Der König-Ludwig-Weg führt auf rund 120 km vom Starnberger See bis nach Füssen und verbindet dabei viele Bauwerke und Lieblingsplätze des Märchenkönigs wie Neuschwanstein oder Hohenschwangau.

Highlights und Etappen auf dem König-Ludwig-Weg

Seinen Anfang nimmt der König-Ludwig-Weg am Starnberger See, wo der Märchenkönig im Jahr 1886 unter ungeklärten Umständen ums Leben kam. Über 120 km bis nach Füssen erwandert man etliche Highlights entlang der Strecke wie z.B. Kloster Andechs, den Ammersee, Kloster Wessobrunn, die Wieskirche sowie die Schlösser Neuschwanstein und Hohenschwangau. Der Fernwanderweg, der im Jahr 1977 eröffnet wurde, ist durchgängig mit einem blauen „K“ auf weißem Grund und der Bezeichnung „König-Ludwig-Weg“ beschildert. Der Weg ist in 6 Tagesetappen eingeteilt, kann jedoch problemlos individuell geplant werden. Der Einstieg ist überall möglich und die Laufrichtung kann frei gewählt werden.

Sonnenuntergang am Starnberger See - Kaiserin-Elisabeth-Weg

1. Etappe: Berg – Dießen (32 km): Die Votivkapelle in Berg am Starnberger See ist der Startpunkt der ersten Etappe des König-Ludwig-Weges. Sie wurde im Jahr 1886 oberhalb der Stelle am See errichtet, wo der Märchenkönig den Tod fand. Durch den Park von Schloss Berg und am Schloss vorbei geht es zunächst nach Starnberg, dann weiter durch die romantische Maisinger Schlucht mit ihren Nagelfluhfelsen zum Maisinger See. Nach Aschering ist Andechs mit seinem berühmten Kloster; die Barockkirche gehört zu den wichtigen kunsthistorischen Stätten der Region. Durchs Kiental geht es weiter nach Herrsching am Ammersee, von wo aus man mit einem Ausflugsdampfer zum Etappenziel Dießen übersetzen kann (auch zu Fuß am Ammerseeufer über Raisting erreichbar).

Kloster Wessobrunn, König-Ludwig-Weg

2. Etappe: Dießen – Paterzell (17 km): Durch den Dießener Ortskern führt die zweite Etappe zunächst hinauf zum Dießener Münster, das als eine der schönsten Barockkirchen in Bayern gilt. Vom Schatzberg aus hat man einen schönen Ausblick bis zum Hochgebirge. Weiter geht es durch den Bayerdießener Staatsforst nach Haid und danach nach Wessobrunn mit seinem Kloster. Über den Weiler Schönwag ist bald das Etappenziel Paterzell erreicht, das einen der größten zusammenhängenden Eibenbestände in Deutschland sein Eigen nennt.

Hoher Peißenberg, Pfaffenwinkel

3. Etappe: Paterzell – Hohenpeißenberg (13 km): Die dritte Etappe des König-Ludwig-Weges beginnt mit einem kräftigen Anstieg hinauf nach Schlitten. St. Leonhard im Forst hat eine hübsche Wallfahrtskirche zu bieten. Über einen Moorwald geht es in den Hohenpeißenberger Ortsteil Hetten. Ab hier beginnt der Aufsteig zum Hohen Peißenberg mit seiner grandiosen Rundumsicht. Von hier geht es bergab zum Etappenziel Hohenpeißenberg.

Ammerschlucht

4. Etappe: Hohenpeißenberg – Rottenbuch (13 km): Die vierte Etappe des König-Ludwig-Weges begeistert mit schöner Natur und fordert den Wanderer mit stetigem Auf und Ab. Zunächst geht es durch den Wald hinunter ins Ammertal und zur romantischen Holzbrücke am Beginn der Schlucht. Danach geht es wieder hinauf in die Ammerleite und in wechselvollem Auf und Ab im Hang entlang, bis man nur noch dem Fluss folgt. Nach einem letzten Anstieg verlässt der Wanderer die Ammerschlucht und das Etappenziel Rottenbuch ist in Sicht.

Wieskirche

5. Etappe: Rottenbuch – Prem (22 km): Schöne Ausblicke bietet die fünfte Etappe gleich zu Beginn: der Blick schweift zum Hohen Peißenberg über den Schwaigsee zu den Ammergauer Bergen. Über den hübschen Ort Wildsteig geht es durch Wald und Wiesen zum UNESCO-Weltkulturerbe Wieskirche, von hier führt der Wanderweg durch Wälder und an Bächen entlang nach Steingaden mit seiner Klosterkirche. Über Urspring und ein schönes Moor ist das Etappenziel Prem erreicht.

Blick auf Schloss Neuschwanstein und Schloss Hohenschwangau und den Alpsee

6. Etappe: Prem – Füssen (25 km): Am Lech entlang beginnt die letzte Etappe des König-Ludwig-Weges, danach geht es über Trauchgau nach Bayerniederhofen. Schöne Aussichten auf die Ammergauer Alpen begleiten den Wanderer nach Greith und zum romantischen Hegratsriedsee. Durch blühende Moorwiesen ist bald Brunnen mit einem schönen Badestrand am Forggensee erreicht. Jetzt kommen die weißen Zinnen von Neuschwanstein in Sicht, doch zunächst geht es hinauf nach Hohenschwangau. Von Hohenschwangau schlängelt sich der Weg durch den Schwanseepark zum gleichnamigen See. Vom Kalvarienberg aus hat man wieder einen schönen Panoramablick. Über das Kloster St. Mang ist das Etappenziel Füssen erreicht.

Bildquellen

  • Sonnenuntergang am Starnberger See: © krappweis - stock.adobe.com
  • Kloster Wessobrunn: © rudiernst - stock.adobe.com
  • Hoher Peißenberg mit Wallfahrtskirche Mariä Himmelfahrt: © T. Linack - fotolia.com
  • Ammerschlucht: © Norbert L. Maier - stock.adobe.com
  • Wieskirche in Bayern: © magann - fotolia.com
  • Blick auf Schloss Neuschwanstein und Schloss Hohenschwangau und den Alpsee: © Patryk Kosmider - fotolia.com
  • Schloss Neuschwanstein: © jrossphoto - fotolia.com