Von der Eckernförder Bucht zum Großen Segeberger See führt der rund 210 km lange Naturparkweg durch Naturparke, eiszeitliche Landschaften und zu vielen schönen Seen in Schleswig-Holstein.

Highlights und Etappen auf dem Naturparkweg

Eckernförde

Eckernförde © powell83 – stock.adobe.com

Der Naturparkweg verbindet von Eckernförde aus die Naturparke Hüttener Berge, Westensee und Aukrug im Kreis Rendsburg-Eckernförde, den Segeberger Forst und den Großen Segeberger See mit dem Naturpark Holsteinische Schweiz und den Naturpark Lauenburgische Seen. Wanderer kommen hier in den Genuss besonderer Naturerlebnisse von dichten Wäldern über herrliche Seenlandschaften bis hin zu eiszeitlichen Spuren der ostholsteinischen Endmoränenlandschaften. Highlights auf dem rund 200 km langen Wanderweg sind die Seen Bistensee und Segeberger See, aber auch malerische Städte und Dörfer Eckernförde, Aukrug, Brokstedt und Bad Segeberg. Der Naturparkweg ist gekennzeichnet durch einen gelben Pfeil, der grün gerandet ist. Eingeteilt ist der Naturparkweg in 9 Etappen, die problemlos individuell geplant werden können. Der Naturparkweg hat Anschluss an den Nord-Ostsee-Wanderweg, den Europäischen Fernwanderweg E 1 „Nordsee-Bodensee-Gotthard-Mittelmeer“ und an den E 6 „Ostsee-Wachau-Adria“.

1. Etappe: Eckernförde – Bistensee (28 km): Los geht es in Eckernförde. Zunächst geht es am Süd- und Westufer des Windebyer Noors nach Kochendorf, danach weiter in die Dörfer Götheby und Fleckeby südlich der Schlei. Auf dem Aschberg mit seinem Bismarckdenkmal hat man einen schönen Blick auf die Knicklandschaft Schleswig-Holsteins. Über den Schoothorster Berg ist bald der Erholungsort Bistensee am gleichnamigen See erreicht.

2. Etappe: Bistensee – Sehestedt (20 km): Die zweite Etappe führt zunächst durch Wald und Feld in das Gebiet der Duvenstedter Berge, Endmoränen der letzten Eiszeit. Durch das Dorf Borgstedt geht es weiter zur Borgstedter Enge, dem früherem Flussbett der Eider und des Eider-Kanals. Entlang der Borgstedter Enge wandert man weiter durch Schirnau, danach ist das Etappenziel Sehestedt nicht mehr weit. Hier kann man eine alte Kirche aus dem 13. Jahrhundert besichtigen.

3. Etappe: Sehestedt – Westensee (29 km): Von Sehestedt geht es zunächst nach Groß Königsförde, danach nach Landwehr. Mit der Fähre geht es über den Kanal, danach wandert man am Flemhuder See und an der Eider in das Dorf Achterwehr. Über eine Fußgängerbrücke geht es über die Eider, danach wandert man westlich des Westensees und des Bosseer Sees durch Siedlungen, Wiesen und Wald nach Westensee. Achterwehr und Westensee sind Ausgangspunkte für weitere Wanderungen durch den 260 km² großen Naturpark Westensee, der ebenfalls in einem Endmoränengebiet der letzten Eiszeit liegt.

Bistensee

4. Etappe: Westensee – Brammer (20 km): Von Westensee geht es zunächst durch den Wald und über den Kieler Berg nach Groß Vollstedt, danach mitten durch das Katenstedter Moor nach Bokel, wo es ein Zirkuswagenhotel und das kleinste Aalmuseum Deutschlands gibt. Auf Feldwegen geht es zum Etappenziel Brammer. Die Etappe verbindet den Naturpark Westensee mit dem Naturpark Aukrug.

5. Etappe: Brammer – Aukrug (20 km): Durch Wälder und an Feldern entlang führt die fünfte Etappe zunächst nach Bargstedt. Über das Dorf Heinkenborstel geht es weiter auf Feldwegen durch die Niederung der Buckener Au, danach ist der Ortsteil Innien der Gemeinde Aukrug erreicht. Die aus den Dörfern Bargfeld, Böken, Bünzen, Homfeld und Innien bestehende Gemeinde Aukrug ist der Mittelpunkt des gleichnamigen Naturparks. Sehenswert sind die alte Wassermühle und das Dorfmuseum „Dat ole Hus“ in Bünzen.

6. Etappe: Aukrug – Brokstedt (24 km): Über Bünzen an der alten Wassermühle vorbei verläuft die sechste Etappe zur Bünzener Au, dann geht es weiter nach Klein Sarlhusen. Ab hier geht es auf Feldwegen Richtung Fitzbek, man hat Blick auf den Burgwall von Willenscharen. Über Fitzbek geht es zum Etappenziel Brokstedt.

Naturpark Aukrug

7. Etappe: Brokstedt – Wiemersdorf (10 km): Die siebte Etappe offenbart gleich zu Beginn schöne Blicke in das Wiesental der Wiemersdorfer und Hardebeker Au. Über Hasenkrug, Feldwege und am Sendemast des NDR vorbei geht es nach Arnstedt, danach auf befestigten Feldwegen durch Wiesen und Felder, vorbei an einem Beobachtungstand bis zu einem Gedenkstein an die Flurbereinigung 1967/68. Ab hier ist das Etappenziel Wiemersdorf nicht mehr weit.

8. Etappe: Wiemersdorf – Rickling (32 km): Von Wiemersdorf wandert man zunächst nach Bimöhlen, danach in der Niederung der Osterau, einem Kanutenparadies, auf Eckholt zu. Hier kann man einen Wildpark besuchen. Gleich hinter dem Wildpark liegt das Halloher Moor. Durch Wald geht es weiter nach Rieshorn, hier überquert man die Osterau und gelangt dann nach Heidmühlen. Durch Wiesen, Moor und Bruchwald wandert man nun zum Segeberger Forst. An dessen nördlichen Rand geht es entlang einer Stauchmoräne der letzten Eiszeit, danach geht es bis zum Staatsforst Neumünster und zum Etappenziel.

9. Etappe: Rickling – Bad Segeberg (26 km): Auf der letzten Etappe geht es zunächst in den Wildpark Trappenkamp. Weiter geht es nach Blunk, wo man den Blunker See erblickt, der Rand der früheren Gletscher, der Endmoränenlandschaft Ostholsteins. In der Ferne sieht man den Segeberger Kalkberg und den Sendeturm. Der Naturparkweg überquert die Trave, danach geht es zum Großen Segeberger See. Man wandert am See entlang, danach geht es vom Kalkberg abwärts, entlang eines kleinen Sees, zum Etappenziel Bad Segeberg.

Blick auf Bad Segeberg mit dem Segeberger See

Bildquellen

  • Eckernförde: © powell83 - stock.adobe.com
  • Bistensee: © Andrea - stock.adobe.com
  • Naturpark Aukrug: © jaridfri - stock.adobe.com
  • Blick auf Bad Segeberg mit dem Segeberger See: © Thomas Reimer - stock.adobe.com
  • Steg am Westensee: © Lars Gieger - stock.adobe.com