Vulkane und Bahntrassen entdecken auf dem Eifel-Ardennen-Radweg

Der Eifel-Ardennen-Radweg verbindet auf knapp 110 km den Nürburgring in der Vulkaneifel mit St. Vith in den belgischen Ardennen und verläuft durch die urwüchsige Landschaft der Vulkaneifel sowie auf ehemaligen Bahntrassen.

Highlights auf dem Eifel-Ardennen-Radweg

Tote Bäume im Hohen Venn

Tote Bäume im Hohen Venn © ben – stock.adobe.com

Der Eifel-Ardennen-Radweg verbindet die Eifel mit den Ardennen und kann in zwei Abschnitte eingeteilt werden: Der östliche Teil der Strecke führt vom Nürburgring nach Prüm und ist durch tiefe Einschnitte und starke Anstiege gekennzeichnet, die westliche Hälfte von Prüm nach St. Vith in Belgien ist von weiten Hochflächen sowie den noch schmalen Flussläufen von Kyll, Nims, Prüm und Alf geprägt. Zudem nutzt die Strecke fast durchweg ehemalige Bahntrassen mit langgezogenen und sanft-welligen Abschnitten und wird so zum Panorama-Radgenuss. Der Eifel-Ardennen-Radweg ist reich landschaftlichen und kulturellen Sehenswürdigkeiten: An der Strecke befindet sich in Pronsfeld ein kleines Eisenbahnfreilichtmuseum, man begegnet auf den alten Bahntrassen immer wieder Resten aus der einstigen Bahnvergangenheit, im Alfbachtal kann man mit etwas Glück einen Biber bei Dammbauarbeiten beobachten. In den Monaten Mai bis Oktober lohnt ein Abstecher in den Ort Bleialf mit seinem Bleierzbergwerk. Die Einfahrt unter Tage in die ehemaligen Grube „Neue Hoffnung“ ist ein beeindruckendes Erlebnis. Auf dem Weg von hier zum belgischen Ort St. Vith passiert man einen 400 m langen Tunnel und radelt durch malerische Täler zum Grenzfluss Our.

1. Etappe: Nürburgring – Gerolstein (47 km): Der Eifel-Ardennen-Radweg beginnt an der weltweit längsten Rennstrecke, dem Nürburgring. Die Etappe verläuft durch die westliche Vulkaneifel und ist geprägt von zwei längeren Anstiegspassagen gefolgt von deutlich längeren Talfahrten. Über den Luftkurort Kelberg radel man hinein in die waldigen Hügel der Vulkaneifel mit schönen Aussichtspunkten. Der Kneippkurort Daun ist bekannt für seine Maare. Das Etappenziel Gerolstein ist vor allem für sein Mineralwasser bekannt.

Basilika Prüm

Basilika Prüm © Rudolf Höser – stock.adobe.com

2. Etappe: Gerolstein – Prüm (27 km): Der recht kurze zweite Abschnitt des Eifel-Ardennen-Radwegs führt von Gerolstein nach Prüm und bietet immer wieder schöne Ausblicke auf die Weiten der Vulkaneifel. Trainierte Radler können natürlich auch direkt von Gerolstein nach St. Vith fahren. Über Müllenborn geht es nach Weinsheim und danach in das beschauliche Örtchen Prüm mit seiner prunkvollen Sankt-Salvator-Basilika.

3. Etappe: Prüm – St. Vith (36 km): Sanft-wellig zeigt sich der letzte Abschnitt des Eifel-Ardennen-Wegs, der in das belgische St. Vith führt. Hier fährt man fast ausschließlich auf ehemaligen Bahntrassen und durchquert zwei stillgelegte Bahntunnel. Zunächst geht es durch das Prümtal bis nach Pronsfeld, danach radelt man durch das Alfbachtal bis zur belgischen Grenze, die man auf einer Brücke über die Urft überquert. Die letzten Kilometer bieten schöne Ausblicke auf die Moorlandschaft bis zum Etappenziel St. Vith mit seiner schönen Pfarrkirche.

Tipp: Wer jetzt noch weiterradeln will, der kann auf dem Vennbahnradweg nach Aachen oder ins luxemburgische Troisvierges fahren. Auch ein Abstecher ins knapp 15 km entfernte Eupen lohnt sich.

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Bildquellen

  • Tote Bäume im Hohen Venn: © ben - stock.adobe.com
  • Basilika Prüm: © Rudolf Höser - stock.adobe.com
  • Streuobstwiese auf der Schwäbischen Alb: © Christian Palent - stock.adobe.com
  • Feldweg in der Holsteinischen Schweiz: © Thorsten Schier - fotolia.com
  • Geierlay-Himmel: © venemama stock.adobe.com
  • Eisenbahnbrücke am Hengsteysee: © Marcus Retkowietz - fotolia.com
  • Baum im Rapsfeld im Osnabrücker Land: © Child of nature - fotolia.com
  • Abendstimmung am Weinfelder Maar: © Neissl - stock.adobe.com
2023-05-22T14:44:52+02:00