Filterkaffee Zubereitung

Das erste Wiener Kaffeehaus öffnet 1683 seine Türen. Schon lange vorher wurde nach Überlieferungen aus Äthiopien die anregende Wirkung der Kaffeebohne entdeckt. Im 17. Jahrhundert war der Kaffee allerdings ein Luxusgetränk und dessen Genuss nur reichen Bürgern vorbehalten. Mittlerweile ist der Kaffee in all seinen Variationen – vom Latte Macchiato über die Wiener Melange bis hin zum klassischen Espresso – ein Trendgetränk und das Genussgetränk Nummer eins. Doch dass Kaffeetrinken mehr ist als die Tasse aus dem Kaffeevollautomat, möchten wir Ihnen beweisen. Hinzu kommen noch der Genuss von Kaffeegebäck und Pralinen, die den herben Genuss versüßen. 

Happy Coffee

Der Klassiker neu entdeckt: der Filterkaffee

Der Filterkaffee ist wieder im Trend – selbst Cafés bieten ihn wieder häufiger an. Um das Aroma frisch zu halten, empfiehlt es sich die Bohnen erst kurz vor der Zubereitung zu mahlen. Für die Zubereitung bietet sich der Porzellankaffeefilter von Melitta an, den es immer noch gibt und den man auch auf jedem Flohmarkt finden kann. Je nach Aufbrühgefäß ist nicht immer ein Papierfilter notwendig. Die Methode mit dem French-Press kommt ohne Filter aus und ist in vielen Haushalten bereits vorhanden. Der daraus optional entstehende Milchkaffee besteht zur Hälfte aus Kaffee und zur Hälfte aus Milch; im Gegensatz zum Cappuccino, der aus Espresso und Milch besteht. 

Die italienischen Klassiker: der Latte Macchiato, der Cappuccino und der Espresso

Der Cappuccino ist wohl die populärste italienische Kaffeespezialität. Sie wird aus Espresso und heißem Milchschaum zubereitet. Ein typisch italienischer Cappuccino besteht zu einem Drittel aus Espresso und zu zwei Drittel aus aufgeschäumter heißer Milch. Der Cappuccino wird mit etwas Kakao bestreut. Der Latte Macchiato, der in den 2000er Jahren in Deutschland zum hippen Trendgetränk wurde, das in hohen Gläsern serviert wird, besteht aus einem Drittel Espresso, einem Drittel Milch und einem Drittel Milchschaum. Beim Espresso werden Kaffeebohnen verwendet, die jedoch länger und dadurch dunkler geröstet wurden. Der Espresso kann mit Hilfe eines Espressokochers oder eines automatischen Siebträgers hergestellt werden. 

Die Wiener Melange mit einer guten Portion Charme

Die Melange ist die populärste Kaffeespezialität in Österreich. Hierbei wird Kaffee mit Milch zu gleichen Teilen vermischt und diese Mischung mit einem Milchschaum oder einer Sahnehaube – auch Schlagoberst genannt – gekrönt. Die Kaffeespezialität wurde in Wien um 1830 zum ersten Mal angeboten und ist bis heute „die“ Spezialität in den legendären Wiener Kaffeehäusern, welche eine weltweit populäre Kaffee- und Gebäckkultur mit besonderem Charme offerieren.

Der Türkische Mokka mit Kaffeesatz

Beim Türkischen Mokka – wie er im arabischen Raum gerne getrunken wird – kocht man das Kaffeepulver, je nach Gusto mit oder ohne Zucker, und 300 ml Wasser in einem kleinen Topf. Wenn Kaffeeschaum aufsteigt, ist das ein Zeichen dafür, dass der Mokka fertig ist. Anschließend gießt man den Kaffee mitsamt des Kaffeesatzes in die dafür vorgesehenen Mokka-Tassen. Verfeinert wird das Getränk mit Kardamom, Nelke und Rosenwasser. Außerdem benötigt man sehr fein gemahlenes Kaffeepulver. Die optimalen Gefäße zur Zubereitung, sogenannte Kannen, erhält man in orientalischen Lebensmittelläden. Es funktioniert aber auch mit einem gewöhnlichen Topf und kleinen (Espresso-)Tassen. 

Der Einspänner – noch ein Wiener

Auch der Einspänner kommt aus dem Kaffeehausland Österreich. Der Name Einspänner kommt von den Wiener Kutschern, die ein von einem Pferd gezogenes Fuhrwerk – namens Einspänner – mit der einen Hand zogen und mit der anderen den Kaffee tranken. Durch die üppige Haube an Schlagoberst, die auf dem heißen, starken Kaffee sitzt, blieb der Einspänner lange warm und konnte so in der nächsten Pause genossen werden. Der Einspänner wird in einem Glas ohne Henkel serviert und vor dem Trinken in der Regel nicht umgerührt. 

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