Wer sich beim Slacklining zu sehr an den Zirkus erinnert fühlt, aber trotzdem seine Balance üben möchte, kann sich auf ein Surfbrett stellen und mit einem Paddel selbst antreiben: Stand Up Paddling heißt diese neue Trendsportart, die sich überall dort praktizieren lässt, wo es Wasser gibt. Gleichzeitig stellt diese Sportart auch eine sehr gute Übung für den Rücken dar.

Die Entstehung des Stand Up Paddling

Die ersten Stand-up-Paddler überhaupt waren Fischer aus Polynesien, die in ihren Kanus standen und sich so auf dem Meer von der Stelle bewegten. Auf Hawaii stellte das Stand Up Paddling eine besondere Ehre dar und wurde meist vom König selbst praktiziert – aus diesem Grunde durften nur Auserkorene sich auf diese Art und Weise fortbewegen. Im 20. Jahrhundert, als auf Hawaii das Surfen in Mode kam, benutzen Surflehrer das Paddeln im Stehen, da sie so besser an den Strand zurückehren konnten und obendrein durch die erhöhte Position eine gute Sicht auf ihre Surfschüler hatten. Erst seit dem 21. Jahrhundert jedoch hat sich das SUP neben Surfen und Windsurfen zu einer eigenständigen Sportart entwickelt, denn es bot den großen Vorteil, dass man es unabhängig vom Wind betreiben konnte. Vorrangig wird diese Sportart auf Hawaii, in den USA, Australien, Großbritannien und Japan betrieben, doch auch hierzulande finden sich immer mehr Anhänger.

Stand Up Paddling Ausfahrt auf dem See

Techniken des SUP

Stand Up Paddling wird aufrecht stehend auf einem Surfbrett ausgeübt und man paddelt mit einem Stechpaddel; die Seite, auf der gepaddelt wird, wird regelmäßig gewechselt. Es gibt jedoch noch weitere Varianten dieser Sportart: Stand-up Paddle Surfing und Distance-SUP. So stellt das SUP Surfen eine Mischung aus Surfen und Stehpaddeln dar. Distance-SUP ermöglicht es einem, auf dem Meer längere Etappen zurückzulegen. Anfangs wurden noch Longboards aus dem Wellenreiten verwendet, inzwischen gibt es jedoch spezielle Boards für das SUP. Seit 2011 gibt es sogar aufblasbare SUP Boards, die leichter zu lagern und zu transportieren sind und so besonders für Freizeitpaddler und Sportangler interessant sind.

Die besten Seen zum Stand-Up-Paddling

Wer den Trendsport aus Hawaii einmal ausprobieren möchte, sollte sich zu Beginn am besten ein SUP-Board bei einem Verleih mieten und sich dort von Profis instruieren lassen. Doch an welchen Seen in Deutschland gibt es eigentlich die meisten SUP-Verleihe (Quelle: Holidu)?

  • Bodensee: Rund um den See gibt es über 50 SUP-Verleihe, weshalb er ein Eldorado für Liebhaber des Trendsports ist.
  • Chiemsee: Im Vergleich zum Bodensee gibt es hier zwar weniger Möglichkeiten, ein Board auszuleihen, jedoch ist der Chiemsee auch deutlich kleiner als der Bodensee. Sowohl für Beginner als auch für Fortgeschrittene bietet der Chiemsee optimale Voraussetzungen.
  • Starnberger See: Ein Dutzend Anbieter statten Stand-up-Paddler am Starnberger See mit allem aus, was sie für eine Fahrt auf dem Wasser benötigen.
  • Steinhuder Meer: Das Steinhuder Meer ist bestens zum Stehpaddeln geeignet – die durchschnittliche Tiefe beträgt nur 1,40 Meter. Bei acht Verleihen können sich Interessenten mit den notwendigen Materialien ausstatten und sich eine kurze Einführung geben lassen.
  • Müritz: Sieben Vermietungen gibt es für SUP-Boards und Zubehör an der Müritz, die meisten davon in oder nahe der größten Ortschaft Waren.
  • Ammersee: Auch der Ammersee in Bayern bietet sich für Neulinge an, denn er verfügt über sehr flache Uferzonen und viele der Badebereiche und Strandbäder werden überwacht.
  • Schweriner See: An sechs unterschiedlichen Stellen entlang des Sees haben Bewegungsfreudige die Chance, sich ein Brett zu leihen und aufs Wasser zu schippern.
  • Baldeneysee: Südlich der Stadt Essen liegt der Baldeneysee, welcher der größte der sechs Ruhrstauseen und ein viel besuchtes Naherholungsgebiet ist. Aufgrund seiner überschaubaren Größe bietet sich der Baldeneysee gut zum Paddeln an.
  • Plauer See: Das Westufer, wo sich auch Plau am See befindet, ist ein häufig genutzter Startpunkt für viele Sport- und Freizeitaktivitäten. Wer kein eigenes SUP-Brett besitzt, kann sich an einer der sechs Vermietungen vor Ort eines ausleihen.
  • Forggensee: Da entlang des gesamten Ufers nicht gebaut werden darf, gibt es zahlreiche Einstiegsstellen für Stand-up-Paddler. Hier versorgen fünf Verleihe SUP-Fans mit passender Ausstattung.

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Bildquellen

  • Stand Up Paddling auf dem See: © ARochau - fotolia.com
  • Stand Up Paddling: © Kzenon - fotolia.com