Der Albschäferweg – Wandern in der Brenzregion

Der Albschäferweg führt auf rund 160 km in einem Rundweg durch die Brenzregion rund um Heidenheim und Giengen auf der Schwäbischen Alb. Die Landschaft der Heidenheimer Brenzregion bietet neben dem beschaulichen Brenztal jede Menge Abwechslung mit Trockentälen, Albhöhen und schattigen Wäldern.

 

Etappen und Highlights auf dem Albschäferweg

Der Fluss Brenz auf der Schwäbischen Alb - Albschäferweg

Der Fluss Brenz auf der Schwäbischen Alb © Gaschwald – fotolia.com

Den Namen „Albschäferweg“ trägt der als Qualitätsweg zertifizierte Wanderweg nicht umsonst: in der Brenzregion sind auch heute noch Schäferinnen und Schäfer mit ihren Herden unterwegs, die die typischen Wacholderheiden, Wiesentäler und Waldränder vor Verbuschung bewahren. Auf dem Albschäferweg kann man in zehn Etappen auf den Spuren dieser Wanderschäfer die Brenzregion entdecken.

1. Etappe: Giengen – Stetten (17 km)

Giengen an der Brenz - Albschäferweg

Giengen an der Brenz © Bildagentur-o – fotolia.com

Giengen ist die Heimat der Steiff-Tiere – die mit dem Knopf im Ohr – und der Startpunkt des Albschäferwegs. Die erste Etappe nach Stetten ist geprägt durch die Brenzauen, das Hürbetal, herrliche Wälder und Heidelandschaft. Schöne Aussichten auf die umgebende Natur bieten hier der Brenzturm und der Panoramastein. Vorbei an Niederstotzingen wird das Etappenziel Stetten erreicht. Hier lohnt ein Besuch des Archäoparks Vogelherd – dessen Vogelherdhöhle gehört seit 2017 zum UNESCO-Welterbe.

2. Etappe: Stetten – Anhausen (14 km)

Von Stetten geht es durch den Stettbergwald ins Lonetal und hinauf zur Ruine Kaltenburg. Nicht weit von hier finden sich mehrere Höhlen des UNESCO-Welterbes „Höhlen und Eiszeitkunst der Schwäbischen Alb“. Unterhalb der Kaltenburg liegt die Charlottenhöhle, die längste begehbare Schauhöhle Süddeutschlands. Von der Domäne Falkenstein hat man eine fantastische Aussicht auf die Brenz und das Eselsburger Tal. Von hier geht es hinab nach Anhausen.

3. Etappe: Anhausen – Gerstetten (19 km)

Durch Buchenwälder geht es zum Heldenfinger Kliff, ein Teil einer Felsenküste eines tertiären Meeres. Durch das abgeschiedene Hungerbrunnental mit einem für die Alb typischen Hungerbrunnen gelangt man ins Gassen- und ins Säubere Tal. Auf der Hochfläche laden die Eglenseen zur Rast ein.

4. Etappe: Gerstetten – Steinheim (18 km)

Vorbei an großen Heideflächen und bunten Mischwäldern führt diese Etappe. Von den Eglenseen geht es zum Wasserturm und weiter zur Grillstelle „Drei-Wetter-Tannen“, die zu einer Rast einlädt. Danach geht es ins Stubental – und zum Steinheimer Becken, der am besten erhaltene Meteoritenkrater Süddeutschlands.

5. Etappe: Steinheim – Zang (16 km)

Auf dieser Etappe erfährt man, warum der Albschäferweg seinen Namen zurecht trägt: am Schafhof in Steinheim sind etwa 600 Merino-Muttertiere und 10 Merinoböcke zu Hause. Im Wental begegnen dem Wanderer rund dreißig freistehende bizarre Dolomitkalkfelsen – wie das Felsenmeer, Wentalweible, Spitzbubenstadel, Bischofshut, Sphinx und Hirschfelsen.

Wental auf der Schwäbischen Alb - Albschäferweg

Wental auf der Schwäbischen Alb © Manuel Schönfeld – fotolia.com

6. Etappe: Zang – Heidenheim (16 km)

Von Zang geht es auf verschlungenen Pfaden zur Ruine Herwartstein, wo sich ein Abstecher zur Brenzquelle lohnt. Unterhalb der Herwartsteinfelsen kommt man zum Itzelberger See, der einst von Mönchen angelegt wurde, weil Fische als Fastenspeise genügten.

7. Etappe: Heidenheim – Nattheim (9 km)

Schloss Hellenstein in Heidenheim an der Brenz - Albschäferweg

Schloss Hellenstein in Heidenheim an der Brenz © aldorado – fotolia.com

In Heidenheim sollte man sich die Zeit nehmen, das Wahrzeichen der Stadt, das Schloss Hellenstein, zu besichtigen. Die Etappe führt weiter an Wachholderheiden am Moldenberg entlang zur Ramensteinhöhle und danach zum Schafhof Nattheim.

8. Etappe: Nattheim – Neresheim (14 km)

Von Nattheim geht es durchs Härtsfeld durch Wald und Flur, vorbei an steinigen Äckern nach Neresheim. Das weltbekannte Kloster Neresheim ist schon von weitem zu sehen und prägt das Landschaftsbild. Die Abteikirche zählt zu den bedeutendsten Kirchenbauten im Spätbarock.

Kloster Neresheim - Albschäferweg

Kloster Neresheim © Gaschwald – fotolia.com

9. Etappe: Neresheim – Ballmertshofen (14 km)

Vom Kloster Neresheim geht es hinauf zur Burg Katzenstein – die historische Stauferburg ist eine der ältesten Burgen Süddeutschlands. Der Härtsfeldsee eignet sich gut für eine Rast. In Dischingen steht die Kirche St. Johannes Baptist. Die gesamte Kirche ist ein Schmuckstück und wird auch „Klein-Neresheim“ genannt.

10. Etappe: Ballmertshofen – Giengen (21 km)

Von Ballmertshofen geht es über die bayrische Grenze Richtung Zöschingen. Oberhalb des Ortes steht die Kapelle Maria Steinbrunn mit einem Gnadenbild der Muttergottes aus der 1. Hälfte des 15. Jahrhunderts. Durch die typische Heidelandschaft der Schwäbischen Alb geht es zurück nach Giengen.

2018-03-12T14:31:14+01:00
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