Das Schmuckmuseum in Pforzheim

Das Schmuckmuseum Pforzheim ist ein weltweit einzigartiges Museum zur Geschichte des Schmucks. Rund 2.000 Exponate zeigen Schmuckkunst aus fünf Jahrtausenden.

Das Reuchlinhaus: Heimat des Schmuckmuseums

Armreif

Armreif © Schmuckmuseum Pforzheim/Foto: Rüdiger Flöter

1961 wurde das Reuchlinhaus als städtisches Kulturzentrum eingeweiht. Das Gebäude in der Formensprache des „International Style“ vereinigte Kunstgalerie, Bibliothek, Museum und Ballsaal in einem Ensemble aus vier kubischen Baukörpern nach Entwürfen von Manfred Lehmbruck, Sohn des Bildhauers Wilhelm Lehmbruck. Zur Fertigstellung erhielt es den Namen des berühmtesten Sohnes der Stadt, des humanistischen Gelehrten, Schriftstellers und Juristen Johannes Reuchlin (1455-1522). Im Lauf der Zeit änderte sich die Nutzung des Reuchlinhauses: In den 1980er Jahren wechselte das Heimatmuseum in eigene Räumlichkeiten, in den 90ern zog die Stadtbücherei aus. Seit März 2006 kann das Schmuckmuseum Pforzheim seine hochkarätige Sammlung viel großzügiger präsentieren. Im „alten“ Schmuckmuseum sind historische Stücke von der Antike bis zum Historismus zu sehen. Hier sind als Dauerleihgabe der Sparkasse Pforzheim Calw zudem Taschenuhren aus der Sammlung des Pforzheimer Uhrenfabrikanten Philipp Weber hinzugekommen. Die einstige Bücherei beherbergt Schmuckkunst des 20. und 21. Jahrhunderts vom Jugendstil bis heute sowie Raum für Sonderausstellungen. Im früheren Heimatmuseum finden die Besucher nun ethnografischen Schmuck aus der Sammlung Eva und Peter Herion.

Die Ausstellung im Schmuckmuseum

Die Dauerausstellung des Schmuckmuseums Pforzheim umfasst Exponate aus fünftausend Jahren – von der Antike bis zur Gegenwart. Die ältesten Stücke stammen aus dem 3. Jahrtausend. v. Chr. Schwerpunkte der Dauerausstellung bilden Kostbarkeiten aus Antike, Renaissance und Jugendstil sowie eine bedeutende Ringsammlung. Die Entwicklung von der Nachkriegszeit bis zum aktuellen internationalen Schmuckschaffen zeigt eine vielfältige Kollektion modernen Schmucks. Eine Abteilung des Museums präsentiert die Geschichte der Schmuckindustrie in der Goldstadt.

Seit Frühjahr 2006 ist auch ethnografischer Schmuck aus der Sammlung von Eva und Peter Herion zu sehen. Er gibt Einblick in die schmückenden Ausdrucksformen außereuropäischer Gesellschaften, beispielsweise aus der Inselwelt Ozeaniens, dem indischen Nagaland oder dem Vorderen Orient. Ebenfalls seit 2006 dokumentieren kunstvolle Taschenuhren aus der Sammlung des Pforzheimer Uhrenfabrikanten Philipp Weber Uhrmacher- und Goldschmiedekunst vom 17. bis ins 19. Jahrhundert. Wer zwischendurch ein wenig ausruhen möchte, kann im Café mit Blick in den Stadtgarten verweilen. Außerdem lädt der Museumsshop zum Stöbern ein.

Schmuckmuseum Pforzheim im Reuchlinhaus
Jahnstraße 42
75173 Pforzheim

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Bildquellen

  • Armreif: © Schmuckmuseum Pforzheim/Foto: Rüdiger Flöter
  • Brosche: © Schmuckmuseum Pforzheim/Foto: Günther Meyer
  • Goldtaschenuhr: © Rüdiger Flöter
  • Schlangenarmreif: © Schmuckmuseum Pforzheim/Foto: Günther Meyer
  • Gläserne Manufaktur Dresden: © Die Gläserne Manufaktur
  • Kelter aus Oberohrn: © Freilandmuseum Wackershofen
  • Museum für Angewandte Kunst Köln: © Jens Korte / KölnTourismus GmbH
  • Außenansicht Schmuckmuseum: © Winfried Reinhardt
2023-05-16T08:40:20+02:00