Der Druidensteig: Wandererlebnis durch die Geologie des Westerwaldes

Der Druidensteig führt auf rund 80 km durch die einmalige Landschaft zwischen Westerwald und Sieg, die zu den ältesten Kulturlandschaften Deutschlands gehört.

Highlights und Etappen auf dem Druidensteig

Holzbachschlucht - Westerwald-Steig

Holzbachschlucht © Boris – fotolia.com

Entlang des Druidensteigs erlebt man die Geologie des Westerwaldes und entdeckt zahlreiche Geschichten der Region. Bergbau, Basaltabbau und Rohstoffverarbeitung bildeten einst die Lebensgrundlage vieler Generationen und bestimmten den Alltag der Menschen. Näheres über die Bergbautradition, das Leben der Leute und die einmalige Naturlandschaft erfährt man an über 30 Informationspunkten entlang dieser GeoRoute des Nationalen GEOPARKS Westerwald-Lahn-Taunus. Geprägt ist der Wanderweg zudem von einzigartigen Aussichtspunkten wie dem Druidenstein, der dem Druidensteig seinen Namen gegeben hat. Zu den Highlights entlang des Weges zählen ferner die Ortschaft Daaden mit ihrer imposanten Barockkirche, das Schloss Friedewald mit seinem untypischen Zwiebeltürmchen, Alsdorf mit seinen schmalen Gässchen, das Bergwerk Bindweide in Steinebach sowie das Kloster Marienstatt. Der Druidensteig ist in sechs Etappen eingeteilt und kann problemlos individuell geplant werden.

1. Etappe: Kirchen (Sieg) – Herdorf (17 km): Los geht es auf der ersten Etappe des Druidensteigs in Freusburg, einem Stadtteil von Kirchen (Sieg). Nach dem Abstieg in das Siegtal wartet das erste Geotop, das Mundloch des Tiefen Heinrich Stollens der Grube Wilhelmine. Weiter geht es vorbei am Industriedenkmal der Freusburgermühle auf den Kahlenberg. Der Ottoturm bietet einen weiten Ausblick über das Siegtal bis zur Stadt Siegen. Von Herkersdorf aus führt der Druidensteig zum Wahrzeichen des Wanderwegs hinauf, zum Druidenstein. Versteckte Stollen, Halden und Tagebaulöcher begleiten den Wanderweg zum Etappenziel Herdorf. Im Stadtteil Sassenroth befindet sich das Bergbaumuseum des Kreises Altenkirchen.

Barockkirche in Daaden, Westerwald - Druidensteig

Barockkirche in Daaden, Westerwald © Dr. N. Lange – stock.adobe.com

2. Etappe: Herdorf – Daaden (13 km): Los geht es am Bergbaumuseum, vorbei an den Gruben San Fernando, Zufällig Glück und Friedrich-Wilhelm. Vorbei an der Grube Wolf führt der Druidensteig hinauf auf die Kuppe der Mahlscheid, dann wandert man bis zum Hohenseelbachskopf. Über den Naturlehrpfad durch den Hüllwald führt der Druidensteig vorbei an der Hüllbuche schließlich zum Etappenziel nach Daaden mit der weithin sichtbaren Barockkirche.

3. Etappe: Daaden – Elkenroth (13 km): Zu Beginn der dritten Etappe wartet ein Aufstieg auf den Hahnenkopf. Das Geotop Schimmerich mit dem heute unter Naturschutz stehenden Basaltsee bietet Gelegenheit für eine erste Rast, dann geht es weiter nach Friedewald mit dem gleichnamigen Schloss. Man wandert nun durch ruhige Hügellandschaft mit weiten Ausblicken. Am Elkenrother Weiher erreicht der Wanderweg das Etappenziel.

St. Ignatius Kirche in Betzdorf - Druidensteig

St. Ignatius Kirche in Betzdorf © Dr. N. Lange – stock.adobe.com

4. Etappe: Elkenroth – Betzdorf (14 km): Zu Beginn der vierten Etappe steht ein kurzer Anstieg auf den Hasselichskopf bis zur Hexeneiche, dann geht es am Steinebach talabwärts. Entlang des Bachs befanden sich mehrere Bergwerke, deren Stollen man heute noch in den Steilhängen finden kann. Über Alsdorf führt der Druidensteig zum Etappenziel Betzdorf.

5. Etappe: Betzdorf – Steinebach/Sieg (9 km): Die fünfte Etappe führt zunächst bis zum Steinerother Kopf. Vom ehemaligen Basaltsteinbruch des Steinerother Kopfs hat man einen besonderen Ausblick über den nördlichen Westerwald bis in das Bergische Land. Vorbei an der Dickendorfermühle mit dem noch originalen Mahlwerk wandert man hinauf auf den „Weißen Gaul“, dann ist auch schon das Etappenziel erreicht. Das Besucherbergwerk Grube Bindweide bietet die Möglichkeit, mit einer originalen Grubenbahn bis zu den historischen Abbaustätten unter Tage einzufahren.

Kloster Marienstatt - Druidensteig

Kloster Marienstatt © Fotolyse – stock.adobe.com

6. Etappe: Steinebach/Sieg – Hachenburg (17 km): Die letzte Etappe auf dem Druidensteig führt zunächst auf die Steineberger Höhe, dann hinab in das Lehmbachtal und weiter nach Limbach. Von Limbach aus beginnt der Aufstieg auf den Assberg mit der Grube Assberg. Nach dem steilen Abstieg ins Nistertal erreicht man das Kloster Marienstatt mit seinem großen Klostergarten, dann wandert man durch das weite Flusstal zu dem kleinen Ort Nister. Ab hier geht es steil bergauf nach Hachenburg. Hier gibt es Freilichtmuseum, das das Leben im Westerwald in den letzten Jahrhunderten in zahlreichen originalen Fachwerkhäusern hautnah erlebbar macht.

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Bildquellen

  • Holzbachschlucht: © Boris - fotolia.com
  • Barockkirche in Daaden, Westerwald: © Dr. N. Lange - stock.adobe.com
  • St. Ignatius Kirche in Betzdorf: © Dr. N. Lange - stock.adobe.com
  • Kloster Marienstatt: © Fotolyse - stock.adobe.com
  • Sonnenuntergang auf dem Kandel: © marcelheinzmann - stock.adobe.com
  • Landschaft im Allgäu: © Andreas Föll - stock.adobe.com
  • Hochuferweg: franke182 - fotolia.com
  • spass-beim-wandern: © 16to9foto - stock.adobe.com
  • Murg im Schwarzwald: © Corri Seizinger - stock.adobe.com
  • Druidenstein im Westerwald: © Sarah - stock.adobe.com
2024-02-07T15:25:32+01:00