Das Internationale Maritime Museum in Hamburg

Neuen Horizonten entgegen führt die Ausstellung im Internationalen Maritimen Museum Hamburg (IMMH). Die neun Ausstellungs-Decks im Kaispeicher B erzählen von Entdeckern und Eroberern, von Kapitänen und einfachen Seeleuten – eine Expedition durch 3.000 Jahre Menschheitsgeschichte.

Der Kaispeicher B in der Hamburger Speicherstadt

Das Internationale Maritime Museum, Der Kaispeicher B: Hamburgs ältester noch erhaltener Speicherbau

Der Kaispeicher B: Hamburgs ältester noch erhaltener Speicherbau © vdl

Basis des Museums ist die Sammlung von Professor Peter Tamm. Die weltweit größte maritime Privatsammlung wurde in eine Stiftung überführt und im Kaispeicher B in der HafenCity der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Er wurde in den Jahren 1878/79 erbaut und ist heute der älteste Speicher Hamburgs. 2005 bis 2006 wurde der Speicher behutsam zu einem Museum umgebaut, so dass im Juni 2008 die 1.000 großen und 36.000 Miniaturmodelle, 5.000 Gemälde, Grafiken Aquarelle sowie viele weitere Exponate in das Maritime Museum einziehen konnten.

Das Internationale Maritime Museum, Die Freitreppe im Foyer führt auf die Themendecks

Die Freitreppe im Foyer führt auf die Themendecks © vdl

Die Dauerausstellung im Maritimen Museum

Die Ausstellung gliedert sich in neun Decks mit eigenen Themenschwerpunkten.

Deck 1: Die Entdeckung der Welt: Navigation und Kommunikation

Dieses Deck geht der Frage „Wie wusste der Kapitän eines historischen Segelschiffes, wo er war und wohin er fahren musste?“ auf den Grund. Kompass, Astrolabium, Sextant und weitere historische Navigationsgeräte sowie Flaggen und Modelle von Lotsenschiffen und Leuchttürmen veranschaulichen die Themen Navigation und Kommunikation.

Deck 2: Mit dem Wind um die Welt: Schiffe unter Segeln

Dieses Deck erzählt anhand von Modellen von Segelschiffen über die Fortschritte der Seefahrt von der Antike bis in 20. Jahrhundert. Beleuchtet werden auch die Leistungen der Seefahrernationen wie der Spanier, Osmanen, Engländer und Niederländer.

Das Internationale Maritime Museum, Wer früher ein Schiff bauen wollte, ging in den Wald und suchte nach geeigneten Bäumen für die Spanten

Wer früher ein Schiff bauen wollte, ging in den Wald und suchte nach geeigneten Bäumen für die Spanten © vdl

Deck 3: Geschichte des Schiffbaus: Vom Handwerk zur Wissenschaft

Hier wird anhand von einem Einbaum, von William Keltridge 1684 angefertigten Schiffsbauplänen und dem Modell einer Antriebsmaschine der „Titanic” aufgezeigt, wie Schiffe und Boote das technische Wissen der Epochen und Regionen repräsentieren, in denen sie entstanden sind.

Deck 4: Dienst an Bord: Im Zeughaus der Geschichte

Die Ausstellungsobjekte auf diesem Deck verdeutlichen das Leben von Seemännern und Matrosen auf einem Segelschiff. Auszüge aus Berichten von Zeitzeugen ergänzen die Ausstellungsobjekte.

Deck 5: Krieg und Frieden: Marinen der Welt seit 1815

Dieses Deck zeigt die historischen Verflechtungen der Entdeckung der Seewege nach Indien und Amerika mit dem Kolonialismus und den aufstrebenden Großmächten Portugal, Spanien, Frankreich, Großbritannien und Holland.

Das Internationale Maritime Museum, Passagierschifffahrt und Kreuzfahrt-Feeling auf Deck 6

Passagierschifffahrt und Kreuzfahrt-Feeling auf Deck 6 © vdl

Deck 6: Moderne Seefahrt: Handels- und Passagierschifffahrt

Hier erfährt man, wie sich der Gütertransport seit der Zeit der Dampfmaschinen verändert hat und taucht in das Phänomen Kreuzfahrt ein – mit den beiden Originalkabinen der „Hanseatic” und der „Sea Cloud II”.

Deck 7: Expedition Meer: Das letzte Geheimnis der Erde

Wie das Meer erforscht wird, welche Chancen, aber auch Gefahren der Ozean der Zukunft birgt, wird auf diesem Deck thematisiert. Von James Cook, Georg Forster und Karl Chun geht es zu den großen Meeresforschungsinstituten von heute.

Das Internationale Maritime Museum, Die SANTA MARIA des Christoph Columbus aus purem Gold in der Schatzkammer auf Deck 8

Die SANTA MARIA des Christoph Columbus aus purem Gold in der Schatzkammer auf Deck 8 © Michael Zapf

Deck 8: Kunstsammlung: Marinemalerei und Schatzkammer

Gezeigt werden Gemälde aus fünf Jahrhunderten von Künstlern wie Jan Porcellis, Willem van der Velde, Lyonel Feininger und Karl Schmidt-Rottluff sowie Schiffe aus Gold, Silber und Bernstein.

Deck 9: Modelle: Die große Welt der kleinen Schiffe

Ein Teil der über 40.000 Model fassenden Sammlung des Museums aus Schiffen, Seeschlachten und Hafenlandschaften ist hier zu sehen.

Internationales Maritimes Museum Hamburg
Peter Tamm Sen. Stiftung
Kaispeicher B
Koreastraße 1
20457 Hamburg
www.imm-hamburg.de

2018-03-28T16:46:40+02:00
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