Sie möchten wieder einmal gedanklich nach Italien reisen? Dann haben wir genau das Richtige für Sie: Mit selbst zubereitenden Kaffeespezialitäten können Sie sich das italienische Lebensgefühl direkt in Ihre eigenen vier Wände holen. Zaubern sie sich einen Espresso, Caffè Lungo oder Shakerato. Wir verraten, wie es geht!

Bella Italia: Kaffee als Hochgenuss

Der Genuss von Kaffee ist in der italienischen Kultur fest verankert. Ein guter „caffè“ – damit wird in Italien ein Espresso bezeichnet – gehört einfach dazu und kann zu jeder Tages- und Nachtzeit getrunken werden. Espresso bildet auch die Grundlage der italienischen Kaffeekultur und kann mit Milch, heißem Wasser oder Grappa verfeinert werden.

Je nach Region gibt es unterschiedliche Kaffeespezialitäten: So wird der Ristretto am liebsten im Süden Italiens getrunken, während man einen Caffé Corretto eher an Kaffeetheken im Gebirge findet.

Auch gut zu wissen: Kaffeespezialitäten mit Milch – also ein Cappuccino oder Latte Macchiato – werden in Italien nur zum Frühstück oder am Vormittag getrunken. Eine Ausnahme bildet der Caffè Macchiato. Dieser darf auch nach der Mittagszeit konsumiert werden.

Italienisches Kulturgut: So kam der Kaffee nach Venedig

Sie fragen sich, wie der Kaffee überhaupt nach Italien kam? Das hat die italienische Bevölkerung dem Mediziner Prospero Alpini zu verdanken, welcher im 16. Jahrhundert in Venedig lebte. Dieser entdeckte auf einer Reise nach Ägypten die aromatische Kaffeepflanze. Die ersten Kaffeebohnen wurden von Schülern Alpinis nach Venedig gebracht. Seitdem gilt das köstliche Wachmachergetränk als italienisches Kulturgut.

Nachdem Sie nun bereits über die Geschichte und Gepflogenheiten der italienischen Kaffeekultur Bescheid wissen, stellen wir Ihnen im Folgenden sieben Kaffeespezialitäten aus dem Land des Stiefels vor. Und damit Sie La Dolce Vita auch zu Hause leben können, gibt es eine Anleitung zum Selbermachen gleich mit dazu!

Caffè / Espresso

Dieses aromatische Genussgetränk zählt zu den Klassikern der italienischen Kaffeekultur. Pur, stark und vollmundig kommt der Espresso daher und dient als köstlicher Wachmacher am Morgen. Zugleich ist er die Basis für viele weitere italienische Kaffeespezialitäten.

Am besten lässt sich ein original italienischer Espresso mit der Siebträgermaschine zaubern. Sie haben keine professionelle Espressomaschine zuhause? Kein Problem. Auch die Zubereitung mit der French Press ist möglich. Und so gehen Sie dabei vor:

  1. Den Kaffee im mittleren Mahlgrad mahlen.
  2. Wasser kochen und das gemahlene Pulver in die French Press geben. Das Kaffee-Wasser-Verhältnis für einen Espresso liegt bei 2:1.
  3. Das Wasser auf 95 °C abkühlen lassen und anschließend auf das Kaffeepulver gießen.
  4. Lassen Sie den Kaffee aufquellen und rühren Sie nach ca. 2 Minuten einmal um.
  5. Nach 3-4 Minuten das Kaffeepulver mit dem Stempel langsam nach unten drücken, den Kaffee in Ihre Lieblingstasse füllen und genießen!

Ristretto

Beim Ristretto handelt es sich um eine kürzere Version des Espresso. Ristretto bedeutet übersetzt so viel wie „begrenzt“. Der Unterschied liegt hier in der Zubereitung: Für dieses Wachmachergetränk wird das Kaffeepulver deutlich feiner gemahlen. Während die Menge an Pulver gleich bleibt, weist der Ristretto jedoch nur die Hälfte an Wasser auf. So erhält man ein besonders konzentriertes Getränk mit noch mehr Power!

Espresso Macchiato

Für all jene, die ihren Caffè weniger stark möchten, eignet sich der Caffè Macchiato oder auch Espresso Macchiato genannt. Dabei handelt es sich um einen Espresso, der mit etwas Milchschaum verfeinert wird. Die Zubereitung ist denkbar einfach: Einen frischen Espresso brühen, etwas Milch aufschäumen und anschließend in die Kaffeetasse geben – fertig!

Caffè Lungo

Sein Name verrät es bereits: Der Caffè Lungo bezeichnet einen langen Espresso und ist sozusagen das Gegenteil vom Ristretto. Das bedeutet: Die Menge an Kaffeepulver bleibt gleich, die Wassermenge wird jedoch verdoppelt. Der Caffè Lungo ist dadurch deutlich milder im Geschmack, aber nicht weniger köstlich.

Wenn Sie sich zu Hause einen Caffè Lungo zaubern möchten, geben Sie zuerst heißes Wasser in eine Tasse und fügen dann den frisch zubereitenden Espresso hinzu. Und nun heißt es: Zurücklehnen und genießen!

Caffè Corretto

Dieses Heißgetränk hat es in sich! Beim Caffè Corretto handelt es sich um einen Espresso mit einem Schuss Alkohol. In der Regel wird dazu meist Grappa verwendet. Alternativ können Sie für die Zubereitung zu Hause aber auch Brandy, Weinbrand, Amaretto oder Sambuca verwenden. Der Caffè Corretto eignet sich auch hervorragend als schmackhafter Afterwork-Kaffee-Drink!

Caffè Affogato

Sie haben eine Vorliebe für Gelato? Dann ist ein Caffè Affogato genau die richtige Wahl. Für die Extraportion Süße sorgt hier eine Kugel Vanilleeis. Dieses italienische Kaffeegetränk kann auch zu Hause ganz einfach zubereitet werden: In einem ersten Schritt brühen Sie frischen Espresso. Geben Sie eine Kugel Vanilleeis in die Kaffeetasse und gießen anschließend den heißen Kaffee darüber. Ein wahrer Hochgenuss!

Shakerato

Geschüttelt, nicht gerührt! Das trifft auch auf den Shakerato zu. Dieser wird – wie sein Name bereits vermuten lässt – im Shaker zubereitet. Kühlen Sie den Shaker dazu in einem ersten Schritt im Gefrierfach vor. Anschließend füllen Sie ihn mit Eiswürfeln und geben einen frisch zubereitenden Espresso sowie etwas Zucker hinzu. Kräftig schütteln und anschließend in einem Glas servieren – schon ist das köstliche Erfrischungsgetränk fertig!

Tipp: Ebenfalls geeignet für heiße Sommertage ist der Cold Brew Coffee!

Fazit

Bis zu Ihrem nächsten Italienurlaub ist es noch ein Weilchen hin? Kein Problem. Mit diesen italienischen Kaffeespezialitäten können Sie Bella Italia auch von zu Hause genießen. Probieren Sie es doch einfach selbst aus!

Erfrischungsgetränk fertig!

Bildquellen

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