Der Unstrutradweg: Vom Eichsfeld an die Saale

Der Unstrutradweg begleitet die Unstrut auf ihrem rund 190 km langen Weg von der Quelle im Eichsfeld durch das Thüringer Kernland, die Kyffhäuserregion und das südliche Sachsen-Anhalt bis zur Mündung in die Saale bei Naumburg.

Highlights und Etappen auf dem Unstrutradweg

Der Unstrutradweg führt durch zwei deutsche Bundesländer entlang der Unstrut und streift dabei Städte wie Mühlhausen in Thüringen, Nebra und die Domstadt Naumburg. Historische Burgen, Fachwerkbauten, Klöster und Schlösser sowie malerische Naturschutzgebiete zeichnen diesen Radweg aus. Der Unstrutradweg eignet sich besonders gut für Genussradler und Familien mit Kindern; ebenso sind Weinliebhaber auf diesem Radweg gut aufgehoben, denn die Tour führt auch durch die Weinregionen an Saale und Unstrut. Der gut ausgebaute und beschilderte Unstrutradweg ist in 6 Etappen eingeteilt, kann aber problemlos individuell geplant werden.

1. Etappe: Unstrutquelle – Mühlhausen (25 km): Los geht es an der malerischen Unstrutquelle, die bereits zu Beginn zum Verweilen einlädt. Weiter geht es nach Dingelstädt mit der imposanten Eisenbahnbrücke und dem Unstrut-Wehr. Durch das Naturschutzgebiet Flachstal erreicht die erste Etappe ihr Ziel in Mühlhausen. Mittelalterliches Flair und die zweitgrößte Kirche Thüringens zeichnen die Stadt aus.

Altstadt Mühlhausen/Thüringen - Eichsfeldwanderweg

2. Etappe: Mühlhausen – Bad Langensalza (22 km): Hinter Mühlhausen öffnet sich das Naturschutzgebiet Grabsche Berge, danach geht es weiter nach Weinberg mit der Vogelschutzwarte Seebach, die zu den ältesten Einrichtungen dieser Art in Deutschland gehört. Über die Gemeinde Altengottern mit dem gleichnamigen Schloss geht es zum Etappenziel Bad Langensalza, ein Kurbad mit vielen Sehenswürdigkeiten.

3. Etappe: Bad Langensalza – Sömmerda (43 km): Erster Zwischenstopp auf der dritten Etappe des Unstrutradwegs ist Nägelstedt mit dem Schieferhof, eine festungsartige Verteidigungsanlage von 1565. Durch das Unstruttal geht es zunächst in den beschaulichen Ort Herbsleben, eines der wichtigsten Spargelzentren Thüringens. Das Hochwasserrückhaltebecken bei Straußfurt ist ein bedeutendes Vogelrastgebiet zwischen Harz und Thüringer Wald. Über die sehenswerte Gemeinde Werningshausen und das Naturschutzgebiet Unstrut-Aue geht es zum Etappenziel Sömmerda mit mittelalterlicher Architektur, einer gut erhaltenen Stadtmauer sowie einem wunderbaren Rosengarten.

Sömmerda - Unstrutradweg

4. Etappe: Sömmerda – Artern (36 km): Erster Zwischenstopp auf der vierten Etappe ist das Fürstengrab von Leubingen, eines der größten seiner Art in Mitteleuropa. Hier kann man Abstecher zur Ausgrabungsstätte Steinrinne Bilzingsleben oder zum Naturschutzgebiet Wipperdurchbruch machen. An der Wasserburg Heldrungen vorbei geht es zum Etappenziel Artern an der Grenze zwischen Thüringen und Sachsen-Anhalt mit vielen historischen Bauten sowie einem sehenswerten Natur- und Kräutergarten.

5. Etappe: Artern – Nebra (29 km): Erste Besichtigungsmöglichkeiten auf der fünften Etappe bieten die Bottendorfer Mühle und die Historiker-Stadt Wiehe mit der weltgrößten Modelleisenbahnausstellung. In Memleben kann man das Kloster und die Kaiserpfalz Memleben bestaunen. In der Nähe des Etappenziels Nebra fand man die Legendäre Himmelsscheibe, die die weltweit älteste Himmelsdarstellung präsentiert.

Naumburger Dom - Saale-Weinwanderweg

6. Etappe: Nebra – Naumburg (33 km): Den ersten Teil der letzten Etappe des Unstrutradwegs säumen die Altenburg, Schloss Vitzenburg und Schloss Burgscheidungen. Das sehenswerte Laucha hat ein Glockenmuseum zu bieten. Freyburg liegt am tief eingeschnittenen Tal der Unstrut-Schleife und hat historische Bauwerke sowie eine stolze Weinbauhistorie zu bieten. Hoch über der Stadt thront das imposante Schloss Neuenburg. Kurz vor Naumburg mündet die Unstrut in die Saale. Die Domstadt mit ihrer mittelalterlichen Altstadt sollte man sich nicht entgehen lassen.

2019-04-01T14:57:08+00:00
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