Die Sauerland-Waldroute durchzieht das abwechslungsreiche Sauerland auf einer Länge von 240 km und streift dabei dichte Wälder, dunkle Moore, eindrucksvolle Seenlandschaften oder imposante Naturdenkmäler ebenso wie spezielle Aussichtspunkte und sehenswerte Städte.

Highlights und Etappen auf der Sauerland-Waldroute

Wald im Sauerland

Wald im Sauerland © Boris – stock.adobe.com

Auf 240 km Länge erschließt die Sauerland-Waldroute von Iserlohn nach Marsberg das schöne Sauerland und bietet dem Wanderer zahlreiche Sehenswürdigkeiten wie der Danzturm in Iserlohn oder das Alte Rathaus in Rüthen sowie eine erlebnisreiche Tier- und Pflanzenwelt – allein 110 Kilometer der Gesamtstrecke führen durch den Naturpark Arnsberger Wald. Weitere sehenswerte Orte am Wegesrand sind etwa Sundern, Arnsberg und Warstein, dazwischen liegen bezaubernde Landschaften mit Seen, Wäldern und Wiesen. Interessant sind auch die Sagenstationen am Wegesrand, die die alten Sagen aus dem Sauerland erzählen – so lernt man auf der Sauerland-Waldroute beispielsweise den Weltenhund, die Sieben Jungfrauen und andere Gestalten kennen und besucht jene Plätze, an denen Wichte, Hexen, geisterhafte Baumeister und Knüppelhunde ihr Unwesen getrieben haben sollen. Die Sauerland-Waldroute ist in 16 Etappen eingeteilt, die problemlos individuell geplant werden können. Gekennzeichnet ist der Wanderweg mit einem weißen „W“ auf einem hellgrünen Quadrat.

1. Etappe: Iserlohn – Hemer (13 km): Los geht es mit der Sauerland-Waldroute in Iserlohn, doch bevor man loswandert, sollte man sich die Zeit nehmen, die 750 Jahre alte Waldstadt mit ihren Sehenswürdigkeiten erkunden, zu denen der 384 m hohe Danzturm sowie die Dechenhöhle gehört, eine der größten Tropfsteinhöhlen Deutschlands. Die erste Etappe führt nun zunächst durch den Stadtwald mit hohen Bäumen, naturbelassenen Teichen und grünen Tälern. Das Etappenziel Hemer liegt nahe des Naturparks Homert – hier ist vor allem das Hemeraner Felsenmeer einen Besuch wert.

2. Etappe: Hemer – Volkringhausen (13 km): Die volle Schönheit des Sauerlandes kann man bereits auf der zweiten Etappe der Sauerland-Waldroute genießen, die fast vollständig durch den Balver Wald führt und mit sagenumwobenen Landschaften zu begeistern weiß. Auf der Balver Höhe hat man einen tollen Ausblick auf die umliegenden Täler und Steinbrüche, die für diese Region typisch sind. Auch Teil der Strecke: der Brockhausener Märchenwald mit Themenpark und Einkehrmöglichkeit. Bevor es zum Etappenziel geht, liegen mit der Recken- und der Feldhofhöhle noch eindrucksvolle Höhlen am Wegesrand.

3. Etappe: Volkringhausen – Sundern (21 km): Erste Zwischenstation auf der abwechslungsreichen dritten Etappe: das zu Volkringhausen gehörende Sanssouci, das denselben Namen trägt wie das Potsdamer Hohenzollernschloss. Danach geht zum schönen Schloss Klusenstein sowie nach Balve, das eine Vielzahl historischer Bauwerke und Anwesen zu bieten hat. Durch dichte Wälder ist nach etwa der Hälfte der Strecke der malerische Sorpesee erreicht, der zu den größten Stauseen im Sauerland gehört. Auf dem Weg zum Etappenziel Sundern warten noch die Burgruine Hachen und der Schomberg-Turm.

Relaxen am Sorpesee

4. Etappe: Sundern – Arnsberg (12 km): Die vierte Etappe führt direkt durch den Naturpark Homert mit seinen dichten Wäldern, die gen Ende der Etappe in eindrucksvolle Hänge und Täler übergehen. Wer vor dem Start noch etwas lernen will: Der Waldlehrpfad im Stadtwald von Sundern, der dem Wanderer an 19 Stationen die Flora und Fauna des schönen Sauerlandes nahebringt. Das Etappenziel Arnsberg liegt an der Ruhr und bietet eine Vielzahl an mittelalterlichen Bauwerken.

5. Arnsberger Wald, eines der größten zusammenhängenden Waldgebiete Deutschlands. Die Landschaft ist hier von Hängen und Steinbrüchen geprägt und zeugt von der Vergangenheit des Sauerlands. Highlight der Etappe ist der Möhnesee, der größte Stausee im Sauerland mit Wassersportmöglichkeiten. Auf dem weiteren Weg liegen das Jagdschloss St. Meinolf und das Schloss Wilhelmsruh, zu denen sich ein Abstecher lohnt, bevor das Etappenziel erreicht ist.

6. Etappe: Möhnesee-Neuhaus – Hirschberg (19 km): Von der Talsperre Möhnesee führt die Sauerland-Waldroute gen Süden, wo sich weitläufige Moorlandschaften mit den dichten Wäldern des Naturparks Arnsberger Wald abwechseln. Meschede in der Nähe des Hennesees lohnt für einen Abstecher, bevor es weiter zum Etappenziel geht. In Hirschberg gibt es historische Fachwerkhäuser und die eindrucksvolle St.-Christophorus-Kirche zu sehen.

7. Etappe: Hirschberg – Warstein (7 km): Die siebte Etappe ist der kürzeste Abschnitt der Sauerland-Waldroute und führt entlang von sattgrünen Wiesen und weitläufigen Tälern ebenso wie durch dichte Wälder. Etwas abseits der Strecke liegen der Kulmsteinbruch sowie das Hochmoor Hamorsbruch. Weiter geht es ins Bilsteintal und zum Wildpark Warstein. Ganz in der Nähe des Tierparks befinden sich die Bilsteinhöhlen, die zu den beeindruckendsten Tropfsteinhöhlen Deutschlands zählen. Das Etappenziel Warstein ist für seine Brauerei bekannt.

Bilsteinhöhle, Höhlenausgang

8. Etappe: Warstein – Rüthen (16 km): Nicht nur malerische Täler, Höhenzüge und dichte Waldgebiete rund um Warstein hat die achte Etappe zu bieten, sondern auch einige Highlights wie der Hohe Stein, ein gewaltiger Steinbruch, der Steinbruch Köster-Risse oder die Grube Fritz Weiken. In Kallenhard, das bereits zur nahegelegenen Stadt Rüthen gehört, kann man das schöne Schloss Körtlinghausen im Glennetal besichtigen, das auch als Kulisse für verschiedene Filmproduktionen diente. Sehenswert in Rüthen sind vor allem die historische Altstadt und das „Alte Rathaus“ mit seiner eindrucksvollen steinernen Rundtreppe.

9. Etappe: Rüthen – Ringelstein (13 km): Die neunte Etappe der Sauerland-Waldroute führt durch das schöne Bibertal, danach geht es durch das Möhnetal. Dichte Wälder und idyllische Täler prägen die Etappe. Einen Abstecher wert ist die Stadt Büren mit Fachwerkhäusern und Ruinen mittelalterlicher Bauwerke. Die Etappe endet in Büren-Ringelstein.

10. Etappe: Ringelstein – Alme (14 km): Auf der zehnten Etappe der Sauerland-Waldroute steht das schöne Almetal im Mittelpunkt. Etwas abseits der Strecke kann man die Überbleibsel der Muna Ringelhausen besichtigen, eine ehemalige Munitionsanstalt. Am Etappenziel Brolin-Alme sind vor allem die Almequellen sehenswert, aber auch das imposante Schloss Alme, das auf eine jahrhundertelange Geschichte zurückblickt.

11. Etappe: Alme – Bleiwäsche (10 km): Ein Abstecher nach Brilon lohnt sich vor Beginn der Etappe. Der staatlich anerkannte Kneipp-Kurort hat das älteste Rathaus Deutschlands und eine beeindruckende Probsteikirche zu bieten. Die eindrucksvolle Landschaft begleitet den Wanderer bis nach Bad Wünnenberg, wo man zum Beispiel das Schloss Fürstenberg oder den Wehrturm aus dem 13. Jahrhundert besichtigen kann. Nahe des Etappenziels Bleiwäsche befindet sich die Aabachtalsperre.

Blick auf den Diemelsee im Sauerland

12. Etappe: Bleiwäsche – Marsberg (15 km): Die Sauerland-Waldroute endet zwar in Marsberg, doch noch nicht nach der zwölften Etappe, denn auf einem Rundweg zurück nach Warstein folgen vier weitere Etappen. Auf dieser Etappe streift man bereits die ersten Teile des Naturparks Diemelsee und bezaubert einmal mehr mit der schönen sauerländischen Landschaft. Das Etappenziel Marsberg besticht durch seine historischen Bauwerke. Besichtigen kann man hier unter anderem Altstadt von Obermarsberg mit dem ehemaligen Kloster aus der Zeit Karls des Großen sowie den Kilianstollen. Nordwestlich von Marsberg befindet sich die Brauerei Westheim mit frühmittelalterlichem Hauptgebäude.

13. Etappe: Marsberg – Diemelsee-Talsperre (20 km): Die 13. Etappe der Sauerland-Waldroute durchquert auf dem Weg zum Diemelsee zunächst den nördlichsten Teil des gleichnamigen Naturparks, der mit einer beeindruckenden Berglandschaft und einer vielfältigen Flora und Fauna aufwartet. Sehenswert sind hier unter anderem Abtei Bredelar oder die Marienkapelle Buchholz. In Padberg sollte man sich das Schloss Padberg und die Pfarrkirche St. Maria Magdalena nicht entgehen lassen. Über den Steinbruch Rohde bei Adorf gelangt man zum Etappenziel, dem Diemelsee, Stausee und Naherholungsgebiet.

14. Etappe: Diemelsee-Talsperre – Petersborn (15 km): Die 14. Etappe der Sauerland-Waldroute führt einmal fast vollständig durch den Naturpark Diemelsee mit seiner naturbelassenen Landschaft. Danach verlässt man nicht nur den Naturpark, sondern auch Hessen. Etwas abseits der Strecke liegt Willingen mit einigen Sehenswürdigkeiten. Die Etappe endet in Brilon-Petersborn.

15. Etappe: Petersborn – Bestwig (18 km): Wälder und imposante Steinbrüche beherrschen die vorletzte Etappe der Sauerland-Waldroute. Etas südlich der Strecke befinden sich auch die Bruchhauser Steine, eine imposante Felsformation auf dem Istenberg. Im malerisch gelegenen Kneipp-Kurort Olsberg warten gleich fünf Schlösser aus der Zeit der Kurfürsten. Das Etappenziel Bestwig liegt am unteren Rande des Naturparks Arnsberg.

Bruchhauser Steine im Sauerland

16. Etappe: Bestwig – Warstein (16 km): Die letzte Etappe der Sauerland-Waldroute führt in einem Bogen nach Nordwesten. In Ebersberg kann man eine malerische Kirche und eine Burgruine besichtigen. Wieder geht es durch den Naturpark Arnsberger Wald und hier zum knapp 35 Meter hohen Lörmecketurm, der einen atemberaubenden Panoramablick auf die gesamte Umgebung ermöglicht – bei gutem Wetter sieht man bis zum Haarstrang, dem Teutoburger Wald und dem Lennegebirge. Danach geht es zum Etappenziel Warstein.

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Bildquellen

  • Wald im Sauerland: © Boris - stock.adobe.com
  • Relaxen am Sorpesee: © Heinz - stock.adobe.com
  • Bilsteinhöhle, Höhlenausgang: © ON-Photography - stock.adobe.com
  • Diemelsee im Sauerland: © oldline2 - stock.adobe.com
  • Bruchhauser Steine im Sauerland: © Maha - stock.adobe.com
  • Wald bei Sundern im Sauerland: © FrankW - stock.adobe.com