Das Altmühltal: Naturparadies mit bewegter Vergangenheit

Mitten in Bayern, von Mittelfranken bis nach Regensburg, durchfließt die Altmühl eine beeindruckende Mittelgebirgslandschaft, die zu den beliebtesten Urlaubs- und Ferienregionen Deutschlands zählt: tiefe Wälder, dunkelgrüne Wacholderheiden, bizarre Felsformationen und weitläufige Feuchtwiesen prägen das Altmühltal, dessen Steinbrüche von Dinosauriern erzählen und in dem bereits die Kelten und Römer siedelten. Natur und Geschichte zum Anfassen!

Seen, Felsen, Gärten: Natur erleben im Altmühltal

Große Teile des Altmühltals sind als Naturpark ausgewiesen, der Natur und Geschichte der Region erlebbar macht und zu den größten Naturparks Deutschlands zählt. Die vielfältige Landschaft vereint die Gegensätze einer schroffen Mittelgebirgsregion in dichten Wäldern und steilen Hängen, Heiden, Trockenrasen und feuchten Wiesen sowie in Felsen und Steinbrüchen des bayerischen Jura. Die bekannteste dieser urwüchsigen Stein- und Felsenformationen ist die Felsengruppe der „12 Apostel“: die mächtig aufragenden Dolomitfelsen bei Solnhofen überschatten die Altmühl und beherbergen in ihrer Umgebung viele seltene Tier- und Pflanzenarten auf Magerrasen und Wacholderheiden. Ein beliebtes Ziel für Wasserratten ist der künstlich angelegte Altmühlsee, ein Stausee bei Gunzenhausen, der mit mehreren anderen Seen der Umgebung zum Fränkischen Seenland gehört. Der See wird nicht nur zum Segeln, Surfen und Baden genutzt, sondern ist auch ein bedeutendes Vogelschutzgebiet.
Das Kloster Weltenburg hat die älteste Klosterbrauerei, Altmühltal

Das Kloster Weltenburg hat die älteste Klosterbrauerei – © claudia hake- fotolia.com

Sehenswert sind auch die vielen Hofgärten und Schlossparks der verschiedenen Burgen und Schlösser, beispielsweise der „Hortus Eystettensis“ auf der Willibaldsburg, der zu den bekanntesten Gärten Deutschlands zählt, der Schlosspark Dennenlohe oder auch die Gräflichen Hofgärten auf der Burg Pappenheim.

Über Burgen, Thermen und Fossilien: Sehenswürdigkeiten im Altmühltal

Die Spuren vergangener Epochen und Zeitalter sind im Altmühltal überall sichtbar: Fossilien zeugen von den Dinosauriern, Thermen und den Grenzwall Limes haben die Römer hinterlassen, und überall erheben sich Burgen, Schlösser, Kirchen, Klöster und andere Bauwerke über das Tal der Altmühl. Das Altmühltal ist ein besonderer Ort für Archäologen und solche, die es werden wollen: Fossilien des Urvogels Archaeopteryx wurden an keiner anderen Ausgrabungsstätte weltweit gefunden, und in zahlreichen Hobbysteinbrüchen können Jung und Alt selbst auf Fossilienjagd gehen. Bemerkenswert sind auch jene Bauwerke, die die Römer hinterließen: neben dem Weltkulturerbe Limes und mehreren Kastellen sind dies vor allem die römischen Thermen, die man in Weißenburg freigelegt hat.
Dollnstein Burgsteinfelsen, Altmühltal

Dollnstein Burgsteinfelsen zum Klettern – © VS- fotolia.com

Das Altmühltal ist zudem reich an sehenswerten Burgen, Schlössern, Kirchen und Klöstern: der Eichstätter Dom gehört zu den bedeutendsten mittelalterlichen Baudenkmälern Bayerns, das Kloster Weltenburg ist die älteste klösterliche Niederlassung in Bayern und in der Sola-Basilika in Solnhofen lassen sich Reste von sechs Kirchenbaute seit dem 6. Jahrhundert nachweisen. Sehenswert sind auch das Renaissanceschloss Neuburg, die über 1000 Jahre alte mittelalterliche Burg Pappenheim sowie die Befreiungshalle, das Wahrzeichen von Kelheim.

Wandern, Radfahren, Klettern: Aktiv durchs Altmühltal

Die herrliche Natur- und Kulturlandschaft des Altmühltals lässt sich am besten zu Fuß oder mit dem Fahrrad entdecken: zahlreiche ausgeschilderte Rad- und Wanderwege durchziehen das Tal und machen insbesondere den Naturpark Altmühltal erlebbar, und die vielen Steilhänge und Felsen sind ideales Revier für Klettersportler. Einer der schönsten Wanderwege der Region ist der Altmühltal-Panoramaweg, der über 200 km von Gunzenhausen nach Kelheim führt und auf naturnahen Wegen entlang an schönen Aussichtspunkten, mittelalterlichen Bauwerken und malerischen Städten verläuft. Interessant ist auch der Limes-Wanderweg, der zu großen Teilen direkt am Weltkulturerbe römischer Grenzwall entlangführt und den man auch mit dem Rad befahren kann. Der Altmühltal-Radweg folgt der Altmühl von ihrer Quelle bis zur Donau – ein idealer Radweg, um den Naturpark bequem zu erkunden.

Bildquellen

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2019-05-15T11:59:45+00:00
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