Priener Postkartenweg: Erlebnisreiche Wanderung am Chiemsee

Am „Bayerischen Meer“, wie der Chiemsee auch genannt wird, liegt der Kneippkurort Prien im bayerischen Alpenvorland. Ein vielfältiges Angebot an Freizeitaktivitäten erwarten den Urlauber rund um den Chiemsee. Inlineskating, Wassersport, Mountainbike- und Wandertouren und mehr machen den Aufenthalt im Chiemgau zu einem kurzweiligen Erlebnis. Ausgesucht haben wir den Priener Postkartenweg mit Start an der Munzinger Linde zwischen Prien und Munzing. Wer direkt in Prien loswandern möchte, kann bereits auf der „Priener Schleife“ einiges zum Ort erfahren. Die Tour ist vom Frühjahr bis in den Herbst geeignet und hat eine Länge von ca. 13,5 km. Sie ist meist eben und nur leicht ansteigend, somit auch für ungeübte Wanderer geeignet. Damit man sich nicht verläuft, folgt man am besten dem Wegesymbol in Form einer Briefmarke.

Der Priener Postkartenweg am Chiemsee hat seinen Namen verdient

Wie der Name „Postkartenweg“ bereits verspricht, präsentiert sich die Landschaft malerisch wie das Motiv einer Postkarte. So ist es für jeden Fotograf eine Freude, die imposanten Ausblicke auf die naheliegenden Alpen für zu Hause einzufangen. So kann man z. B. auch herausfinden, wie das damalige Motiv des Chiemseemalers Bartholomäus Wappmannsberger heute aussieht und es durch einen Bilderrahmen hindurch fotografieren.

Entlang der malerischen Strecke geben Informationstafeln Auskunft zu Tradition, Landschaft und Kultur der Chiemsee-Region, beginnend mit der Begrüßungstafel an der Munzinger Linde. Am Bundwerkstadl gibt es ein interaktives Ratespiel, bevor an der Arbinger Kapelle innegehalten wird. In Urschalling an der St. Jakobus Kirche erzählt der Freskenzyklus Szenen aus dem Alten und Neuen Testament. Wer Lust und Kraft für einen Abstecher hat, kann den Berg hinauf zur St. Salvator-Wallfahrtskirche wandern, die anlässlich eines Wunders errichtet wurde. Am Eichental-Schützenhaus werden mit Bildern auf Schützenscheiben anschaulich Ereignisse in und um Prien erzählt. In Prien angekommen sollte man sich den Marktplatz aus dem 15. Jahrhundert und das historische Handwerkerviertel im Ortsteil Gries nicht entgehen lassen. Das E-Werk in Eichental versorgt Prien seit 1907 mit Strom. Um mehr zu erfahren, darf der Wanderer fleißig kurbeln… Mehr wollen wir jedoch nicht verraten.

2017-07-30T21:20:57+02:00