Der Spitzenwanderweg ist ein Rundwanderweg, der über rund 200 km durch die Vielfalt der Zugspitz-Region führt und dabei die einzigartigen Natur- und Kulturlandschaften dieser Region verbindet.

Highlights und Etappen auf dem Spitzenwanderweg

Krün im Landkreis Garmisch-Patenkirchen zwischen Karwendel und Wettersteingebirge - Spitzenwanderweg

Krün im Landkreis Garmisch-Patenkirchen zwischen Karwendel und Wettersteingebirge © Andy Ilmberger – stock.adobe.com

Der Spitzenwanderweg führt auf 200 km über mehr als 6.800 Höhenmeter und bietet dabei phantastische Blicke, atemberaubende Naturdenkmäler und die höchsten Gipfel Deutschlands. Einzigartige Naturlandschaften, kulturelle Highlights und malerische Bergdörfer wie das Murnauer Moos, Schloss Linderhof, das Königshaus am Schachen, die Höllentalklamm, die Kuhfluchtwasserfälle sowie die Geigenbaumetropole Mittenwald liegen auf diesem Rundwanderweg. Die abwechslungsreiche Route führt an Badeseen genauso vorbei wie an Königsschlössern und Wasserfällen, durch wilde Schluchten und hochalpine Landschaften, auf Voralpengipfel und in Bilderbuchorte. Der Spitzenwanderweg führt sowohl durchs liebliche Voralpenland als auch durch alpines Gelände, so dass hier Freunde von Mehrtagestouren als auch Familien und Genusswanderer auf ihre Kosten kommen. Der Rundwanderweg ist in 12 Etappen eingeteilt, die individuell geplant werden können; der Einstieg ist überall möglich, wer sich jedoch den gesamten Weg vornimmt, dem sei Murnau am Staffelsee als Start und Ziel empfohlen.

1. Etappe: Murnau – Eschenlohe (21 km): Von Murnau aus führt die erste Etappe des Spitzenwanderwegs zunächst nach Hagen. Richtung Ohlstadt geht es flussaufwärts an der Loisach entlang. Nach einem Anstieg wartet das herrliche Panorama in Richtung Alpen. An der breiten Loisach entlang geht es nach Ohlstadt, dann ist auch schon das Etappenziel Eschenlohe erreicht. Tipp: Kurz vor Eschenlohe kann man einen Abstecher zum Heldenkreuz mit schönem Panoramablick machen.

Garmisch-Partenkirchen, Panorama - Spitzenwanderweg

Garmisch-Partenkirchen, Panorama © Sina Ettmer – stock.adobe.com

2. Etappe: Eschenlohe – Garmisch-Partenkirchen (16 km): Von Eschenlohe geht es hinauf zum ersten Aussichtsplatz entlang des Weges: inmitten von Weideflächen reicht der Blick über den Mühlbach und Moorflächen bis hinüber zum noch weit entfernten Zugspitzmassiv. Vorbei an den sieben Quellen geht es immer zwischen Moor und Wald zunächst nach Oberau und dann nach Farchant. Auf Waldpfaden geht es Richtung Garmisch, doch zuvor lohnt sich ein Abstecher zur Wallfahrtskirche St. Anton. Ziel ist der Bahnhof sowie das Olympiahaus mit seinen bekannten Skisprungschanzen in Garmisch-Partenkirchen.

3. Etappe: Garmisch-Partenkirchen – Krün (25 km): Vom Olympia-Skistadion führt die dritte Etappe direkt in die berühmte Partnachklamm: auf aufwendig angelegten Stegen wandert man direkt durch das Naturschauspiel der engen Schlucht. Weiter geht es nach Vordergraseck und dann hinauf zum Eckbauer, der in zahlreichen engen Serpentinen erstiegen wird. Durch herrlichen Wald, über weite Wiesen und vorbei an urigen Schuppen geht es am malerischen Schloss Kranzbach vorbei bis nach Klais. Durch Wald und Lichtungen geht es Richtung Grubsee, den man von ferne erhaschen kann. Danach geht es zum Etappenziel Krün.

Blick auf den Soiernsee - Spitzenwanderweg

Blick auf den Soiernsee © topics – stock.adobe.com

4. Etappe: Krün – Soiernhaus (13 km): Von Krün aus geht es zunächst ebenerdig entlang der wilden Isar auf die vierte Etappe. Über breite Forststraßen geht es durch den Wald und weiter zum Lakaiensteig, der auf schmalem Pfad quer durch den steilen Hang bis zum Soiernhaus auf 1611 m Höhe führt, wo die herrlichen Soiernseen zu einem Bad verführen.

5. Etappe: Soiernhaus – Mittenwald (22 km): Die fünfte Etappe beginnt gleich mit einem Aufstieg, der immer schönere Blicke auf die Soiernseen erlaubt; am schönsten ist der Blick vom Joch (Jägersruh, 1894 m) oder noch weiter oben vom Gipfel der Gumpenkarspitze (2010 m). Nach einem Abstieg geht es hinauf zum Jöchel (1787 m) zwischen Hirzeneck (1804 m) und Soiernspitze (2257 m). Vom Jöchel führt ein schöner Pfad durch herrlichen Bergwald direkt hinunter ins Tal zum Etappenziel Mittenwald.

Schachenschloss - Spitzenwanderweg

Schachenschloss © bietau – stock.adobe.com

6. Etappe: Mittenwald – Schachenhaus (15 km): Von Mittenwald wandert man zunächst auf breiten Pfaden entlang eines Lehrpfades und zahlreicher Aussichtspunkte, bevor man nach nur gut zwei Kilometern den ersten Badesee erreicht, den Lautersee. Weiter geht es zum Ferchensee und durch den Wald zur Wettersteinalm. Durch alpinen Rasen, Geröllflächen und Latschen steigt man hinauf zum Schachentor (1878 m) mit schönem Blick auf König Ludwigs Schachenschloss. Nach dem großen Geröllfeld unterhalb von Frauenalpkopf (2351 m) und Nördlicher Dreitorspitze (2605 m) ist das Etappenziel nicht mehr weit und man kann dem bemerkenswerten Schachenschloss und dem botanischen Alpengarten einen Besuch abstatten.

7. Etappe: Schachenhaus – Kreuzeck (12 km): Diese Etappe ist reich an alpinem Flair. Der Abstieg ins Reintal beginnt gleich nach dem Start am Schachenhaus; steil und teilweise ausgesetzt (Drahtseilversicherungen) geht es in zahlreichen Serpentinen hinunter. Im Reintal angekommen geht es entlang der Partnach. Auf breiten Forststraßen geht es in Richtung Laubhütte, bevor der Aufstieg zum Etappenziel Kreuzeck beginnt.

Höllentalklamm - Spitzenwanderweg

Höllentalklamm © fottoo – stock.adobe.com

8. Etappe: Kreuzeck – Grainau (12 km): Von der Kreuzeckhütte (1650 m) geht es zunächst hinauf zum Hupfleitenjoch, dann durch eine wilde Felslandschaft hinunter in Richtung Knappenhäuser. Nach den Knappenhäusern wird der Pfad bald etwas bewaldeter, bevor unvermittelt die Höllentalangerhütte zwischen Waldrand und Klammbeginn auftaucht. Der Wanderweg führt nun hinab in die bekannte Höllentalklamm. Durch dichten Wald geht es danach nach Hammersbach zum Etappenziel.

9. Etappe: Grainau – Schloss Linderhof (21 km): Durch einen kleinen Wald führt die neunte Etappe zur Loisach, deren Verlauf der Weg für einige Kilometer folgt. Durch herrlichen Bergwald führt der Weg nun bestens ausgebaut stetig bergan. Kurz nach einer markanten Weggabelung (Abbiegung Rotmoosalm) ist der höchste Punkt der heutigen Etappe erreicht. Nun geht es bergab in Richtung Schloss Linderhof, dem Etappenziel.

Schloss Linderhof - Spitzenwanderweg

Schloss Linderhof © rkbox – stock.adobe.com

10. Etappe: Schloss Linderhof – Unterammergau (11 km): Durch herrlichen Bergwald geht es zunächst hinauf zum August-Schuster-Haus. Auf herrlichen Waldpfaden geht es über Wurzeln und Steine hinauf, die Zugspitze immer im Blick. Ein letztes Steilstück führt auf den bekannten Maximiliansweg, dann hinunter zum Etappenziel Unterammergau.

11. Etappe: Unterammergau – Bad Kohlgrub (11 km): Über Asphaltstraßen, Forstwege und herrliche Pfade verläuft die elfte Etappe des Spitzenwanderwegs zum ersten Zwischenziel, die drei bewaldeten Gipfel Vorderes, Mittleres und Hinteres Hörnle. Teilweise steil und über Wurzeln geht es direkt hinauf zur Hörnlehütte. Von der Hörnlehütte aus kann man nun entweder nach rechts über vorwiegend breite Forstwege und gut ausgetretene Pfade die nachgelagerten Gipfel ersteigen, oder aber direkt nach Bad Kohlgrub absteigen.

Staffelsee - Spitzenwanderweg

Staffelsee © T. Linack – stock.adobe.com

12. Etappe: Bad Kohlgrub – Murnau (27 km): Idyllisches Voralpenland, ein ruhiger Wald und ein See mit berühmter Insel – das hat die letzte Etappe des Spitzenwanderwegs zu bieten. Über das Dörfchen Spittelsberg wandert man in Richtung Uffing am Staffelsee durch herrliche Moorlandschaften. Der Staffelsee lockt mit einigen Bademöglichkeiten. Am Ostrand von Uffing ist das Schloss Rieden erreicht. Über Seehausen endet die Etappe in Murnau.

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