Imposante Berge und glasklare Seen – das Ostallgäu im Südwesten Bayerns ist ein Naturparadies, das selbst Könige begeistert hat. Zuerst baute Kronprinz Maximilian, der spätere König Max II., die Schlossruine Hohenschwangau zur Ferienresidenz um, dann errichtete sein Sohn, der Märchenkönig Ludwig II., das heute weltbekannte Schloss Neuschwanstein. Noch dazu bietet das das Ostallgäu über 40 Seen und Weiler, darunter der Forggensee und der Alpsee. Ein Streifzug durch ein königliches Land.

Hohenschwangau: Sommerresidenz des Königs

Schloss Hohenschwangau im Ostallgäu, Bayern

Schloss Hohenschwangau im Ostallgäu, Bayern © mojolo – stock.adobe.com

Das heutige Schloss Hohenschwangau wurde im 12. Jahrhundert als Burg Schwanstein erstmals urkundlich erwähnt. Zu dem Zeitpunkt, als der bayerische Kronprinz Maximilian das Schloss zum ersten Mal erblickte, war die Burg nicht viel mehr als eine Ruine, die er von 1833 bis 1837 zu einem Schloss im neugotischen Stil umbauen ließ. Zahlreiche Wandgemälde im Inneren mit Themen aus der mittelalterlichen Sagenwelt und das Motiv des Schwans zeichnen das Schloss aus. Für die königliche Familie mit den Söhnen Ludwig und Otto war Hohenschwangau vor allem Sommerresidenz – oft machte sich die Familie zum Wandern auf. Noch heute können die Lieblingswege der königlichen Familie entdeckt werden. Das Schloss Hohenschwangau kann im Rahmen einer Führung besichtigt werden.

Neuschwanstein: Märchenschloss par excellence

Schloss Neuschwanstein - Burgen und Schlösser - Bodensee-Königssee-Radweg - König-Ludwig-Weg

Schloss Neuschwanstein © jrossphoto – fotolia.com

Ein schmaler Bergrücken links der Pöllat mit dem Namen „Jugend“ – hier lagen die Ruinen Vorder- und Hinterhohenschwangau, die König Ludwig II. in das heutige Schloss Neuschwanstein verwandeln ließ. Der Grundstein wurde 1869 gelegt, doch die schwierigen Baubedingungen brachten es mit sich, dass das Richtfest erst 1880 stattfand, 1884 konnten die ersten Räume bezogen werden, die der König als Zufluchtsort nutzte. Das Schloss selbst ist ein Ideal einer mittelalterlichen Burg, ausgestattet mit den modernsten technischen Errungenschaften. Als Vorbild diente die Wartburg mit ihrem Sängersaal. Heute ist Neuschwanstein das berühmteste Schloss des Märchenkönigs, eine der bekanntesten Sehenswürdigkeiten Deutschlands und Anziehungspunkt für Millionen Besucher aus aller Welt.

Der Alpsee: Wasserparadies am Fuße der Königsschlösser

Alpsee im Ostallgäu

Alpsee im Ostallgäu © H-AB Photography – stock.adobe.com

Im Schatten der Königsschlösser in der Gemeinde Schwangau im Ostallgäu liegt der Alpsee, ein kleines Wasserparadies, das zu den saubersten Gewässern Deutschlands gehört. Unweit von Füssen ist der See ein ideales Ausflugsziel an warmen Tagen, wenn auch Neuschwanstein auf dem Programm steht. Am Alpsee gibt es eine Badeanstalt, einen Bootsverleih, bei dem Tret- und Ruderboote ausgeliehen werden können, und das Museum der Bayerischen Könige, das zu den schönsten und modernsten Museen Deutschlands gehört und in dem man viel Wissenswertes über die bayerischen Könige und ihre Schlösser erfährt. Die wunderschöne Postkartenkulisse des Alpsees mit den imposanten Bergen ringsum lässt sich am besten auf dem etwa 5 km langen Rundwanderweg genießen, der sich auch perfekt mit einem Besuch auf Schloss Neuschwanstein verbinden lässt.

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  • Schloss Neuschwanstein: © jrossphoto - fotolia.com