Die Obstroute Altes Land führt in zwei Schleifen auf rund 90 km in einem Rundkurs durch das größte zusammenhängende Obstanbaugebiet in Deutschland und ist dabei sowohl im Frühjahr zur Obstblüte als auch im Sommer und Herbst dank leuchtender Obstvielfalt ein Erlebnis.

Highlights auf der Obstroute Altes Land

Ob zur Kirsch- und Apfelblüte im Frühjahr oder zur Apfelernte im Spätsommer und Herbst, die Obstroute Altes Land ist zu jeder Jahreszeit die ideale Strecke, um diese einmalige Region auf dem Fahrrad zu erleben. Im Frühjahr radelt man durch ein Meer aus weiß-rosa Blüten, und später im Jahr leuchten die Äpfel an den Bäumen und locken zu genussreichen Radpausen. Obsthofabitur, Hofführung, Stadtrundgang oder Orgelführung – zahlreiche Angebote und Veranstaltungen machen eine Radtour im Alten Land zu einem einmaligen Erlebnis. Die Obstroute verläuft in zwei Schleifen von rund 40 km durch das Alte Land, die entweder einzeln oder als ganze Tour an ein bis zwei Tagen gefahren werden können. Man fährt entlang der majestätischen Elbe oder an den idyllischen Flüsschen Schwinge, Lühe und Este vorbei an zahllosen Apfel- und Kirschbäumen und entdeckt die Hansestadt Stade und die Märchenstadt Buxtehude. Nicht nur die Obstplantagen beeindrucken, sondern auch die vielen Altländer Fachwerkhäuser, Reetdächer, Prunkpforten und Brauttüren.

Beschildert ist die Obstroute mit einem grünen Apfel und einer roten Kirsche in einem roten Fahrradreifen.

Nördliche Schleife (ca. 37 km)

Fischmarkt in Stade - vom Teufelsmoor zum Wattenmeer

Fischmarkt in Stade © André Franke – stock.adobe.com

Ein guter Startpunkt für die nördliche Schleife der Obstroute ist der Lüheanleger, wo auch die Fähren aus Hamburg/Schulau anlanden. Wer mehr über die Unterelbe erfahren möchte, besucht die Ausstellung im Haus der Maritimen Landschaft Unterelbe. Am Elbdeich entlang geht es zunächst nach Twielenfleth mit der Windmühle Venti Amica und dem ehemaligen Leuchtturm, in dem eine Schiffsmodellausstellung untergebracht ist. Am Schwingedeich entlang geht es zur Hansestadt Stade mit historischer Innenstadt und maritimem Flair – hier gibt es Erlebnisangebote, Stadtführungen oder Fleetkahnfahrten zu erleben. Spannend ist eine Erkundung des Schwedenspeicher Museums. Am Geesthang liegt das Schloss Agathenburg mit einer modernen Ausstellung zur Schlossgeschichte. Tipp: Die Schlossterrasse bietet einen schönen Ausblick auf das weite Elbtal. Weiter geht es nach Horneburg, hier kann man das Handwerksmuseum besichtigen. Ab Horneburg folgt die Obstroute dem Lühedeich nach Steinkirchen mit der malerischen Hogendiekbrücke und der Kirche St. Nicolai et Martini, die eine Arp-Schnitger-Orgel beherbergt. Auf dem Weg zurück zur Elbe lohnt sich ein Fotostopp auf der Hogendiekbrücke!

Südliche Schleife (ca. 44 km)

Buxtehude - Obstroute Altes Land

Buxtehude © steveurbanczyk – stock.adobe.com

Die südliche Schleife verläuft vom Fähranleger in Lühe ein Stück am Elbdeich Richtung Hamburg entlang und vorbei an mehreren Leuchttürmen. In Jork-Borstel ist die Windmühle Aurora ein echter Hingucker. Über Kohlenhusen und Hinterbrack radelt man weiter nach Hamburg-Cranz, wo die Este über eine Rollbrücke überquert wird. An der Este entlang führt die Obstroute in die Märchenstadt Buxtehude, hier ist das Buxtehude-Museum einen Abstecher wert. Durch malerische Obstplantagen radelt man weiter nach Jork – hier gibt es in der St.-Matthias-Kirche wieder eine der berühmten Arp-Schnitger-Orgeln zu sehen. Ebenso ein Muss: der Besuch des „Gräfenhofes“, das Fachwerkensemble der „Bürgerei“, die Kirchen in Jork und Borstel, das „Museum Altes Land“ sowie der neu gestaltete Obstlehrpfad. Auf dem Obstmarschenweg und durch die Wettern führt die Tour zum Ausgangspunkt zurück.

Bildquellen

  • Fachwerkhaus im Alten Land: © fottoo - fotolia.com