Der Bergpark Wilhelmshöhe mit den Wasserspielen

Als Landgraf Karl im 18. Jahrhundert mit dem Bau vom Herkules und dem Schloss Orangerie begann, hätte er sich wohl kaum träumen lassen, dass der Bergpark Wilhelmshöhe in Kassel mit den Wasserspielen am 23.06.2013 zum Weltkulturerbe der UNESCO ernannt werden würde.

Der Bergpark Wilhelmshöhe ist das ganze Jahr über kostenlos zugänglich – ein Besuch lohnt sich aber vor allem von Anfang Mai bis Anfang Oktober, denn dann können auch die berühmten Wasserspiele bewundert werden, bei denen das beleuchtete Wasser jeden Abend verschiedene Stationen durchläuft, bis es an seinem Höhepunkt, der großen Fontäne, ankommt. Faszinierend daran ist, dass die Technik der Wasserspiele die gleiche ist wie vor hunderten von Jahren – denn allein durch den natürlichen Druck des Wassers ist dieses Schauspiel überhaupt möglich.

Kaskaden im Bergpark Wilhelmshöe mit Blick auf Kassel

Kaskaden im Bergpark Wilhelmshöhe mit Blick auf Kassel – © Steffen Eichner- fotolia.com

Doch es gibt noch weitere Sehenswürdigkeiten im Bergpark Wilhelmshöhe: Im großen Gewächshaus etwa können ganzjährig verschiedene Orchideenarten bewundert werden. Und auch wenn die Löwenburg so aussieht, als ob sie einem Ritterroman entsprungen wäre, wurde sie erst im 18. Jahrhundert erbaut. Im Inneren finden sich prunkvolle Wohnräume, die im Rahmen einer Führung besichtigt werden können. Im Schloss Wilhelmshöhe dagegen werden verschiedene Kunst- und Gemäldesammlungen präsentiert.

Das Wahrzeichen der Stadt Kassel: Der Herkules im Bergpark Wilhelmshöhe

Das Wahrzeichen der Stadt Kassel, das auch Teil des Weltkulturerbes der UNESCO ist, ist wohl unbestritten der Herkules. Als Landgraf Karl auf einer Italienreise eine antike Herkulesstatue erblickte, war der Bau einer eigenen Figur schnell beschlossene Sache. Laut der griechischen Mythologie musste Herkules als Strafe dafür, seine Frau und seine Kinder in einem Anfall von Wahnsinn erschlagen zu haben, zwölf herkulische – also unmenschliche – Arbeiten für König Eurystheus verrichten. Seitdem gilt Herkules als Beispiel für mutiges und ehrenhaftes Verhalten und war besonders bei den Herrschern der Renaissance ein beliebtes Symbol. Für Landgraf Karl errichtete der italienische Architekt Giovanni Francesco Guerniro die Statue samt dem Oktogon. Die Aussichtsplattform auf dem Herkules ist zwischen März und November begehbar und bietet einen fantastischen Ausblick weit über den Bergpark Wilhelmshöhe hinaus.

Teufelsbrücke im Bergpark Wilhelmshöhe

Teufelsbrücke im Bergpark Wilhelmshöhe – © mobecker- fotolia.com

Die Karlsaue – eine barocke Gartenanlage

Knappe zehn Kilometer vom Bergpark Wilhelmshöhe mit den Wasserspielen und dem „Herkules“ entfernt, befindet sich gleich im Zentrum von Kassel die Karlsaue. Die barocke Gartenanlage wurde um 1700 von Landgraf Karl angelegt und eignet sich heutzutage wunderbar für ausgedehnte Spaziergänge, lange Fahrradtouren oder Joggingrunden. Gleich im Park befindet sich auch die Orangerie, welche ursprünglich als Wintergarten und Überwinterungsort für exotische Pflanzenarten genutzt wurde. Heute befinden sich dort ein Planetarium und ein Museum für Technikgeschichte.

Öffnungszeiten: Der Bergpark in Kassel kann ganzjährig kostenlos betreten werden. Der Zutritt zu den beleuchteten Wasserspielen ist von Juni-September an jedem ersten Samstag im Monat frei.

Termine vom 1.Mai bis 3.Oktober finden die Wasserspiele immer mittwochs und sonntags, sowie an allen hessischen Feiertagen ab 14.30 Uhr statt.

Weitere Informationen zum Bergpark Wilhelmshöhe, der Löwenburg, dem Gewächshaus, dem Schloss Wilhelmshöhe, den Wasserspielen und der Orangerie finden Sie hier.

Tipp: Neben beeindruckenden Sehenswürdigkeiten kann Kassel auch kulinarisch mit einer Vielzahl an aufregenden Locations überzeugen. Schauen Sie hierfür einfach in unserem Restaurant-Guide für Kassel vorbei.
2019-07-03T13:01:34+00:00
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