Sylt: Über Nordseeluft, Wanderdünen und das Wattenmeer

Sylt ist nicht nur die größte nordfriesische Insel und die größte deutsche Nordseeinsel, das Eiland mit der nördlichsten Gemeinde Deutschlands ist vor allem ein Reiseziel mit besonderem Flair: Sandstrände und Wattenmeer liegen dicht beieinander, Kliffs, Dünen, Salzwiesen und Heidelandschaften prägen das Bild der Insel, und das Reizklima ist ideal für Erholungssuchende. Sylt ist immer eine Reise wert!

Steilküsten, Wattenmeer und Wanderdünen: Natur erleben auf Sylt

Sylt bietet beeindruckende Naturlandschaften auf kleinem Raum: weite Sandstrände an der Westseite, das Naturschutzgebiet Wattenmeer im Osten, beeindruckende Kliffs und Steilküsten, Wanderdünen, weite Wiesen und blühende Heidelandschaften, und dazu die Brandung der Nordsee – das alles ist fußläufig zu erreichen und trägt somit zum besonderen Reiz der Insel bei. Interessante Natursehenswürdigkeiten neben Küste und Wattenmeer sind die Lister Wanderdünen, die jedes Jahr bis zu 10 m nach Osten vorankommen und unter Naturschutz stehen. Die höchste Erhebung der Insel mit 52 m ist ebenfalls eine Düne: die Uwe-Düne bei Kampen bietet bei klarer Sicht einen herrlichen Blick über ganz Sylt. Besondere Aus- und Anblicke bieten die Kliffs der Insel: das Rote Kliff zwischen Wenningstedt und Kampen enthüllt den namensgebenden Farbenzauber bei Sonnenuntergang, und am Morsum-Kliff kann man 10 Millionen Jahre Erdgeschichte komprimiert auf wenige Quadratkilometer bestaunen. Auf der Spitze Deutschlands steht der Besucher auf dem Ellenbogen nördlich von List. Interessant sind auch Führungen durch das Naturschutzgebiet Braderuper Heide, insbesondere im Spätsommer, wenn die Heide in lila Farben leuchtet.
Sylt am Morgen am Strand

Sylt – Nordsee – am Morgen am Strand, Dünen im Sonnenlicht – © Jenny Sturm- fotolia.com

Leuchttürme, Steingräber und Kapitänshäuser: Sehenswürdigkeiten auf Sylt

Abseits der beeindruckenden Naturlandschaften hat Sylt in den Inselgemeinden viel zu bieten: sehenswert ist beispielsweise der höchste Leuchtturm der Insel bei Kampen sowie das Sylter Heimatmuseum und das Altfriesische Haus in Keitum, das ein Museum für Alt-Sylter Wohnkultur beherbergt. Ebenfalls in Keitum kann man alte Kapitänshäuser und die typischen baumbestandenen Straßen besichtigen. Tief in die Geschichte der Insel eintauchen kann man südwestlich von Tinnum sowie in Wenningstedt: die Tinnumburg ist ein kreisförmiger Wall aus dem 1. Jahrhundert v. Chr. und diente wahrscheinlich als heidnische Kultstätte. Der Denghoog in Wenningstedt ist ein vor über 5000 Jahren angelegtes, begehbares Großsteingrab und ist eines der größten Megalithgräber Nordeuropas. Nicht nur für Familien interessant ist der Tierpark Tinnum mit einer schönen Gartenanlage, der mehr als 300 Tierarten beherbergt, sowie das Sylt-Aquarium mit 25 Becken und gläsernen Tunneln und das Erlebniszentrum Naturgewalten in List, das Klima, Wetter und die Kräfte der Natur für den Besucher erlebbar macht.
Leuchtturm Sylt Hörnum mit Strohdach-Häusern

Leuchtturm Sylt Hörnum mit Strohdach-Häusern – © artistdesign_de- fotolia.com

Radelparadies Sylt: Aktiv über die Insel

Die Schönheiten Sylts kann man auf unterschiedlichen Wegen entdecken: zu Fuß auf Wattwanderungen, Heideführungen oder Strandspaziergängen, mit dem Rad von Ort zu Ort oder mit Stöcken als Nordic Walker auf ausgeschilderten Strecken über Dünen und durch Salzwiesen. Reizvoll, aber auch anspruchsvoll ist eine Nord-Süd-Tour mit dem Rad entlang der Trasse der ehemaligen Inselbahn. Gemütlicher geht es rund um das Rantumbecken zu – auf einer Radtour rund um das eingedeichte Becken, das ein bedeutendes Vogelbrutgebiet ist. Besonders gut kann man die Inselorte mit dem Rad verbinden: von Westerland aus gibt es Radrundwege nach List, Hörnum und Morsum.
2019-03-18T15:27:36+00:00
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