Magdeburg ist nicht nur Landeshauptstadt von Sachsen-Anhalt – 1200 Jahre Geschichte kann man in der Ottostadt bestaunen, in der der Erfinder Otto von Guericke wirkte und Otto I. seine letzte Ruhestätte fand, der erste Kaiser des Heiligen Römischen Reiches. Den Dom als Grablege Ottos des Großen sollte man sich nicht entgehen lassen, doch Magdeburg hat noch eine ganze Reihe mehr zu bieten. Wir haben uns in der geschichtsträchtigen Stadt an der Elbe umgesehen und die schönsten Ausflugsziele in Stadt und Region zusammengestellt.

Alter Markt: Einer der schönsten Plätze Magdeburgs befindet sich im Herzen der Innenstadt. Hier kann man das Rathaus besichtigen sowie den Magdeburger Reiter, eine Bronzekopie des ersten frei stehenden Reiterstandbildes nördlich der Alpen. Bereits um 1240 wurde das Original geschaffen, das vermutlich Kaiser Otto I. darstellt und heute im Kulturhistorischen Museum der Stadt besichtigt werden kann.

Domportal Magdeburg

Domportal Magdeburg © Sven Lachmann / pixabay

Dom: Der Dom St. Mauritius und Katharina ist die bekannteste Sehenswürdigkeit der Landeshauptstadt Magdeburg und hat gleich zwei Superlative zu bieten: zum einen ist der Dom der erste gotisch konzipierte Bau einer Kathedrale auf deutschem Boden, zum anderen einer der größten Kirchenbauten Deutschlands überhaupt. Seine Ursprünge gehen auf das Jahr 937 zurück. Besichtigen kann man hier unter anderem die originale Grablege Kaiser Ottos I. und seiner ersten Gemahlin Editha, romanische Bronzegrabplatten, frühgotische Sandsteinskulpturen sowie das Chorgestühl aus dem 14. Jahrhundert.

Kunstmuseum Kloster Unser Lieben Frauen: Das Kunstmuseum Kloster Unser Lieben Frauen ist der wichtigste Ort für internationale, zeitgenössische Kunst und Skulptur in Sachsen-Anhalt und befindet sich in einer romanischen Klosteranlage, die im 11. bis 13. Jahrhundert errichtet wurde. Auf insgesamt fünf Etagen werden wichtige Positionen der internationalen Kunst nach 1960, historische Skulptur aus Antike, Mittelalter, Moderne und insbesondere dem 20. Jahrhundert, sowie in wechselnden Sonderausstellungen internationale Gegenwartskunst präsentiert.

Magdeburg, Rathaus

Magdeburg, Rathaus © Mattis Kaminer – stock.adobe.com

Altes Rathaus: Das alte Rathaus ist eines der bedeutendsten Gebäude in Magdeburg und befindet sich auf dem Alten Markt. Seine Ursprünge reichen zurück bis ins 12./ 13. Jahrhundert. Nach der Zerstörung im Dreißigjährigen Krieg wurde das Rathaus im Stil der italienisch-niederländischen Renaissance wieder aufgebaut und erstrahlt nach der erneuten Zerstörung im Zweiten Weltkrieg heute wieder in altem Glanz.

Heimattiergarten Bierer Berg: Etwa 20 km von Magdeburg entfernt liegt der Heimattiergarten Bierer Berg mit 260 Tieren in 52 Arten, darunter Hausesel, Minischweine, Rhönschafe, Zwergziegen, Eichhörnchen, Rennmäuse, Baummarder und Wildkatzen. Neben dem Tiergehege gibt es hier einen Bismarckturm, ein Bismarckdenkmal, einen Abenteuerspielplatz für Kinder, eine Gaststätte sowie eine Freilichtbühne.

Grüne Zitadelle Magdeburg

Grüne Zitadelle Magdeburg © Kerstin Riemer / pixabay

Grüne Zitadelle: Eines der letzten architektonischen Werke des Künstlers Friedensreich Hundertwasser kann man in Magdeburg bewundern: DIE GRÜNE ZITADELLE VON MAGDEBURG erweitert als Wohn- und Geschäftshaus die Stadt und leistet als farbenfrohe Sehenswürdigkeit einen Beitrag zu Kunst und Kultur – auch wenn das Projekt des exzentrischen Österreichers nicht unumstritten war. Neben Wohnungen sind heute attraktive Geschäfte, Restaurants und Cafés sowie ein kleines Hotel in dem bunten, extravaganten Gebäude beheimatet.

Ringheiligtum Pömmelte: Südlich von Magdeburg liegt eine besondere archäologische Stätte: Die touristisch erschlossene Anlage ist eine komplexe Holz-Erde-Architektur mit sieben Ringen aus Palisaden, Gräben und Wällen und einem äußeren Durchmesser von 115 Meter. Zahlreiche Funde sprechen für die Nutzung wahrscheinlich als zentrales Heiligtum mit vielfältigen Ritualen. Die Rekonstruktion bietet eine Aussichtsplattform, Sitzmöglichkeiten und Verbindung zum Elbe-Radweg.

Gradierwerk Schönebeck

Gradierwerk Schönebeck © Peterklaus / pixabay

Gradierwerk Schönebeck: Das Gradierwerk Schönebeck befindet sich im Kurpark von Bad Salzelmen und ist das weltweit größte jemals gebaute Gradierwerk. 1777, im Jahre seiner Fertigstellung, maß es eine Länge von 1.837 Metern – heute sind davon nur noch 320 Meter übrig, doch das Werk beeindruckt noch immer durch seine Konstruktion. Ein schönes Ausflugsziel auch für die Atemwege: Die herabrieselnde Sole sorgt für ein angenehmes Mikroklima entlang des Bauwerkes und innerhalb des Kurparks.

Kalimandscharo Zielitz: Monte Kali oder Kalimandscharo – diese Spitznamen tragen die weißen Kaliberge von Zielitz. Eine Besteigung der eindrucksvollen Erhebungen ist möglich – und bietet neben der Führung durch fachkundiges Personal vom Bergmannsverein einen imposanten Blick von mehreren Aussichtsplattformen. Bei klarem Wetter reicht der Blick bis nach Stendal, Genthin, Magdeburg und zum Brocken im Harz.

Pretziener Wehr

Pretziener Wehr © Pixaline / pixabay

Pretziener Wehr: Über 140 Jahre alt ist das Pretziener Wehr, das Magdeburg auch heute noch vor allzu schlimmen Hochwassern der Elbe schützt. Bei seiner Fertigstellung war das Pretziener Wehr 1875 das größte Schützenwehr Europas – und ist auch heute noch eine technische Meisterleistung. Schon über 60 mal wurde das Wehr in den vergangenen 140 Jahren bereits geöffnet – und bewahrte Magdeburg vor verheerenden Hochwassern.

Weitere Ausflugsziele

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Bildquellen

  • Domportal Magdeburg: © Sven Lachmann / pixabay
  • Magdeburg, Rathaus: © Mattis Kaminer - stock.adobe.com
  • Grüne Zitadelle Magdeburg: © Kerstin Riemer / pixabay
  • Gradierwerk Schönebeck: © Peterklaus / pixabay
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