Der Mosel-Radweg

Der Mosel-Radweg führt auf rund 250 km vom Dreiländereck in Perl bis zur Mündung in den Rhein in Koblenz und gehört zu den beliebtesten Flussradrouten in Deutschland.

Highlights und Etappen auf dem Mosel-Radweg

Bernkastel-Kues, Altstadt - Maare-Mosel-Radweg

Bernkastel-Kues, Altstadt © foto-select – fotolia.com

Der Mosel-Radweg führt vorbei an unzähligen Weingütern und weltberühmten Weinlagen, imposanten Felsformationen, mittelalterlichen Weinorten, antiken Stätten und eindrucksvollen Burgen und gehört nicht zuletzt deshalb zu den beeindruckendsten Flussradwegen Deutschlands. Man radelt entspannt entlang an den steilsten Weinbergen Europas, hat aber kaum Steigungen zu überwinden – der Radweg verläuft weitestgehend eben und ohne Steigungen, so dass auch Freizeitradler die Route ohne Schwierigkeiten in Angriff nehmen können. Das Besondere: 40 Hörstationen zwischen Perl und Koblenz animieren zum genaueren Hinsehen und lenken den Blick immer wieder auf überraschende Entdeckungen am Wegesrand. Genussradler kommen auf dem Mosel-Radweg ebenso auf ihre Kosten, schließlich radelt man durch eine Region der Spitzenweine, die überall Möglichkeiten zum Einkehren, Schlemmen und Verkosten bietet. Der Mosel-Radweg ist in 10 Etappen eingeteilt und kann problemlos  individuell geplant werden.

1. Etappe: Perl – Nittel (25 km): Die erste Etappe des Mosel-Radwegs verläuft komplett am rechten, deutschen Moselufer mit Blick auf die luxemburgische Seite. Durch das breite Tal der Obermosel radelt man durch Weinberge und Winzerorte. Highlight der Etappe ist die Durchquerung des Naturschutzgebiets „Pferdemosel“ zwischen Besch und Nennig mit vielen seltenen Vogelarten.

Porta Nigra in Trier zur blauen Stunde - schlechtes Wetter in Trier

Porta Nigra in Trier zur blauen Stunde © Thomas – stock.adobe.com

2. Etappe: Nittel – Trier (25 km): Idyllische Weinorte, römisches Kulturerbe und eine abwechslungsreiche Landschaft prägen die zweite Etappe auf dem Mosel-Radweg. Nach dem Start in Nittel radelt man über Oberbillig nach Konz. Die Stadt an der Saarmündung hat das Volkskunde- und Freilichtmuseum Roscheider Hof sowie Überreste einer römischen Kaiservilla zu bieten. Das Etappenziel Trier lockt unter anderem mit seinen gut erhaltenen Römerbauten und UNESCO-Welterbestätten sowie den barocken Parkanlagen.

3. Etappe: Trier – Mehring (25 km): Ganz im Zeichen der alten Römer präsentiert sich die dritte Etappe. Nach dem Start radelt man zunächst am linken Moselufer entlang in den Trierer Stadtteil Pflalzel, lange Zeit die Sommerresidenz der römischen Kaiser. Danach geht es nach Schweich mit seinem barocken Fährturm. Hier wechselt man auf die rechte Moselseite. Das Etappenziel Mehring hat die Villa Rustica zu bieten, ein rekonstruiertes römisches Landgut.

Piesport an der Mosel

Piesport an der Mosel © pics – stock.adobe.com

4. Etappe: Mehring – Piesport (25 km): Moselschleifen prägen die vierte Etappe – eine der schönsten und bekanntesten passiert man zwischen Leiwen und Trittenheim, bevor Neumagen-Dhron, der älteste Weinort Deutschlands und Fundort des Neumagener Weinschiffs, erreicht ist. Piesport wartet mit der größten jemals gefundenen römischen Kelteranlage nördlich der Alpen auf.

5. Etappe: Piesport – Bernkastel-Kues (18 km): Mit Blick auf das Naturdenkmal „Moselloreley“, ein steil aus der Mosel herausragendes Felsmassiv, startet die fünfte Etappe. Man radelt flussabwärts entlang von Weingärten, Obstwiesen und idyllischen Winzerdörfern bis zum Etappenziel Bernkastel-Kues, das einiges zu bieten hat: Eine malerische Altstadt mit einer der schönsten Fachwerkkulissen Deutschlands, die Burg Landshut, das Geburtshaus von Nikolaus Cusanus, sowie das Moselweinmuseum sind nur einige Highlights.

Brückentor Traben-Trarbach - Moselsteig

Brückentor Traben-Trarbach © pure-life-pictures – fotolia.com

6. Etappe: Bernkastel-Kues – Traben-Trarbach (22 km): Erstes Zwischenziel auf der sechsten Etappe ist Zeltingen-Rachtig mit seinen alten Gutshöfen und Fachwerkhäusern. Gegenüber von Rachtig liegt das ehemalige Zisterzienserinnenkloster Machern, dann geht es durch weitere Winzerdörfer zum Etappenziel Traben-Trarbach. die Burgruine Grevenburg, zahlreiche architektonische Meisterwerke des Jugendstils und der Belle Epoque sowie die Museumszeile warten darauf, entdeckt zu werden.

7. Etappe: Traben-Trarbach – Bullay (24 km): Erstes Zwischenziel auf der siebten Etappe ist der Weinort Enkirch, die „Schatzkammer rheinischen Fachwerkbaus“, mit seinen geschnitzten Straßenschildern sowie den vielfältigen Giebel- und Erkerverzierungen an den Fachwerkbauten. In Zell (Mosel) wechselt der Mosel-Radweg an das linke Moselufer, wo das Etappenziel Bullay mit seiner historischen Eisenbahnbrücke wartet.

Cochem an der Mosel - Moselsteig

Cochem an der Mosel © Freesurf – fotolia.com

8. Etappe: Bullay – Cochem (32 km): Über Alf und St. Aldegund führt die achte Etappe auf dem Mosel-Radweg zunächst nach Bremm mit seinen engen, verwinkelten Gassen am Fuße des Calmont. Über Ediger-Eller, Nehren und Senhals geht es nach Ellenz-Poltersdorf, wo man die Möglichkeit hat, ans andere Ufer überzusetzen, um Beilstein, das „Dornröschen der Mosel“, mit seinen kleinen Gassen und der berühmten Fachwerkkulisse zu besichtigen. Cochem wartet mit einer schönen Altstadt, einer quirligen Moselpromenade sowie der imposanten Reichsburg auf.

9. Etappe: Cochem – Löf (27 km): Von Cochem aus radelt man auf der neunten Etappe über Klotten und Pommern zunächst in den historischen Moselort Treis-Karden mit seiner dreitürmigen Stiftskirche St. Castor, auch „Moseldom“ genannt. Von hier aus lohnt sich ein Abstecher zur Burg Eltz, eine der schönsten und besterhaltenen Burgen Deutschlands. Am rechten Moselufer geht es weiter nach Brodenbach mit der auf einem steilen Felssporn thronenden Ehrenburg, bevor das Etappenziel erreicht ist.

Seilbahn-Koblenz

Blick auf das Deutsche Eck und die Seilbahn © Seilbahn Koblenz

10. Etappe: Löf – Koblenz (26 km): Die letzte Etappe auf dem Mosel-Radweg führt durch die Region Terrassenmosel. Erstes Zwischenziel ist Kobern-Gondorf mit mittelalterlichem Markplatz und vermutlich ältestem deutschen Fachwerkgebäude aus dem Jahre 1320. Winningen zählt zu den schönsten Dörfern Deutschlands. Am Deutschen Eck in Koblenz, wo die Mosel in den Rhein mündet, endet der Mosel-Radweg. Hier sollte man sich die Festung Ehrenbreitstein sowie die Altstadt mit ihren zahlreichen Kirchen, Schlössern, historischen Stadthäusern und Museen nicht entgehen lassen.

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  • Bernkastel-Kues, Altstadt: © foto-select - fotolia.com
  • Porta Nigra in Trier zur blauen Stunde: © Thomas - stock.adobe.com
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  • Blick auf das Deutsche Eck und die Seilbahn: © Seilbahn Koblenz
  • Sonnenuntergang an der Müritz: © Matthias - fotolia.com
  • Renaturierung der Lenne im Sauerland bei Lennestadt: © scaleworker - stock.adobe.com
  • Enns im Nationalpark Gesäuse: © Sonja Birkelbach - stock.adobe.com
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2024-01-23T12:07:33+01:00