Der Märkische Landweg verläuft über rund 220 km durch drei Nationale Naturlandschaften Brandenburgs: den Naturpark Uckermärkische Seen, das Biosphärenreservat Schorfheide-Chorin sowie das östlichste Schutzgebiet des Landes, den Nationalpark Unteres Odertal.

Der Märkische Landweg: Highlights und Etappen

Wanderweg in der Uckermark - Uckermärker Landrunde

Wanderweg in der Uckermark © Friedberg – fotolia.com

Wanderer auf dem Märkischen Landweg können auf der ganzen Strecke quer durch die Uckermark eine von der Eiszeit geformte Landschaft bewundern. Rinnenseen und Endmoränen wechseln sich ab mit sandigen Kiefernwäldern und vielgestaltigen Laubmischwäldern mit Buchen und Eichen, und dazwischen liegen Felder und Wiesen. Die dünn besiedelte Region nahe der Oder ist geprägt von urigen Sumpf- und Auenwälder entlang von Flussaltarmen – ein Gebiet, das als das intakteste Flussauenlandschaft Europas gilt und ein Paradies als Brut-, Rast- oder Überwinterungsplatz für Wasservögel darstellt. Seinen Anfang nimmt der Märkische Landweg in Feldberg und führt über sehenswerte Städte und Dörfer wie Lychen, Templin, Angermünde, Stolpe und Schwedt nach Mescherin. Der Wanderweg ist in 10 Etappen eingeteilt und kann problemlos individuell geplant werden.

Tipp: Für Bahnreisende empfiehlt sich der Start in Fürstenberg, erreichbar mit dem Regionalexpress direkt von Berlin in etwa einer Stunde. Der Wanderweg verläuft über Himmelpfort nach Lychen und trifft dort auf die Hauptstrecke.

1. Etappe: Feldberg – Kolbatzer Mühle (14 km): Los geht es am ehemaligen Bahnhof Feldberg, Hauptort der Gemeinde und des Naturparks Feldberger Seenlandschaft. Man wandert entlang des Schmalen Luzins und weiter am Dreetz- und Krüselinsee. Highlights der Etappe sind das Haus des Schriftsteller Hans Fallada in Carwitz sowie der Aussichtsberg auf der Halbinsel Bohnenwerder.

See bei Lychen

See bei Lychen © Gundula Vogel / pixabay

2. Etappe: Kolbatzer Mühle – Lychen (14 km): Das Etappenziel der zweiten Etappe erreicht man über Küstrinchen und Fegefeuer. Der einstige Verbannungsort des Klosters Himmelpfort für Mönche ist ein idyllisch mitten im Wald am Küstriner Bach gelegener Flecken. Lychen ist wie eine Insel ringsum von sieben Seen umgeben und lädt nicht nur zu einem Stadtbummel, sondern auch zu einer Fahrt mit dem Ausflugsschiff.

3. Etappe: Lychen – Templin (24 km): Die dritte Etappe verläuft zunächst an den Ufern von Zenssee und Platkowsee. Idyllisch mitten im Wald liegt das Kirchlein im Grünen von Alt Placht. Das kleine Dorf Annenwalde lohnt sich für einen Abstecher. Durch märkischen Kiefernwald und auf einem herrlichen Pfad am Großen Mahlgastsee entlang erreicht man die Seenkette von Templin. Sehenswert in der Stadt, ein staatlich anerkanntes Thermalsoleheilbad, ist die historische Altstadt.

Blick auf Templin - Der Märkische Landweg

Blick auf Templin © Gundula Vogel / pixabay

4. Etappe: Templin – Ringenwalde (27 km): Ruhe und Einsamkeit des märkischen Waldes prägen die vierte Etappe auf dem Märkischen Landweg. Zunächst geht es entlang des Templiner Stadtsees nach Libbesicke, danach ist es nicht mehr weit zum Etappenziel. Sehenswert in Ringenwalde sind die Kirche mit der Migendt-Orgel und der von Lenné gestaltete Schlosspark mit dem Riesenstein.

5. Etappe: Ringenwalde – Wolletz (21 km): Erstes Zwischenziel auf der fünften Etappe ist Poratz mit seinen schlichten, aber sehr gepflegten Fachwerkhäusern. Weiter geht es durch Wälder, darin eingebettet auch einige Seen und kleine Moore, und später durch Wiesen und Felder mit weiten Ausblicken. Am Großen Peetzigsee vorbei wandert man zwischen den Hügeln der Moränen durch die vielfältige Kulturlandschaft, bis Wolletz am Nordufer des gleichnamigen Sees erreicht ist.

Marktplatz mit Rathaus in Angermünde - Uckermärker Landrunde

Marktplatz mit Rathaus in Angermünde © Tilo Grellmann – fotolia.com

6. Etappe: Wolletz – Angermünde (10 km): Die sechste Etappe zwischen Wolletz und Angermünde gehört zu den attraktivsten des Märkischen Landwegs. Zunächst am Seeufer entlang geht es über die Welse durch urig wirkende Erlenbruchwälder. In Angermünde lohnt ein kurzer Abstecher zur Mündeseepromenade mit Gesteinsskulpturen aus eiszeitlichen Findlingen. Aber auch die Altstadt ist sehenswert.

7. Etappe: Angermünde – Stolpe (15 km): Der Märkische Landweg verlässt mit der siebten Etappe die Seen des Naturparks Uckermärkische Seen und des Biosphärenreservats Schorfheide-Chorin und taucht in das östlichste Schutzgebiet des Landes Brandenburg ein, den Nationalpark Unteres Odertal. Von der Anhöhe am Stolper Turm hat man eine wunderbare Sicht über große Teile des Nationalparks. Der Turm ist das Wahrzeichen des zu Angermünde gehörenden Dorfes Stolpe.

Schloss Criewen - Der Märkische Landweg

Schloss Criewen © Marc Dannenbaum / pixabay

8. Etappe: Stolpe – Schwedt (24 km): Höhepunkt der achten Etappe ist der von Lenné um 1820 im Stil englischer Landschaftsparks angelegte Gutspark in Criewen. Sehenswert ist auch das Besucherzentrum des Nationalparks mit großen Schauaquarien mit heimischen Fischen aus der Oder. Auch das Etappenziel Schwedt ist sehenswert; ein Viertel der Uckermärker lebt hier.

9. Etappe: Schwedt – Groß Pinnow (17 km): Offene Landschaften prägen die neunte Etappe des Märkischen Landwegs, die kleinen Dörfer bestehen aus großen Speichern und Scheunen. Einst war das Land an der Oder ein großes Tabakanbaugebiet. Auf bequemen Waldwegen geht es mal am Waldrand entlang, mal durch lichten Kiefern-, Lärchen- oder Laubwald nach Groß Pinnow.

10. Etappe: Groß Pinnow – Mescherin (19 km): Obstbaumalleen, Hohl- und Feldwege führen durch sanft wellige Landschaft der zehnten Etappe. Von Weitem sind die Türme von Gartz, die St. Stephanskirche, das Heilig-Geist-Hospital und das Stettiner Tor zu sehen. Vorbei an der Salveymühle 3 geht es noch einmal zu einem schönen Aussichtspunkt, dann ist Mescherin erreicht.

Bildquellen

  • Wanderweg in der Uckermark: © Friedberg - fotolia.com
  • See bei Lychen: © Gundula Vogel / pixabay
  • Blick auf Templin: © Gundula Vogel / pixabay
  • Marktplatz mit Rathaus in Angermünde: © Tilo Grellmann - fotolia.com
  • Schloss Criewen: © Marc Dannenbaum / pixabay
  • Stadtsee Templin: © Gundula Vogel / pixabay