Der Frankenweg – Vom Rennsteig zur Schwäbischen Alb

Der Frankenweg ist ein Fernwanderweg und führt auf etwa 500 km einige der schönsten Regionen Deutschlands – den Frankenwald, Obermain-Jura, die Fränkische Schweiz sowie das Nürnberger Land und den Naturpark Altmühltal. Der Frankenweg gehört zu den schönsten Fernwanderwegen Deutschlands.

Highlights auf dem Frankenweg

Nicht nur die stolze Länge von über 500 km macht den Frankenweg zu einem besonderen Wanderweg – auch die vielen Naturräume, unterschiedlichen Landschaften, kulturelle und historische Höhepunkte sowie zahlreiche sehenswerte Dörfer und Städte am Wegesrand zeichnen den Frankenweg aus. Weite Wiesen- und Feldlandschaften, naturbelassene Flusstäler, spektakuläre Felsformationen, zahlreiche Burgen, prachtvolle Kirchen und wertvolle Kunstschätze lassen das Herz eines jeden Wanderers höher schlagen. Der Frankenweg ist in 23 Tagesetappen eingeteilt, kann jedoch auch individuell geplant werden. Als Qualitätsweg Wanderbares Deutschland verfügt der Frankenweg über eine hervorragende Beschilderung und zahlreiche Einkehr- und Übernachtungsmöglichkeiten an der Strecke.

Wanderweg im Frankenwald - Wandern in Franken

Der Fernwanderweg Frankenweg beginnt an der Grenze zwischen Franken und Thüringen, im kleinen Ort Untereichenstein, und taucht bereits hier in den Frankenwald ein. Die ersten Etappen verläuft der Frankenweg nun im Frankenwald und bietet einige Höhepunkte wie das Wasserkraftwerk König David, das Höllental, der Döbraberg, der höchste Punkt des gesamten Frankenweges, und das Tal der Wilden Rodach.

Kronach mit Festung Rosenberg - Frankenweg

Nach dem Frankenwald lädt als erstes die Stadt Kronach mit der Festung Rosenberg und einer sehenswerten historischen Altstadt zum Verweilen ein. Bei Kulmbach wird der Weiße Main erreicht, hier wartet das größte Zinnfigurenmuseum der Welt auf der Plassenburg auf Besucher. Der Frankenweg quert den Roten Main, der mit dem Weißen Main den Fluss Main bildet, und führt schließlich nach Weismain, wo man sich die Stadtmauer mit dem alten Wehrturm, das südliche Stadttor, die spätgotische Stadtpfarrkirche St. Martin sowie eine reizvolle Innenstadt mit vielen historischen Bauten nicht entgehen lassen sollte.

Basilika Vierzehnheiligen - Frankenweg

Hinter Weismain steigt der Weg Richtung Großer Kordigast hoch, Klosterlangheim beeindruckt mit seinen alten klösterlichen Bauten. Etwas unterhalb des Frankenwegs befindet sich die Basilika Vierzehnheiligen. Vom Staffelberg hat man einen weiten Ausblick ins Umland. Weiter geht es durch Burgellern und am Zentrum von Scheßlitz vorbei zur beeindruckenden Burgruine Giechburg, danach ist die Wallfahrtskirche Gügel erreicht. Heiligenstadt beeindruckt mit einem historischen Marktplatz.

Burgruine Neideck - Frankenweg

Hinter Heiligenstadt geht es wieder auf die Hochfläche der Frankenalb. Am Aussichtspunkt Hummerstein kann man sowohl ins Wiesenttal als auch ins Leinleitertal hinunterblicken. Zwei Wahrzeichen der Fränkischen Schweiz, die Burgruinen Streitburg und Neideck, warten im Örtchen Streitberg. Es folgt die Binghöhle in der zentralen Fränkischen Schweiz, eine Tropfsteinhöhle am Steilhang des Schauertales, die mit vielfältigen Tropfsteinformationen beeindruckt. Gößweinstein ist nicht nur wegen der Wallfahrtsbasilika Zur Heiligen Dreifaltigkeit sehenswert. Die Burg Pottenstein begeistert mit Rittersaal, Rotem Salon und dem Elisabethzimmer sowie der reich verzierten Kunigundekirche. Auch die nahegelegene Teufelshöhle ist einen Abstecher wert, eine der größten begehbaren Tropfsteinhöhlen Deutschlands. Der schöne Luftkurort Egloffstein zeichnet sich durch eine über der Ortschaft thronende Burg sowie mehrere hübsche Brücken aus.

Pegnitz im Frankenjura - Frankenweg

Weiter geht es nach Gräfenberg, wo sich eine Besichtigung der Altstadt lohnt. Über das Plateau der Hersbrucker Schweiz ist Schnaittach erreicht, wo man das Jüdische Museum erkunden kann. Auf dem Weg nach Hersbruck beeindrucken die Festung Rothenberg und die Felsgruppe auf dem Glatzenstein mit Fernsicht ins Schaittach- und Pegnitztal bis nach Nürnberg. Der Frankenweg führt weiter aus dem Pegnitztal heraus über den Westrand der Frankenalb.

Rathaus Weißenburg - Frankenweg

Altdorf lohnt sich für einen Rundgang – besonders interessante Bauwerke sind das Rathaus im Renaissance-Stil, die St. Laurentius-Kirche aus der Spätgotik und das Schloss Grünsberg aus dem 14. Jahrhundert. Neumarkt in der Oberpfalz wartet mit zahlreichen interessante Museen, Plätzen und Bauten. Ab Berching führt der Frankenweg an der stark zerklüfteten nördlichen Frankenalb entlang. Im Thalmässinger Ortsteil Schwimbach kann man einen Altar aus Albrecht Dürers Meisterwerkstatt bewundern. Weißenburg lockt mit vielen Fachwerkhäusern aus dem Spätmittelalter sowie Bürgerhäusern im barocken Stil.

Steinerne Rinne bei Wolfsbronn - Frankenweg

Bei Wolfsbronn wartet das Geotop „Steinerne Rinne“ – hier kann man sehen, wie Wasser über die Jahrhunderte seit der Jurazeit den Kalkstein geformt hat. Weiterer Höhepunkt ist die Burg Spielberg bei Gnotzheim. Am Ort Hechlingen am See führt der Frankenweg am idyllisch liegenden Hahnenkammsee entlang. Die Wallfahrtskirche Maria Brünnlein zum Trost im schwäbischen Wemding wurde 1998 zur Basilica Minor geweiht. In Harburg im Tal der Wörnitz ist das Ziel des Frankenweges erreicht; hier kann man zum Abschluss die imposante Burg Harburg oberhalb der Stadt besichtigen.

2018-12-10T09:00:56+00:00
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