Der FrankenwaldSteig ist einer der beliebtesten Fern-Rundwanderwege in Deutschland und führt über rund 240 km von Bad Steben aus einmal rund um den Frankenwald.

Highlights und Etappen auf dem FrankenwaldSteig

Wandelhalle im Kurpark Bad Steben

Wandelhalle im Kurpark Bad Steben © Sina Ettmer – stock.adobe.com

Der FrankenwaldSteig gilt als besonders beliebt bei Wanderern und Naturfreunden; er belegte im Jahr 2017 den 2. Platz bei der Wahl zu „Deutschlands Schönstem Wanderweg“ und führt zudem durch Bayerns erste Qualitätsregion Wanderbares Deutschland, den Frankenwald. Naturliebhaber finden auf dem anspruchsvollen Wanderweg weite Wiesentäler, steil bewaldete Hänge und freie Hochflächen. Weitere Highlights des Weges sind Bad Steben, das höchstgelegene Staatsbad Bayerns, die historisch reizvolle Stadt Kronau mit der Festung Rosenberg, die Bierstadt Kulmbach am Weißen Main, die Plassenburg sowie der 794 Meter hohe Döbraberg, die höchste Erhebung des FrankenwaldSteigs. Unterwegs begegnet man zudem immer wieder Spuren der Flößerei, die hier eine lange Tradition hat. Außerdem gibt es spannende Antworten auf Fragen wie „Was genau hat es mit dem „Blauen Gold“ auf sich? Warum heißt eine der größten Festungsanlagen Deutschlands „Rosenberg“? Was hat die Fichte als „Brotbaum“ des Frankenwaldes mit der Flößerei zu tun? Und wo genau versteckt sich eigentlich die „heimliche Hauptstadt des Bieres“? Der FrankenwaldSteig ist in 13 Etappen eingeteilt, die problemlos individuell geplant werden können; der Einstieg ist überall möglich. Entlang des Frankenwaldsteigs laden eine ganze Reihe von Frankenwaldsteigla mit Rundwandertouren zu einem schönen Tagesausflug.

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1. Etappe: Bad Steben – Nordhalben (13 km): Los geht es in Bad Steben, das mit einem Kurhaus und der historischen Wandelhalle im Kurpark aufwarten kann. Oberhalb von Bad Steben hat man einen tollen Blick auf den Frankenwald und das thüringische Muschwitztal. Über Langenbach ist die Steinreihe der 12 Apostel erreicht. Durch eine abwechslungsreiche Landschaft aus Äckern, kleinen Wäldchen und Teichen wandert man dem Etappenziel zu.

Blick auf Ludwigsstadt - FrankenwaldSteig

Blick auf Ludwigsstadt © Henry Czauderna – stock.adobe.com

2. Etappe: Nordhalben – Ludwigsstadt (25 km): Stille und Ruhe erwarten den Wanderer auf der zweiten Etappe. Von Nordhalben, übrigens Filmkulisse des Fluchtdramas „Ballon“ von Michael „Bully“ Herbig, geht es auf naturbelassenen Steigen zunächst nach Tschirn mit seiner Pfarrkirche. Durch das Dober- und das Kremnitztal ist Haßlach mit seiner Wallfahrtskirche St. Maria und die 14 Nothelfer erreicht. Über Wiesen und Hochflächen ist das Etappenziel in Sicht, die Schieferstadt Ludwigsstadt, die das Deutsche Schiefertafelmuseum zu bieten hat.

3. Etappe: Ludwigsstadt – Teuschnitz (14 km): Traditionelles Handwerk und moderne Industrie prägen die Rennsteigregion im Frankenwald. Schiefer- und Glasindustrie, Kräuterkunde und Brauchtum werden hier großgeschrieben. Durch Fichtenwälder geht es zunächst nach Steinbach am Wald, danach geht es weiter zu Teuschnitzaue, ein Naturschutzgebiet, das reich ist an Tier- und Pflanzenarten. Das Etappenziel Teuschnitz nennt sich selbst „Arnikastadt“ und hat sich auf Produkte und Dienstleistungen im Bereich von Heilkräutern einen Namen gemacht.

Kronach mit Festung Rosenberg - Frankenweg

Kronach mit Festung Rosenberg © Gerhard1302 – fotolia.com

4. Etappe: Teuschnitz – Kronach (25 km): Drei Flüsse fließen nach Kronach: Rodach, Kronach und Haßlach. Der FrankenwaldSteig begleitet die Haßlach. Von Teuschnitz aus geht es zunächst zum Pfaffenberg; hier hat man eine tolle Weitsicht bis Schloss Banz, zum Staffelberg und zur Fränkischen Alb. Über Marienroth und Posseck mit sehenswerter Kirche und einem schönen Dorfzentrum geht es durch Wald zur Waldkapelle oberhalb von Gloßberg. Im Haßlachtal angekommen begleitet der Weg den Fluss bis zum Etappenziel Kronach. Hier laden die Festung Rosenberg mit der Fränkischen Galerie und die historische Altstadt zu einer Erkundungstour ein.

5. Etappe: Kronach – Gössersdorf (16 km): Die fünfte Etappe des FrankenwaldSteiges beginnt an der Silbermann-Anlage in Kronach. Entlang der Haßlach gelangt man an den Plessi-Turm und das Gelände der Landesgartenschau des Jahres 2002. Nächster Zwischenstopp ist der Lucas-Cranach-Turm auf dem 496 m hohen Kaltbucher Knock. Über Weißenbrunn und Wötzelsdorf, über Felder und Wälder ist das Etappenziel Gössersdorf erreicht.

Kulmbach, Plassenburg - FrankenwaldSteig

Kulmbach, Plassenburg © André Beer / pixabay

6. Etappe: Gössersdorf – Kulmbach (17 km): Ausblicke ins Kronacher Land, saftige Wiesen und Felder und die Bierstadt Kulmbach sind Highlights der sechsten Etappe. Von Gössersdorf wandert man zunächst zur Kirchleuser Platte, eine dem Frankenwald vorgelagerte und nahezu ebene geologische Formation aus weißem Jura mit herrlichem Blick auf die „Fränkische Linie“. Auf dem Patersberg steht der Aussichtsturm „Schaudichum“ mit wunderbarem Blick auf Kulmbach mit seinem Wahrzeichen, der Plassenburg. Weitere Highlights in Kulmbach sind das Deutsche Zinnfigurenmuseum, das Armeemuseum Friedrich der Große, Reste der Befestigungsanlage und städtebauliche Kleinode in der Kulmbacher Altstadt.

7. Etappe: Kulmbach – Stadtsteinach (17 km): An der Priemershofer Mainbrücke in Kulmbach beginnt die siebte Etappe des FrankenwaldSteiges. An der Plassenburg und dem Kulmbacher Flugplatz vorbei geht es über Baumgarten in Richtung Etappenziel. Das Bergfeld zwischen Baumgarten und Stadtsteinach bietet mit seinen zahlreichen Hecken Vögeln und anderen Feldbewohnern willkommene Nist- und Unterschlupfmöglichkeiten. Mit besten Blicken auf den Frankenwald und die Fränkische Linie geht es talabwärts durch den Münchsgrund nach Stadtsteinach.

Deutsches Dampflokomotiv-Museum

Deutsches Dampflokomotiv-Museum © Frankenwald Tourismus / A. Hub

8. Etappe: Stadtsteinach – Wirsberg (17 km): Moderne Technik trifft auf natürliche Stille – das erwartet den Wanderer auf der achten Etappe. Zu Beginn führt der Weg entlang der Unteren Steinach durch eine wunderschöne Auenlandschaft. In Neuenmarkt ist das Deutsche Dampflokomotiv-Museum einen Abstecher wert. Die folgende Bahnstrecke ist unter Eisenbahnfreunden als die „Schiefe Ebene“ bekannt. Danach ist das Etappenziel Wirsberg nicht mehr weit.

9. Etappe: Wirsberg – Hermes (11 km): Nach dem Start in Wirsberg ist bald die Ruine der Heilingskirche erreicht, einer wahrscheinlich im 13./14.Jahrhundert entstandenen Wallfahrtskirche zu den drei Hl. Marien. Über Neufang wandert man nach Kupferberg mit dem Besucherbergwerk St.-Veits-Zeche. Über den Galgenberg und den Peterleinstein geht es zum Spiegelteich; hier befinden sich viele Informationstafeln zu Wald, Tieren und Geologie des Frankenwaldes. Danach geht es zum Etappenziel Hermes.

Steinachklamm - FrankenwaldSteig

Steinachklamm © Fotolyse – stock.adobe.com

10. Etappe: Hermes – Presseck (25 km): Von Hermes aus gelangt die zehnte Etappe des FrankenwaldSteigs zunächst nach Marienweiher. Der Wallfahrtsort ist einer der ältesten Marienwallfahrtsorte in Bayern; hier sollte man sich die Basilika nicht entgehen lassen. Über Marktleugast und Neuensorg erreicht man die Steinachklamm, ein Riegel aus besonders hartem Quarzkeratophyr, welcher dem Bach nur einen schmalen Durchgang bietet. Über den Höhenrücken von Tannenknock und Galgenberg geht es zum Aussichtsturm am Pressecker Knock, das Wahrzeichen von Presseck.

11. Etappe: Presseck – Culmitz (29 km): Höhen und Tiefen, Gipfel und Täler, dichte Wälder und überraschende Ausblicke prägen die elfte Etappe. Das Tal des Flemersbachs beherbergt die ältesten Versteinerungen Bayerns. Am Steinbruch unterhalb von Köstenhof wurde ein Flaserkalk abgebaut, welcher als „Wallenfelser Marmor“ weltweit verwendet wurde. Nächster Zwischenstopp ist der Bärenplatz auf dem westlichen, 717 m hohen Gipfel des doppelköpfigen Rodachsrangen. Mehrere Aussichtspunkte mit Ausblicken in alle Himmelsrichtungen folgen: Zuerst eröffnet sich am Lerchenhügel an einer überdachten Sitzgruppe der Blick ins Fichtelgebirge, danach hat man am Sportplatz von Döbra eine Fernsicht bis zum Erzgebirge. Auf dem 794 m hohen Döbraberg wartet der Prinz-Luitpold-Turm, danach geht es zum Etappenziel Culmitz.

Teufelssteg im wildromantischen Höllental im Frankenwald

Teufelssteg im wildromantischen Höllental im Frankenwald © Naturpark Frankenwald / Maria Setale

12. Etappe: Culmitz – Issigau (21 km): Das urige Selbitztal und faszinierende Felsformationen auf dem Weg durch das Höllental hat die zwölfte Etappe des FrankenwaldSteigs zu bieten. Über Naila und Erbsbühl geht es ins Höllental. Hier öffnen sich ständig neue Ausblicke oder Felsformationen. Ein Abstecher zum Aussichtspunkt „König David“, der bekanntesten Felsformation des Höllentales, lohnt sich. Danach ist das Etappenziel Issigau erreicht.

13. Etappe: Issigau – Bad Steben (12 km): Erster Zwischenstopp auf der letzten Etappe ist der Wiedeturm, danach geht es zum „Drehkreuz des Wanderns“. Hier trifft man auf den traditionsreichen Rennsteig, den Frankenweg als ersten „Qualitätsweg Wanderbares Deutschland“, den Fränkischen Gebirgsweg und den Blauen Kammweg. Im weiteren Verlauf gelangt man zur alten Burg von Lichtenberg mit restauriertem Burgfried. Durch Lichtenberg geht es zum Etappenziel Bad Steben.

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Bildquellen

  • Wandelhalle im Kurpark Bad Steben: © Sina Ettmer - stock.adobe.com
  • Blick auf Ludwigsstadt: © Henry Czauderna - stock.adobe.com
  • Kronach mit Festung Rosenberg: © Gerhard1302 - fotolia.com
  • Kulmbach, Plassenburg: © André Beer / pixabay
  • Deutsches Dampflokomotiv-Museum: © Frankenwald Tourismus / A. Hub
  • Steinachklamm: © Fotolyse - stock.adobe.com
  • Teufelssteg im wildromantischen Höllental im Frankenwald: © Naturpark Frankenwald / Maria Setale
  • Blick vom Döbraberg über den Frankenwald: © Naturpark Frankenwald / Marco Felgenhauer