10 Museen in Österreich, die man gesehen haben muss

Österreich hat nicht nur die Alpen, Skiabfahrten oder Kaiserschmarrn zu bieten – das kleine Land im Herzen Europas kann auch mit einer sehenswerten Kulturlandschaft aufwarten. Museen und Ausstellungen nehmen da einen besonderen Platz ein: vom Kunstmuseum über Technik, Natur, Ärchaologie und Geschichte ist alles dabei, was das Herz eines echten Kulturliebhabers begehrt. Wir haben 10 der interessantesten Museen aus der österreichischen Kulturlandschaft zusammengestellt, die man sich bei einem Urlaub in dem sehenswerten Alpenstaat nicht entgehen lassen sollte!

Albertina in Wien, Österreich

Albertina in Wien © Albertina, Wien (Foto Harald Eisenberger)

1. Albertina, Wien: Die Albertina in Wien, benannt nach Herzog Albert von Sachsen-Teschen, besticht allein schon durch die Prunkräume des ehemaligen Habsburger-Wohnpalais‘, die einst die Lieblingstochter von Kaiserin Maria Theresia bewohnte. Die teils mit Orginalmobiliar ausgestatteten Räume mit vergoldeten Schnitzereien und Parkettböden mit Rosen- und Ebenholzintarsien sind beeindruckend. Aber auch die Schausammlung kann sich sehen lassen, denn sie gehört zu den bedeutendsten europäischen Sammlungen der internationalen Klassischen Moderne. Werke von Leonardo da Vinci, Albrecht Dürer, Claude Monet, Edvard Munch oder Gustav Klimt lassen das Herz eines jeden Kunstliebhabers höher schlagen.

Ars Electronica Center in Linz, Österreich

Ars Electronica Center in Linz © Ars Electronica

2. Ars Electronica Center, Linz: Das Ars Electronica Center in Linz fällt dem Besucher sofort durch die 5.100 qm große LED-Fassade auf, die bereits drauf und dran ist, zum neuen Wahrzeichen der Stadt zu werden – im Inneren des futuristisch anmutenden Baus verbirgt sich ein Museum zum Mitmachen, das sich dem Menschen und seiner Umgebung gewidmet hat. In vier Ausstellungsbereichen wird der Frage nachgegangen, wie sich die Lebenswelt des Menschen und der Mensch selbst verändert, wir er seine Umwelt beeinflusst, und wie unsere Welt in der Zukunft aussehen könnte. Hier darf im Rahmen zahlreicher interaktiver Installationen experimentiert werden. Kernstück bildet die ständige Ausstellung “Neue Bilder vom Menschen”.

Herkulessaal im Gartenpalais

Herkulessaal im Gartenpalais © Palais Liechtenstein GmbH/Fotomanufaktur Grünwald

3. Palais Liechtenstein, Wien: Barocke Lebenskunst begegnet dem Besucher im Museum Palais Liechtenstein auf Schritt und Tritt: das Stadtpalais der Fürstenfamilie von und zu Liechtenstein weiß mit barocken Stuckdecken, üppigem Neorokoko-Interieur, Original-Möblierung und raffinierten Parkettböden zu begeistern – hier kann man Meisterwerke aus der Periode des Klassizismus und des Biedermeier bestaunen. Das Gartenpalais mit seiner prächtigen Innenausstattung beherbergt eine der bedeutendsten und größten privaten Kunstsammlungen der Welt: Meisterwerke von Peter Paul Rubens, Rembrandt, Anthonis van Dyck, Lucas Cranach dem Älteren, Frans Hals und Raffael sind hier zu sehen.

Römische Therme in der Römerstadt Carnuntum, Österreich

Römische Therme in der Römerstadt Carnuntum © Atelier Olschinsky/Archäolog. Kulturpark NÖ Betriebs GmbH

4. Römerstadt Carnuntum: Nahe dem niederösterreichischen Petronell kann man in die Zeit der Römer eintauchen: einst war hier unter anderem Kaiser Marc Aurel stationiert. Heute wird die Römerstadt von Archäologen originalgetreu rekonstruiert: Zu sehen sind ein Bürgerhaus, eine prächtige Stadtvilla und eine öffentliche Thermenanlage – allesamt möbliert, mit römischen Fußbodenheizungen und funktionstüchtigen Herden ausgestattet. Angschlossen an die Römerstadt ist das Museum Canuntinum, Österreichs bedeutendstes Römermuseum, das anhand der bei Grabungen zu Tage geförderten Fundstücke einen Einblick gewährt in über 400 Jahre römisches Leben in Carnuntum.

Stiegenaufgang im Kunsthistorischen Museum Wien, Österreich

Stiegenaufgang im Kunsthistorischen Museum Wien ©KHM-Museumsverband

5. Kunsthistorisches Museum, Wien: Schon allein der Prachtbau aus dem Jahr 1891 mit seinem prunkvollen Interieur aus Stuck und Marmor weiß zu beeeindrucken. Im Inneren wartet das Kunsthistorische Museum mit Objekten aus sieben Jahrtausenden auf, was es zu den größten und bedeutendsten Museen der Welt macht. Meisterwerke speziell aus Renaissance und Barock von Künstlern wie Tizian, Veronese, Tintoretto und Brueghel, aber auch aus dem Alten Ägypten sind hier zu sehen. In der Kunstkammer kann man meisterhafte Bronzestatuetten, filigrane und bizarre Elfenbeinarbeiten, virtuose Steingefäße, aber auch wertvolle Uhren, komplizierte Automaten, merkwürdige wissenschaftliche Instrumente, kostbare Spiele und vieles mehr bewundern.

 

Klosterbibliothek im Stift Admont, Österreich

Klosterbibliothek im Stift Admont © Stift Admont

6. Benediktinerstift Admont: Das Benediktinerstift Admont wartet nicht nur mit der größten Klosterbibliothek der Welt auf, sondern auch mit einem hochmodernen Großmuseum. Der prunkvolle barocke Bibliothekssaal beherbergt 70.000 restaurierte Bücher, kostbare Deckenfresken und beeindruckende Skulpturen. Im Museum sind mittelalterliche Handschriften und Frühdrucke, Kunst vom Mittelalter bis zur Gegenwart mit Werken von Erwin Wurm, Rudi Molacek und Lois Renner, eine naturhistorische Sammlung und eine multimediale Stiftspräsentation zu sehen, die durch wechselnde Sonderausstellungen ergänzt werden.

Die Krone Kaiser Rudolfs II., später Krone des Kaisertums Österreichs

Die Krone Kaiser Rudolfs II., später Krone des Kaisertums Österreichs © KHM-Museumsverband

 

7. Hofburg – Kaiserliche Schatzkammer, Wien: Die Hofburg in Wien war einst kaiserliche Residenz der Habsburger und bis 1918 das politische Zentrum der Monarchie – heute beherbergt sie unter anderem die Kaiserliche Schatzkammer, in der man den wichtigsten Kronschatz des Mittelalters bestaunen kann, nämlich die Insignien und Kleinodien des Heiligen Römischen Reichs mit der Reichskrone und der Heiligen Lanze. Des Weiteren sind hier die Krone Kaiser Rudolfs II., Kostbarkeiten des Ordens vom Goldenen Vlies, einer der größten Smaragde der Welt, ein riesiger Narwalzahn und eine spätantike Achatschale zu sehen.

 

 

Riese in den Svarowski Kristallwelten Wattens, Österreich

Riese in den Svarowski Kristallwelten Wattens © sabinalbei – fotolia.com

 

8. Svarowski Kristallwelten, Wattens: In die funkelnde Welt der Kristalle entführen Sie die Svarowski Kristallwelten in Wattens, die im Jahr 1995 anlässlich des hundertjährigen Firmenjubiläums eröffnet wurden. Große Namen aus Kunst, Design und Architektur zeigen hier in 16 „Wunderkammern“ ihre ganz eigene Interpretation von Kristall, die im Bauch des „Riesen“ untergebracht sind. Im Garten entstand eine weitläufige Parklandschaft mit einmaligen Kunstinstallationen und neuen Bauten wie z.B. der Kristallwolke aus mehr als 800.000 handgesetzten Kristallen. Kinder können sich hier im Spielturm, auf dem Spielplatz und im Labyrinth austoben, das in Form einer Hand gestaltet wurde.

Japanische Riesenseespinne im Naturhistorischen Museum Wien, Österreich

Japanische Riesenseespinne im Naturhistorischen Museum Wien © NHM Wien

9. Naturhistorisches Museum, Wien: 1889 wurde das Naturhistorische Museum Wien eröffnet, das von Kaiser Franz Josef I. als Pendant zum Kunsthistorischen Museum beauftragt worden war. Die Sammlung besteht seit 1750 und zeugt von der Sammelleidenschaft bedeutender Monarchen, dem Forschungsgeist berühmter Wissenschafter und der Abenteuerlust forschender Reisender. Zu den Höhepunkten des Naturhistorischen Museums zählen die 25.000 Jahre alte Venus von Willendorf, die vor über 200 Jahren ausgestorbene Stellersche Seekuh, riesige Saurierskelette sowie die weltweit größte und älteste Meteoritenschausammlung.

Wiener Philharmoniker Museum im Haus der Musik, Wien, Österreich

Wiener Philharmoniker Museum im Haus der Musik, Wien © Inge Prader

10. Haus der Musik, Wien: Im Haus der Musik in Wien erfährt man in einer Ausstellung nicht nur alles über die Wiener Philhamoniker, man kann auch sein eigenes virtuelles Orchester dirigieren, mit Klangwürfeln seinen persönlichen, perfekt komponierten Wiener Walzer erstellen, seinen Namen in eine originale Mozartinterpretation umwandeln oder der Geräuschkulisse lauschen, der ein Baby im Mutterleib ausgesetzt ist. Die interaktiven Ausstellungsbereiche bieten neue, innovative Zugänge zum Thema Musik, die sich vor allem dem Erleben von Musik widmen. Unter anderem waren vier österreichische Universitäten, ein junges Team von Musikern und Musikwissenschaftern und Künstler aus dem Multimediabereich in die Entwicklung des Klangmuseums auf 5.000 qm eingebunden.

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2017-09-19T09:14:58+00:00