Winter am Strand – Kaltwasser Surfing, Kitebuggying

Kaltwasser Surfing

Wie es der Name bereits verrät, handelt es sich hier nicht um das sonnige Surfen auf Hawaii oder Bali. Erst bei winterlichen Temperaturen laufen sich die meisten Kaltwasser-Surfer so richtig warm. Das passende Revier für diese Sportart findet man auf den Gewässern Nordeuropas: das stürmische Meer ist jedoch nicht für jedermann gedacht, denn die unruhige und raue See stellt oftmals eine besondere Herausforderung beim Surfen dar. Des Weiteren steht man hier nicht leichtbekleidet und braungebrannt in Shorts auf dem Brett, sondern in einem gut schützenden Neoprenanzug und Handschuhen gegen die fiese Kälte. Was die meisten beim Kaltwassersurfing antreibt, ist natürlich zuallererst die sportliche Herausforderung aufgrund des hohen Wellengangs und ein im Winter menschenleerer Surfspot.

Windsurfer - Surfing

Windsurfer © chrisberic – Fotolia.com

Neben den Wellenreitern tummeln sich auch gerne Wind- und Kitesurfer an den im Winter leeren Stränden. Wohnt man nicht direkt an der Küste, kann man sich auf die Suche nach einer Winterwasserskianlage machen. Dort wird man wie bei einem Skilift entweder mit Wasserski oder wahlweise einem Wakeboard durch das Gewässer gezogen, ein paar Schanzen im See sorgen für Abwechslung und Schwung.

Surfer in der Welle - Surfing

Surfer in der Welle
© bevisphoto – Fotolia.com

Kitebuggying

An vielen Orten ist die Sportart Kite Buggying möglich. Hier bieten sich vor allem ein Strand, Wiesen oder Sportflugplätze an. Dabei sitzt der Sportler auf einem dreirädrigen Kitebuggy, den er mit den Füßen lenkt und sich dabei von einem Kite ziehen lässt. Der Kite ist meistens ein 4-leiniger Mattendrachen (z.B. Airfoils, Parafoils oder Schirm genannt), der denen der Gleitschirmflieger sehr ähnelt. Diese werden nur durch den Wind in Form gebracht.

Vortrieb erhält man ähnlich wie beim Segeln. Man bewegt sich immer quer zur Windrichtung, hält somit den Kite auf Zug und kann dessen Kraft zur Vorwärtsbewegung nutzen. In gewissen Grenzen ist es auch möglich, vom Wind weg zu fahren (Abfallen) oder dem Wind entgegenzufahren (Aufkreuzen). Wie auch beim Kitesurfen, wird beim Buggyfahren häufig eine Bar verwendet. Das ist eine Alustange, die mit Stoff umwickelt ist. Es wird jedoch nicht jeder Kite mit einer Bar geflogen: Es gibt auch Kites, die mit Handles geflogen werden. Handles sind zwei gebogene Alu- oder Kunststoffstangen. Diese Art ist komfortabler, da jeder Arm einzeln belastet wird. Es gibt einige Veranstalter, die Anfängerkurse und Lizenzen anbieten, denn hier ist Vorsicht geboten:  In Deutschland ist das Fahren ohne Lizenz in vielen Gebieten verboten. Deshalb sollte man sich vorher erkundigen, in welchen Gebieten was erlaubt ist.

Ein passendes Video finden Sie hier: http://dw.com/p/1Ex7v

2016-10-28T10:50:48+02:00
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