Der Heidschnuckenweg: Wege durch die Heide

Die Lüneburger Heide ist die größte geschlossene Heidefläche in ganz Europa. Charakteristisch für die dortige Landschaft ist das rosafarbene Heidekraut, auch Erika genannt, sie macht die Region so unverwechselbar. Der Heidschnuckenweg wurde letztes Jahr zum schönsten Wanderweg Deutschlands gekrönt – aus diesem Grunde lohnt sich ein Besuch dort auf alle Fälle!

Wandern auf dem Heidschnuckenweg

Der Heidschnuckenweg befindet sich zwischen Hamburg und Celle und besitzt eine Gesamtlänge von 223 Kilometern. Startpunkt ist im Süden von Hamburg und den Schluss der Wanderroute bildet die ehemalige Residenzstadt Celle. Wer die unterschiedlichen Gesichter der Lüneburger Heide einmal kennenlernen möchte, wird mit dem Heidschnuckenweg sicherlich richtig liegen. So werden dem Besucher unterwegs zum Beispiel zwei Naturparks, der Wilseder Berg oder die Harburger Berge begegnen.

 

Heidschnuckenweg - Wegemarkierung H

Heidschnuckenweg – Wegemarkierung H
© Gundolf Renze – Fotolia.com

Der Wanderweg wurde in 14 Etappen untergliedert, und wer eine gute Kondition besitzt, kann die Strecke in zehn Tagen bewältigen. Doch ganz allgemein betrachtet ist der Heidschnuckenweg sowohl für ambitionierte Wanderer als auch für Hobbyausflügler gut geeignet, denn die Lüneburger Heide besitzt ein eher flaches Landschaftsprofil. Am schönsten ist die Wanderroute natürlich im August und September, wenn die Heide in ihrer vollen Pracht erblüht. Allerdings ist eine Wanderung in der Herbstzeit ebenso reizvoll, denn dann sind die Blätter unterschiedlich bunt gefärbt.

 

Schäfer in der Lüneburger Heide

Schäfer in der Lüneburger Heide © crimson – Fotolia.com

Der Ilmenau-Radweg

Inmitten der Heide gibt es zahlreiche Rad- und Wanderwege, und wenn man ein wenig Glück hat, kann man sogar eine Herde von Heidschnucken mit ihrem Schäfer erblicken. Einer dieser Pfade heißt Ilmenau-Radweg, er führt den Besucher durch eine idyllische Naturlandschaft und ruhige Straßen. Der Radweg ist 120 km lang und entstand als gemeinschaftliches Projekt von Uelzen, Lüneburg und Harburg. Je nachdem für welchen Streckenabschnitt man sich entscheidet, kommt man durch Ortschaften wie Bad Bodenteich, Bad Bevensen, Bienenbüttel, Lüneburg oder Winsen.
Die Ilmenau ist ein Nebenfluss der Elbe und ihr Weg verläuft genau durch die Lüneburger Heide. Da man die Natur rund um den Fluss schützen wollte, baute man nicht extra neue Straßen für Radfahrer, sondern nutzte jene, die es bereits gibt; aus diesem Grunde verlaufen manche Strecken nicht unmittelbar an der Ilmenau entlang.

Abgesehen davon ist der Ilmenau-Radweg stark auf Besucher ausgelegt: es gibt eine Beschilderung, Bänke zum Rasten sowie Schutzhütten, falls man unterwegs vom Regen überrascht werden sollte. An den Hütten wurden Übersichtstafeln für eine bessere Orientierung angebracht. Obendrein wurden entlang des Radwegs Informationsschilder aufgestellt, die den Besucher über die Region und die dortige Natur näher informieren. Wenn Sie sich schon vorab ein Bild über den Ilmenau-Radweg machen wollen, können Sie eben genannte Informationsschilder auch im Internet abrufen.

2017-07-30T22:43:20+00:00