Geschichte erleben auf der Wasserburgen-Route

Die Wasserburgen-Route führt auf rund 400 km durch das Städtedreieck Aachen, Köln und Bonn und passiert dabei 120 Burgen und Schlösser. Zudem erwarten den Radler naturbelassene Bach- und Flusstäler, landwirtschaftlich geprägte Bördelandschaften und wunderschöne Mittelgebirgsregionen.

Highlights und Etappen auf der Wasserburgen-Route

Sommerliche Aussicht über die Zülpicher Börde

Sommerliche Aussicht über die Zülpicher Börde © HeinzWaldukat – stock.adobe.com

Auf der Wasserburgen-Route fährt man mit dem Rad durch Eifel, Jülicher Börde und Rheinische Bucht und damit durch eine facettenreiche Landschaft. An keinem anderen Ort findet man derart viele Wasserburgen auf so engem Raum wie im Städtedreieck Aachen, Köln und Bonn. Die Vielzahl der Burgen und Schlösser ist ein Zeugnis der wechselvollen Geschichte der Region, die sich auch durch historische Ortszentren, zahlreiche Klöster, Mühlen und andere kulturhistorische Highlights sowie das Rheinische Braunkohlenrevier mit den Tagebauaussichtspunkten und den rekultivierten Gebieten auszeichnet. Die Route verläuft relativ steigungsarm auf ruhigen und verkehrsarmen Landstraßen und Wirtschaftswegen. Die Wasserburgen-Route ist in acht Tagesetappen eingeteilt, die problemlos individuell geplant werden können.

Hinweis: Aufgrund des Hochwassers im Juli 2021 sind einige Teilstrecken der Wasserburgen-Route vorübergehend nicht befahrbar. Weitere Infos dazu gibt es hier.

1. Etappe: Bad Godesberg – Euskirchen (Variante a, 37 km): Diese Variante der ersten Etappe führt von Bad Godesberg über den Kottenforst Richtung Euskirchen. Highlights auf dieser Etappe sind die Burg Gudenau in Villip und die Broicher Mühle, die älteste noch in Betrieb befindlichen Wassermühle in Nordrhein-Westfalen. An der Burg Lüftelberg vorbei, geht es weiter in Richtung Morenhoven mit Burg. Schön ist auch Schloss Miel im gleichnamigen Ortsteil, bevor das Etappenziel erreicht ist.

1. Etappe: Bad Godesberg – Brühl (Variante b, 49 km): Diese Variante der ersten Etappe führt von Bad Godesberg über den Kottenforst durch Alfter und Bornheim Richtung Brühl. Die Etappe passiert ebenfalls die Burg Gudenau. Über Buschhoven führt diese Variante in Richtung Alfterer Schloss und weiter nach Brenig an der Burgruine Hemmerich vorbei. Weitere Highlights sind der Wasserturm, Schloss Rösberg, die Kitzburg, der Hexenturm und die Rheindorfer Burg. Am Etappenziel wartet mit den Schlössern Augustusburg und Falkenlust noch ein Weltkulturerbe.

2. Etappe: Euskirchen – Bedburg (Variante a, 51 km): Die erste Variante der zweiten Etappe führt von Euskirchen nach Bedburg. Entlang des naturidyllischen Ufers der Erft führt der Weg vorbei an Weilerswist, Erftstadt, Kerpen, Bergheim bis nach Bedburg. Sehenswert sind historische Ortskerne sowie Erftstadt Lechenich und Bedburg Alt-Kaster.

2. Etappe: Brühl – Bedburg (Variante b, 40 km): Die Variante b der zweiten Etappe führt durch die fahrradfreundliche Stadt Brühl, vorbei an Seen und Feldern und durch ein Waldgebiet – die Ville. Ab der Erftstadt Blessem verläuft die Route entlang des Erft-Radweges. Städte entlang dieser Etappe sind Brühl, Erftstadt, Kerpen, Bergheim und Bedburg.

3. Etappe: Bedburg – Jülich (45 km): Die vorwiegend flache Etappe verläuft zunächst durch den mittelalterlichen Ortskern von Alt-Kaster und von dort Richtung Sophienhöhe mit ihren zahlreichen Aussichtspunkten auf die Jülicher Börde. Über Hambach und Niederzier gelangt man schließlich zum Etappenziel Jülich. Sehenswert hier sind der Brückenkopfpark sowie die Zitadelle Jülich.

Blick auf den Dom und die Aachener Altstadt

Aachen © davis – fotolia.com

4. Etappe: Jülich – Aachen (73 km): Auf dem Weg der vierten Etappe durchquert man eine Bördelandschaft mit Ackerflächen und künstlich angelegten Flussarmen. Bei Herzogenrath erreicht man das idyllische Wurmtal. Highlight der Etappe ist das Etappenziel Aachen mit dem Weltkulturerbe Aachener Dom.

5. Etappe: Aachen – Stolberg (20 km): Die fünfte Etappe führt von der Kaiserstadt Aachen über Kornelimünster in die Kupferstadt Stolberg. Neben dem Startort Aachen mit Dom und historischem Rathaus, Kornelimünster mit Reichsabtei und Alt-Breinig mit seinen Bruchsteinhäusern ist das Etappenziel Stolberg mit seinen ehemaligen Kupferhöfen das Highlight der Etappe. Landschaftlich reizvoll ist die Etappe dank ihrem Verlauf durch naturbelassene Flusstal der Inde.

Kupferhof in Stolberg - Wasserburgen-Route

6. Etappe: Stolberg – Heimbach (Variante a, 63 km): Die erste Variante der sechsten Etappe führt von der historischen Altstadt der Kupferstadt Stolberg mit ihren zahlreichen Kupferhöfen und eng verwinkelten Gassen über Hastenrath, Notherg und Langerwehe zunächst bis nach Kreuzau. Einen Besuch wert ist das Töpfereimuseum in Langerwehe. Ab Kreuzau radelt man entlang der Rur ins idyllische, von Fachwerkhäusern geprägte Eifelstädtchen Heimbach.

6. Etappe: Stolberg – Düren (Variante b, 41 km): Auch diese Etappe führt zunächst nach Kreuzau. Danach radelt man vorbei an der Wasserburg Schloss Merode sowie der Burg Nothberg zum Etappenziel Düren.

7. Etappe: Heimbach – Rheinbach (Variante a, 55 km): Diese Variante der siebten Etappe gehört zu den burgenreichsten Etappen der Wasserburgen-Route. Von Heimbach aus geht es am Rande der Eifel entlang in Richtung Rheinland. Am Zielort warten Glasmuseum und Hexenturm auf einen Besuch.

7. Etappe: Düren – Euskirchen-Kuchenheim (Variante b, 65 km): Durch Zülpicher Börde und Drover Heide führt die Variante der siebten Etappe vorbei an zahlreichen imposanten Burgen zunächst bis Zülpich. Von Zülpich aus geht es dann weiter bis Euskirchen-Kuchenheim mit dem LVR-Museum in der ehemaligen Tuchfabrik.

Burg Flamersheim - Wasserburgen-Route

8. Etappe: Rheinbach – Bad Godesberg (Variante a, 36 km): Diese Variante der achten Etappe startet am Himmeroder Wall und führt am Hexenturm, dem Glasmuseum sowie dem Naturparkzentrum des Naturpark Rheinland vorbei bis zur Apfelstadt Meckenheim. Die erste Burg auf dieser Etappe ist das Herrenhaus Burg Altendorf. Weitere Burgen auf dem Weg sind Burg Münchhausen, Burg Adendorf und Burg Odenhausen, die höchstgelegene Wasserburg Nordrhein-Westfalens.

8. Etappe: Euskirchen – Bad Godesberg (Variante b, 64 km): Von Euskirchen aus radelt man zunächst an Burg Flamersheim, Burg Schweinheim und Burg Ringsheim vorbei, dann geht es weiter in die Apfelstadt Meckenheim. Ab hier folgt der Verlauf der Etappe der Variante a.

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Bildquellen

  • Sommerliche Aussicht über die Zülpicher Börde: © HeinzWaldukat - stock.adobe.com
  • Schloss Bedburg im Sommer: © Gerald Mayer - stock.adobe.com
  • Aachen: © davis - fotolia.com
  • Kupferhof in Stolberg: © Stanislava - stock.adobe.com
  • Burg Flamersheim: © Rebel - stock.adobe.com
  • Mündung der Mangfall in den Inn: © KraFoto - stock.adobe.com
  • Landschaft in der Uckermark: © Almgren - stock.adobe.com
  • Mostviertel in Österreich: © denisveselyxx - stock.adobe.com
  • Weinberge am Kaiserstuhl: © Sina Ettmer - stock.adobe.com
  • Weinberge im Remstal: © Manuel Schönfeld - fotolia.com
  • Schloss Augustusburg, Außenansicht: © perfectpixel - fotolia.com
2022-09-08T11:10:00+02:00