alten Landesgrenze zwischen Baden und Württemberg verläuft die sechste Etappe des Ostwegs. Der Fräulinsberg ist ein erster Aussichtspunkt über das Kinzigtal. In Aichhalden lohnt die Mariengrotte für einen kurzen Abstecher, bevor der Abstieg nach Schramberg beginnt. Die Stadt ist weltweit bekannt durch die Uhrenfabrik Junghans; hier lohnt ein Besuch im Uhrenmuseum.

7. Etappe: Schramberg – Villingen (29 km): Die siebte Etappe führt zunächst durch das Schiltachtal auf die Höhe von Tischneck. Königsfeld ist ein Kurort auf der Hochfläche an der Grenze zwischen Schwarzwald und Baar. Villingen begeistert durch seinen mittelalterlichen Stadtkern mit Stadtmauer und Stadttoren.

Schwenninger Moos - 3Welten-Radweg - Ostweg

8. Etappe: Villingen – Bad Dürrheim-Sunthausen (17 km): Von Villingen geht es zunächst in die Nachbarstadt Schwenningen, das einige Sehenswürdigkeiten zu bieten hat. Das Schwenninger Moos ist ein ehemaliges Moorgebiet in rund 700m Höhe; hier kann man einen Abstecher zu den Neckarquellen machen. Bad Dürrheim ist eine lebendige Kurstadt.

9. Etappe: Bad Dürrheim-Sunthausen – Geisingen (16 km): Die neunte Etappe des Ostwegs verlässt den Schwarzwald und führt am westlichen Rand der Schwäbischen Alb entlang. Die Etappe ist gespickt mit schönen Aussichtspunkten. Über Felder und Wiesen geht es durch das Naturschutzgebiet Albtrauf Baar, dann hinunter ins Donautal zum Etappenziel Geisingen.

Wälder am Albrand - Ostweg

10. Etappe: Geisingen – Achdorf (23 km): Die zehnte Etappe führt durch abwechslungsreiche Landschaft am Übergang zwischen Schwarzwald und Schwäbischer Alb. Von Geisingen aus geht es zunächst hinauf zum Wartenberg mit prächtiger Aussicht auf Geisingen und das Donautal. Zwischen Gutmadingen und Hondingen erreicht der Ostweg seinen höchsten Punkt. Über Wiesen und Felder geht es zum Etappenziel Achdorf.

11. Etappe: Achdorf – Stühlingen (18 km): Bald hinter Achdorf ist ein erster Höhepunkt der Etappe erreicht: das Tal der Wutach. Der Ostweg passiert die Wutachflühen, ein besonderer Abschnitt der Wutachschlucht. Über Weizen, dem Endbahnhof der Sauschwänzlebahn, geht es zum Etappenziel Stühlingen an der Schweizer Grenze. Sehenswert sind hier die Altstadt, das Kapuzinerkloster mit Wallfahrtskirche in barockem Stil sowie das Schloss Hohenlupfen.

Rheinfall bei Schaffhausen - 3Welten-Radweg - Rhein-Radweg

12. Etappe: Stühlingen – Schaffhausen (19 km): Die letzte Etappe führt in die Schweiz. Über Schleitheim geht es hinauf zum Schleitheimer Randen, einen der nördlichsten Berge der Schweiz und einen der höchsten Punkte auf dem gesamten Ostweg. Durch ein ausgedehntes Waldgebiet geht es zum Etappenziel Schaffhausen mit sehenswerter Altstadt. Von hier ist es nur ein Katzensprung zum Rheinfall.

2019-05-20T12:57:54+00:00
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