Auf der Radtour Kohle, Wind & Wasser durch das Elbe-Elster-Land

Die Radtour Kohle, Wind & Wasser führt auf rund 250 km durch das Elbe-Elster-Land in Brandenburg und verläuft auf den Spuren der Energiegeschichte der Region durch abwechslungsreiche Landschaften und sehenswerte Dörfer.

Highlights und Etappen auf der Radtour Kohle, Wind & Wasser

Weg an der Schwarzen Elster - Radtour Kohle, Wind & Wasser

Weg an der Schwarzen Elster © wkbilder – stock.adobe.com

Die Radtour Kohle, Wind & Wasser ist ein Fernradweg, der sich thematisch mit der Energiegewinnung aus Kohle, Wind und Wasser beschäftigt, wie man sie im Elbe-Elster-Land an verschiedenen Orten entdecken kann. Dazu werden auf Informationstafeln Geschichten erzählt, die das Leben und die Arbeit der Menschen schrieben, Geschichten über ihre Lebensart und ihren Einfallsreichtum, aber auch Sagen, die mit markanten Erscheinungen im Elbe-Elster-Land verbunden sind. Die Tour zeichnet sich auch durch ihre vielfältigen Landschaften aus: Man radelt entlang von Flüssen, Wiesen und Niederungen mit laub- und nadelwaldigen Hochflächen sowie an einigen Seen vorbei, zudem begegnet man auf der Tour vielen verschiedenen Mühlentypen. Vier Bockwindmühlen, zwei Paltrockwindmühlen, eine Holländermühle und eine Wassermühle, aber auch imposante Industriedenkmäler aus der Zeit des Braunkohleabbaus prägen die abwechslungsreiche Tour. Im Besucherbergwerk F60 wird die Braunkohle-Förderung veranschaulicht, in der Brikettfabrik „Louise“ die Kohle-Brikett-Herstellung und im Kraftwerk Plessa erlebt man, wie aus Kohle Strom erzeugt wurde. Die Radtour Kohle, Wind & Wasser ist in sechs Etappen eingeteilt, der Einstieg ist prinzipiell überall möglich, da es sich um eine Rundtour handelt; empfehlenswert sind Bad Liebenwerda, Finsterwalde oder Herzberg.

1. Etappe: Bad Liebenwerda – Herzberg (54 km): Zu Beginn der Tour radelt man gemütlich entlang der schwarzen Elster und kommt schon bald zum ersten Highlight zum Thema Wasser, nämlich der Hochpolgenerator Neumühl. Weiter geht es zur ehemaligen Brikettfabrik Louise, die man unbedingt besichtigen sollte. An ehemaligen Tagebaulöchern vorbei, die nun renaturiert werden, geht es zum Etappenziel Herzberg mit seiner historischen Altstadt und dem dienstältesten Planetarium Brandenburgs.

Tagebaulöcher in der Lausitz - Radtour Kohle, Wind & Wasser

Tagebaulöcher in der Lausitz © LianeM – stock.adobe.com

2. Etappe: Herzberg – Schönewalde (21 km): Die zweite Etappe verläuft ruhig und flach durch schöne Landschaften, die man auf der kurzen Tour besonders genießen kann. Man radelt vorbei an einem Badesee und einem gemütlichen Picknickplatz, bevor auch schon das Etappenziel erreicht ist. In Schönewalde kann man eine alte Mühle besichtigen und einen Abstecher zum barocken Schloss im nahegelegenen Ahlsdorf machen.

3. Etappe: Schönewalde – Sonnewalde (52 km): Erstes Zwischenziel auf der dritten Etappe ist der kleine Körbaer See, der zu einer ersten Ras einlädt, bevor es durch die Rochauer Heide mit ein paar kleineren Anstiegen geht. Am Ende des idyllischen Heidewalds wartet „Schloss Lilliput“, das bauliche Lebenswerk eines schrulligen Autors und Künstlers. Weiter geht es vorbei an der Bockwindmühle Trebbus, bevor das Etappenziel Sonnewalde erreicht ist.

Besucherbergwerk Förderbrücke F60 - Radtour Kohle, Wind & Wasser

Besucherbergwerk Förderbrücke F60 © GrebnerFotografie – stock.adobe.com

4. Etappe: Sonnewalde – Lauchhammer (63 km): Nach dem Start in Sonnewalde radelt man zunächst nach Finsterwalde, der einwohnerreichste Ort im Landkreis Elbe-Elster mit schönem Marktplatz. Nächstes Highlight ist die „Förderbrücke F60“: Hier kann man bei einer Besichtigung erleben, wie hier früher im Tagebau die Kohle abgebaut wurde. Von der Förderbrücke radelt man weiter durch die renaturierte Seenlandschaft nach Grünewalde und weiter nach Lauchhammer. Das Etappenziel hat einiges zu bieten: Sehenswert sind die vielen Kirchen der Stadt sowie das Mühlenmuseum.

5. Etappe: Lauchhammer – Mühlberg (57 km): Die fünfte Etappe auf der Radtour Kohle, Wind & Wasser steht noch einmal im Zeichen der Kohle: in Plessa kommt man am weltweit ältesten Kraftwerk vorbei, das man bei einer Führung besichtigen kann. Weiter geht es nach Elsterwerda, hier lohnt sich ein Besuch des Miniaturenparks sowie einer Bockwindmühle. Vorbei an Kirchen, durch idyllische Ortschaften und eine malerische Wiesenlandschaft geht es zum Etappenziel Mühlberg. Sehenswert sind hier die Altstadt mit schönem Marktplatz, das Schloss Mühlberg, das Museum sowie das Kloster Marienstein.

Bad Liebenwerda

Bad Liebenwerda © wkbilder – stock.adobe.com

6. Etappe: Mühlberg – Bad Liebenwerda (32 km): Erstes Zwischenziel auf der letzten Etappe ist die Bockwindmühle Altbelgern, danach folgt gleich die Holländermühle in Koßdorf, die auch heute noch das Mehl für einige Bäckereien der Region mahlt. Auf dem Weg zum Etappenziel sollte man einen Zwischenstopp im Pfarrgarten von Saxdorf machen, bevor man Bad Liebenwerda erreicht, den Ausgangspunkt der Tour.

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Bildquellen

  • Weg an der Schwarzen Elster: © wkbilder - stock.adobe.com
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  • Besucherbergwerk Förderbrücke F60: © GrebnerFotografie - stock.adobe.com
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  • Mit dem Mountainbike: © hpgruesen - pixabay.com
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  • Eisenbahnbrücke am Hengsteysee: © Marcus Retkowietz - fotolia.com
  • Radeln im Elbe-Elster-Land: © wkbilder - stock.adobe.com
2023-04-20T08:19:42+02:00