Die Regionalpark-Rundroute führt auf rund 190 km durch das Rhein-Main-Gebiet und umkreist die Stadt Frankfurt. Man radelt vom Mainvorland durch die Landschaften des Vordertaunus über die Wetterau und die großen Wälder bis ins Hessische Ried am Rhein.

Highlights und Etappen auf der Regionalpark-Rundroute

Skyline Frankfurt am Main

Skyline Frankfurt am Main © Philippsaal / pixabay

Der Ballungsraum Rhein-Main besitzt noch „regionale Grünzüge“ bis in den Kern um Frankfurt – offene Landschaften und tiefe Wälder inmitten großer Metropolen. Der Regionalpark RheinMain möchte die Landschaft vor der Haustür zwischen Rheingau und Spessart, Taunus und Hessischem Ried schützen. Hier bewegt sich die Regionalpark-Rundroute als Kernstück des Routennetzes im zentralen Ballungsraum. Der Radweg führt durch die Landschaften des Vordertaunus über die weiten Blicke der Wetterau und die großen Wälder im Süden Frankfurts bis ins Hessische Ried am Rhein und verbindet Streuobstwiesen, Felder und Feuchtbiotope, Kunstwerke und historische Zeugnisse sowie Aussichtspunkte. Die Regionalpark-Rundroute ist in vier Tagesetappen eingeteilt und durchgehend beschildert.

Mainspitze - Regionalpark-Rundroute

Mainspitze © André Franke – stock.adobe.com

1. Etappe: Flörsheim – Walldorf (51 km): Nach dem Start in Flörsheim radelt man zur Flörsheimer Warte, eine zeitgemäße Rekonstruktion eines von vier Wachtürmen entlang der Kasteler Landwehr zum Schutz des kurmainzischen Territoriums. Durch die Flörsheimer Schweiz radelt man weiter Richtung Deponie. An der spektakulären Kletterwand am Kraftwerk kann man sein ganzes Können vorführen. Die Mainspitze ist ein weitläufiges Landschaftsschutzgebiet am Zusammenfluss von Rhein und Main. Direkt an der Spitze lädt ein kleiner Platz mit Sitzstufen und „Main-Waves“ zum Verweilen ein. Die Ginsheimer Schiffsmühle ist die Rekonstruktion einer historischen Rheinschiffsmühle und dient heute als Museum und Veranstaltungsraum. Die Altrheininsel Nonnenau/Langenau lädt zu schönen Spaziergängen. In Richtung Trebur radelt man weiter durch den nördliche Ausläufer des Hessischen Rieds. Über Nauheim sind die großen, zusammenhängenden Waldflächen im Süden der Region erreicht. Durch die Mönchbruchwiesen geht es weiter nach Norden bis zum Etappenziel Walldorf.

2. Etappe: Walldorf – Frankfurt-Süd (58 km): Erster Stopp auf der zweiten Etappe ist der Aussichtspunkt Oberwaldberg mit herrlichem Rundblick. Der Landschaftspark Bruchsee ist ein attraktives kleines Erholungsgebiet. Der Geschichtspfad zeigt an verschiedenen Stationen, dass die Dietzenbacher Gemarkung seit Jahrtausenden beliebter Siedlungsplatz war. Weiter geht es zum Schloss und Park Heusenstamm, das im 17. Jahrhundert erbaut wurde. Über die Schlossallee radelt man durch den Stadtwald bis zur Stadthalle Offenbach, danach geht es weiter durch das Hainbachtal zum Wetterpark Portal Offenbach. Der Leonhard-Eißnert-Park auf dem Bieberer Berg wurde bereits um 1910 als Volkspark angelegt. Jetzt geht es gemütlich nach Westen, nach Frankfurt zum Etappenziel.

Schloss Philippsruhe in Hanau - Regionalpark-Rundroute

Schloss Philippsruhe in Hanau © mije shots – stock.adobe.com

3. Etappe: Frankfurt-Süd – Seulberg (52 km): Gemächlich geht es zunächst flussaufwärts am Main entlang nach Osten in Richtung Offenbach bis zum Offenbacher Mainufer. Am Ende des Mainbogens in Rumpenheim liegt das gleichnamige Schloss mit zugehörigem Park. Weiter geht es nach Mühlheim an den Mainstrand Rodaumündung, dann zum Fähranleger nach Mühlheim, um nach Dörnigheim überzusetzen. Nächstes Highlight ist die barocke Schlossanlage Philippsruhe direkt am Main in Hanau mit Schlosspark. Weiter geht es nach Norden über die Burgallee zum Staatspark Wilhelmsbad mit Landschaftspark. Durch das Waldportal gegenüber dem nordwestlichen Ausgang des Parks führt die Strecke durch den Wald bis nach Wachenbuchen. Weiter geht es ins Niddertal nach Niederdorfelden und weiter nach Bad Vilbel-Gronau. Nun radelt man entlang der Nidda gen Norden in Richtung Karben. Weiter auf der Route nach Westen kommt richtiges Wetterau-Feeling auf – Felder, soweit das Auge reicht – und im Hintergrund zeigen sich schon die Höhen des Taunus. Jetzt ist es nicht mehr weit zum Etappenziel.

4. Etappe: Seulberg – Flörsheim (49 km): Zunächst radelt man auf der vierten Etappe durch große Felder bis zum Lernbauernhof Rhein-Main. Weiter geht es an den südlichen Ortsrand von Steinbach und hinunter zum gleichnamigen Bach mit dem Äppelwoibrückchen. Über Eschborn ist das Arboretum erreicht; hier findet man auf einer Fläche von rund 76 ha über 600 Baum- und Straucharten aus der gesamten nördlichen Hemisphäre. Mit dem Sulzbach ist bereits der nächste Taunusbach und die gleichnamige Gemeinde erreicht. Am Ziegeleipark vorbei radelt man zum Rosarium Hattersheim mit mehr als 6.500 Pflanzen in über 130 verschiedenen Sorten. Durchs Nussbaumquartier und entlang des Naturschutzgebietes geht es weiter zum Regionalpark-Portal Weilbacher Kiesgruben. Südlich von Weilbach führt der Weg weiter zur Aussichtsbastion, danach ist das Etappenziel nicht mehr weit und die Regionalpark-Rundroute ist komplett.

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Bildquellen

  • Skyline Frankfurt am Main: © Philippsaal / pixabay
  • Mainspitze: © André Franke - stock.adobe.com
  • Schloss Philippsruhe in Hanau: © mije shots - stock.adobe.com
  • Landschaft im Taunus im Sommer: © fotografci - stock.adobe.com