Der Westerwald-Steig – Rheinland-Pfalz erwandern

Der Westerwald-Steig ist ein Fernwanderweg und führt auf rund 235 km vom hessischen Herborn nach Bad Hönningen/Rhein. Der Westerwald-Steig gehört zu den schönsten Fernwanderwegen Deutschlands.

Highlights und Etappen auf dem Westerwald-Steig

Abwechslung, Erlebnisspaß und Naturgenuss zeichnen den Westerwald-Steig aus – nicht nur herrliche Landschaften wie Schluchten, Seen, Sumpfgebiete und idyllische Täler begegnen dem Wanderer auf dieser Route, sondern auch alte Burgen, historische Klöster, Kurstädte und sehenswerte Dörfer machen den Westerwald-Steig zu einem Qualitätswanderweg. Der Westerwald-Steig ist in 16 Tagesetappen eingeteilt, kann aber auch individuell geplant werden. Markiert ist der Fernwanderweg mit einem stilisierten grünen W auf weißem Grund.

1. Etappe: Herborn – Breitscheid (13 km): Im hessischen Herborn, das über eine der besterhaltenen mittelalterlichen Stadtanlagen Deutschlands verfügt, beginnt der Westerwald-Steig. Die erste Etappe bietet schöne Aussichten ins Medenbachtal im Norden und ins Ambach- und Erdbachtal im Süden.

Gipfelkreuz auf der Fuchskaute - Westerwald-Steig

2. Etappe: Breitscheid – Fuchskaute (11 km): Basalthochflächen, Wiesen und Hecken des Hohen Westerwaldes prägen die zweite Etappe des Westerwald-Steigs. Die Fuchskaute ist die höchste Erhebung des Westerwalds und beeindruckt mit alpin anmutenden Wiesen.

3. Etappe: Fuchskaute – Rennerod (11 km): Von der Fuchskaute aus ist zunächst das Örtchen Rehe erreicht; hier kann man sich traditionelle Westerwälder Bauernhäuser anschauen. Die Wanderung führt vorbei am Naturschutzgebiet Krombachtalsperre, bevor das Etappenziel Rennerod erreicht ist.

Holzbachschlucht - Westerwald-Steig

4. Etappe: Rennerod – Westerburg (15 km): Neben den Secker-Weihern, die zum Verweilen einladen, ist das Highlight der vierten Etappe die Holzbachschlucht. Die Schlucht ist rund einen Kilometer lang, bis zu 30 Meter tief und mutet wie das Gebiet eines Wildbaches an.

5. Etappe: Westerburg – Freilingen (20 km): Von Westerburg geht es zunächst durch den Ort Hergenroth und auf den ehemaligen Truppenübungsplatz der Westerburger Kaserne. Durch abwechslungsreiche Wälder wird die Kneipp-Wassertretanlage in Brandscheid passiert, bevor die Westerwälder Seenplatte erreicht ist, eine besonders reizvolle und einmalige Kulturlandschaft im Westerwald.

Blick vom Aussichtsturm auf dem Gräbersberg - Westerwald-Steig

6. Etappe: Freilingen – Nistertal (17 km): Erstes Zwischenziel der sechsten Etappe ist Dreifelden, wo man die älteste Steinkirche des Westerwaldes besichtigen kann. An der Wiedquelle vorbei geht es durch Buchenwälder zum Gräbersberg mit schöner Aussicht. Am Etappenziel wartet der Tertiär- und Industrie-Erlebnispark Stöffel zwischen Nistertal, Enspel und Stockum-Püschen.

7. Etappe: Nistertal – Bad Marienberg (7 km): Diese kurze Etappe führt durch Wälder und Wiesen zur Kurstadt Bad Marienberg. Hier gibt es einen Barfußpfad, einen Apothekergarten und einen Wildpark mit Falknerei.

Landschaftsmuseum Westerwald in Hachenburg - Westerwald-Steig

8. Etappe: Bad Marienberg – Hachenburg (14 km): Über Stangenrod mit Wildgehege und einem alten Basaltsteinbruch und das Wäschbachtal ist das Etappenziel Hachenburg erreicht, das viel zu bieten hat: im Landschaftsmuseum kann man das barocke Jagdzeughaus der Grafen Sayn-Hachenburg besichtigen. Ein Freilichtmuseum zeigt eine Gehöftgruppe von historischen Gebäuden, und auch der Marktplatz ist sehenswert.

9. Etappe: Hachenburg – Limbach (10 km): Von Hachenburg geht es zunächst durch die zweite Holzbachschlucht zum Kloster Marienstatt. In Limbach gibt es ein Dorfmuseum.

Zusammenfluss der Großen und Kleinen Nister in der Kroppacher Schweiz - Westerwaldsteig

10. Etappe: Limbach – Marienthal (19 km): Vom Aussichtpunkt Hohe Ley geht es an der Nister entlang nach Heimborn. Der Zusammenfluss von Großer und Kleiner Nister ist ein Naturschauspiel und gehört zu den schönsten Stellen im Westerwald. Weiter geht es auf unberührten Niederwaldflächen durch die Kroppacher Schweiz, dann ist das Kloster Marienthal erreicht.

11. Etappe: Marienthal – Weyerbusch (14 km): Die elfte Etappe führt zunächst über den 388 Meter hohen Beulskopf mit dem Raiffeisenturm, von dem man eine herrliche Fernsicht hat. Weyerbusch kann auf eine interessante Geschichte zurückblicken.

In Mehren am WesterwaldSteig - Westerwald-Steig

12. Etappe: Weyerbusch – Flammersfeld (12 km): Die zwölfte Etappe des Westerwald-Steigs führt durch das Raiffeisenland, der von 1848 bis 1852 Bürgermeister von Weyerbusch war. Sehenswert ist das Fachwerkdorf Mehren. In Flammersfeld gibt es ein Raiffeisenmuseum.

13. Etappe: Flammersfeld – Horhausen (13 km): Nach Flammersfeld wartet zunächst ein kleiner Tierpark, danach bietet der Kanzelblick eine schöne Sicht ins Wiedtal. Über den Hölderstein geht es zum Etappenziel Horhausen.

Basaltsee bei Manroth - Westerwaldsteig

14. Etappe: Horhausen – Strauscheid (15 km): Rund um Horhausen prägen Eisenerzgruben das Landschaftsbild. Vorbei am Turm von Burglahr und am Manrother See ist das Etappenziel erreicht.

15. Etappe: Strauscheid – Waldbreitbach (13 km): Von der Aussichtskanzel Weißenfelser Lei geht es zur markanten Basaltgruppe Roßbacher Häubchen mit Basaltlehrpfad. Sehenswert ist das Etappenziel Waldbreitbach.

Die Wied bei Waldbreitbach - Westerwaldsteig

16. Etappe: Waldbreitbach – Bad Hönningen (10 km): Erste Highlights auf der letzten Etappe des Westerwald-Steigs sind die Klosterkirche Hausen und der frühere Basaltsteinbruch Malberg. Im weiteren Verlauf wandert man auf den Spuren der Römer: der Westerwald-Steig wird hier zum Limes-Steig. Zu sehen gibt es hier das Limes-Center und die Limeswachtürme.

2018-12-04T13:21:00+00:00
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