Der Hermannsweg – Wandern im Teutoburger Wald

Einer der schönsten Höhenwege in Deutschland ist der Hermannsweg, der auf rund 150 km über den Kamm des Teutoburger Waldes verläuft und dabei zwei Naturparke durchquert. Sein Name verweist auf den Cheruskerfürsten Hermann, der im Jahre 9 nach Christus der Überlieferung nach die Römer unter Varus im Teutoburger Wald vernichtend schlug. Der abwechslungsreiche Hermannsweg bietet sowohl Naturhighlights als auch kulturelle Höhepunkte.

Silberbachtal im Teutoburger Wald - Hermannsweg

Etappen und Highlights auf dem Hermannsweg

Der Hermannsweg zählt zu den schönsten Fernwanderwegen Deutschlands – und bietet neben den Naturschönheiten des Teutoburger Waldes schöne Sehenswürdigkeiten entlang des Weges wie historische Stadtkerne, Schlösser und Klöster, Museen und Befestigungsanlagen. Die acht Etappen des Hermannswegs können individuell geplant werden, der Einstieg ist überall möglich.

1. Etappe: Rheine – Hörstel (18 km)

Die erste Etappe verläuft zu Beginn durch die barocke Altstadt von Rheine an der Emspromenade entlang. Nach Rheine erwartet den Wanderer flache Münsterländer Parklandschaft mit Wäldern, Wiesen und Feldern, bis die Etappe vor Hörstel endet.

Felsformation "Hockendes Weib" in den Dörenther Klippen - Hermannsweg

2. Etappe: Hörstel – Tecklenburg (19 km)

Ab Hörstel wird der Hermannsweg zum Kammweg und führt durch lichte Wälder mit steil aufragenden Felsen am Wegesrand. Zu den Highlights auf dieser Etappe gehören die Dörenther Klippen mit dem „Hockenden Weib“, der bekannteste Felsen der Formation. Von hier hat man bei schönem Wetter einen guten Blick ins Münsterland. Die Etappe endet im mittelalterlichen Städtchen Tecklenburg.

3. Etappe: Tecklenburg – Bad Iburg (23 km)

Von Tecklenburg geht es durch das Tecklenburger Land und weiter durch Buchenwälder mit seltenen Blütenpflanzen bis zum Kneipp-Heilbad Bad Iburg. Eine Etappe für Naturliebhaber!

4. Etappe: Bad Iburg – Borgholzhausen (23 km)

Von der Stadtmitte Bad Iburg führt diese Etappe in das Naturschutzgebiet Freeden mit den Bergkuppen Kleiner und Großer Freeden. Auf und ab geht es über die Noller Schlucht wieder hinauf zum Kammweg mit schönen Aussichten bis zur Honigkuchenstadt Borgholzhausen.

Lerchenspornblüte im Naturschutzgebiet Freeden - Hermannsweg

5. Etappe: Borgholzhausen – Bielefeld (26 km)

Diese Etappe ist geprägt durch schmale und steile Kammwege. Abwechslung bieten schöne Aussichtspunkte, alte Befestigungsanlagen und Naturdenkmäler wie alte Steinbrüche und Sickerquellen. Erstes Highlight ist die Burg Ravensberg. Über Halle, Werther und Steinhagen geht es nach Bielefeld.

6. Etappe: Bielefeld – Oerlinghausen (13 km)

Leichte bis mittlere Steigungen und breite Wege kennzeichnen diese Etappe. Über den Aussichtsturm „Eiserner Anton“ geht es gemütlich zum kleinen Bergstädtchen Oerlinghausen.

Hermannsdenkmal im Teutoburger Wald - Hermannsweg

7. Etappe: Oerlinghausen – Detmold (15 km)

Diese Etappe führt vom südlichen Teutoburger Wald bis zu seinem Ende am Eggegebirge. Höhepunkte sind die Ruinen der mittelalterlichen Verteidigungsanlage auf dem Tönsberg, die Rethlager Quellen, das Naturschutzgebiet mit dem Donoper- und Krebsteich und natürlich das Hermannsdenkmal.

8. Etappe: Detmold – Horn-Bad Meinberg (17 km)

Die letzte Etappe hält noch einen besonderen Höhepunkt bereit: die Externsteine, das bedeutendste Natur- und Kulturdenkmal des Teutoburger Waldes, um das sich zahlreiche Mythen und Sagen rankt. Weiter geht es durch den Kurpark von Bad Meinberg über das wildromantische Silberbachtal zum lippischen Velmerstot mit seiner zerklüfteten Felslandschaft, der das Ende des Hermannswegs markiert.

Die Externsteine im Teutoburger Wald - Hermannsweg
2019-06-01T16:58:53+00:00
error: Bilder sind urheberrechtlich geschützt und können nicht heruntergeladen werden