Landesmuseum Bonn

Das Landesmuseum Bonn beherbergt die wichtigsten kulturhistorischen Schätze des Rheinlandes: das keltische Fürstinnengrab von Waldalgesheim, die Gustorfer-Chorschranken oder der Grabstein des römischen Hauptmannes Marcus Caelius sind hier ausgestellt. Denn bereits 400.000 vor Christus besiedelten die ersten Menschen das Rheinland und begannen zu dieser Zeit auch, ihre heutzutage historischen Spuren zu hinterlassen. Aus diesem Grunde beschäftigt sich das Museum selbstverständlich auch mit unseren Vorfahren, nämlich dem Neandertaler.
Ausstellung Landesmuseum Bonn

Ausstellung © Jürgen Vogel, LVR-LandesMuseum Bonn

Bedeutende Funde im Landesmuseum Bonn

Wie hat sich die Menschheit in den letzten sechs Millionen Jahren entwickelt? Dieser spannenden Frage geht das Landesmuseum dank Ausgrabungsfunden und aktuellen Forschungsergebnissen nach. Des Weiteren warten auf den Besucher sensationelle Funde wie die Doppelbestattung von Bonn-Oberkassel: 1914 stießen Arbeiter im Steinbruch auf zwei Skelette von Menschen, den Überresten eines Hundes und zwei Kunstgegenständen aus Knochen und Geweih. Wie sich aufgrund von Untersuchungen schon sehr bald herausstellte, stammten die Verstorbenen aus der ausgehenden Altsteinzeit, die bereits 14.000 Jahre zurückliegt. Der Fund aus Bonn-Oberkassel ist deshalb so spektakulär, da dieses Grab eine vorher noch nie dagewesene Verbindung zwischen Doppelbestattung, Kunst und Tier aufweist. Auch wenn viele nach wie vor denken, dass unsere Vorfahren tumbe Gesellen waren, die gerne in Höhlen um das Lagerfeuer herumsaßen, um sich gegenseitig die Flöhe aus dem Fell zu ziehen, beweist die Ausstellung im Landesmuseum, dass es eben nicht ganz so simpel war. Bereits in der Eiszeit kannte man das Kunsthandwerk, und so sind aus dieser Zeit noch viele Schmuckstücke wie der Goldbecher aus Fritzdorf erhalten. Auch die Schamanenmasken des Museums beweisen, dass die Menschen damals durchaus eine Vorstellung von Anderswelt und Religion hatten. Selbstverständlich gibt es in Bonn noch weitaus mehr zu sehen: mittlerweile gelten die Kelten als ausgestorbenes Volk, da auch sie den Römern zum Opfer fielen – um so spannender, dass das Landesmuseum ihnen eine eigene Ausstellung widmet. Nicht nur Schmuck und Gefäße dieses ausgestorbenen Volkes werden dort präsentiert, sondern auch Dinge des alltäglichen Lebens wie das älteste Wagenrad des Rheinlandes oder eine Wäscheklammer. www.landesmuseum-bonn.lvr.de
2017-12-28T11:59:55+00:00
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