Die Dröppelminna – die Königin der Bergischen Kaffeetafel

Gastfreundschaft wird auch im Bergischen Land großgeschrieben: Hier drückt man den Willkommensgruß mit einer Einladung der Gäste zur so genannten Bergischen Kaffeetafel aus. Ursprung hat die Tradition – von der erstmals 1870 berichtet wurde – in der Idee, den Gästen einfach alles anzubieten, was die Speisekammer so hergibt. Das Niederbergische Museum hat erst 1963 die Bergische Kaffeetafel wieder ins Leben gerufen, aus dieser Zeit stammt auch der Spruch „Koffiedrenken met allem dröm on dran“.

droeppelminna antike kaffeekanne

Heute gehört zur Bergischen Kaffeetafel: Der Kaffee aus der „Dröppelminna“ – , das ist eine bauchige „Koffekann“ mit seitlichem Hahn. Ohne die geht es nicht, sie wird zuletzt präsentiert und von den Einheimischen liebevoll auch Königin der Kaffeetafel genannt. Doch bevor man zur Gekrönten kommt, hier die „Gesellen“, die charakteristisch für die Tafel sind: „Hefeblatz“, bergische Brotsorten, Milchreis mit Zucker und Zimt, Waffeln, Honig, Konfitüre, Zuckerrübensirup, Apfel- und Birnenkraut et cetera. Je nach Gusto wird die Tafel um herzhafte Komponenten wie Rührei, Käse und Wurst ergänzt. Und zum Abschluss der Kaffee-Runde darf der bergische Korn nicht fehlen.

Wer die herrliche, facettenreiche bergische Landschaft mit ihren Hügeln, Wäldern und Auen genossen hat, der genießt umso mehr den Facettenreichtum der Bergische Kaffeetafel.

2019-03-19T13:30:28+00:00
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