Igor Yakushchenko, Porträt

Zur Person

Geboren und aufgewachsen ist Igor Yakushchenko in der Ukraine. Schon mit 15 Jahren ist er nach Deutschland gezogen. Dort absolvierte er mehrere Sprachkurse und begann unmittelbar seine Kochausbildung im Burghotel Falkenstein in Pfronten, Allgäu. Danach arbeitete er im Hotel Allgäu Sonne, im Hotel Sonnenalp Resort und im Hotel Engel Obertal, bis er letztendlich 2018 als Küchenchef ins Le Corange nach Mannheim kam.

Aktuelle Auszeichnungen

  • Der Varta-Führer: ✔
  • Guide Michelin: ✔
  • Der Feinschmecker: ✔
  • Gault Millau: ✔
  • Schlemmer-Atlas: ✔
Igor Yakushchenko, Foodbild

Das Interview

Warum sind Sie Koch geworden?

Mein Großvater inspirierte mich dazu. Schon seit ich klein war, kann ich mich daran erinnern, dass mein Opa immer für die ganze Familie gekocht hat. Den Beruf hatte er zwar nicht erlernt, aber er hatte so viel Spaß dabei, dass die Liebe und Leidenschaft, die er versprühte, auf mich abfärbte.

Könnten Sie sich einen anderen Beruf vorstellen – und wenn ja, welchen?

Nein, ich bin mit Leib und Seele Koch. Alternativ würde für mich nur ein Beruf in Frage kommen, der ebenfalls etwas mit Lebensmitteln zu tun hat. Allerdings liebe ich es auch, an der Natur zu sein.

Was ist für Sie das Wichtigste beim Kochen?

Die Leidenschaft, die Liebe zum Detail und der Respekt vor den Lebensmitteln. Die Zusammenarbeit mit meinem Team, das sich täglich verbessert und sich weiterentwickelt. Ohne ein motiviertes Team ist es schwer, sich weiter zu entfalten.

Welches Essen macht Sie glücklich?

Seezunge esse ich sehr gerne, aber auch Schmorgerichte wie Sauerbraten und Rinderrouladen.

Was würden Sie niemals essen?

Bis jetzt habe ich immer alles probiert, da ich sehr neugierig bin und fremde Geschmäcker spannend und bereichernd finde.

Was bringt Sie aus der Fassung?

Ich bin ein sehr geduldiger Mensch – mich bringt kaum etwas aus der Fassung. Ich lege großen Wert darauf, dass sich jeder in meinem Team weiterentwickeln kann und aus seinen Fehlern lernt.

Das größte Lob, das Sie jemals bekommen haben?

Zufriedene und glückliche Gäste sind für mich täglich das größte Lob.

Wie haben Sie persönlich die gastronomische Corona-Pause überstanden?

Eine sehr herausfordernde Zeit für das gesamte Team. Letztendlich haben wir die Corona-Pause für kreative und neue Ideen genutzt. Heraus kamen neue, fantastische Geschmackserlebnisse, die wir jetzt unseren Gästen servieren dürfen.

Wie wird die Zukunft des Fine Dining nach Corona aussehen?

Ich hoffe, dass die Menschen etwas mehr Verständnis und Respekt für die Produkte und deren Herstellung bekommen, mehr auf saisonale und regionale Produkte achten und anfangen, mehr zu genießen.

Wo oder wie erholen Sie sich?

Am liebsten in den Bergen, in der Natur und an der frischen Luft.

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Bildquellen

  • Igor Yakushchenko, Porträt: © Sascha Perrone
  • Igor Yakushchenko, Foodbild: © Sascha Perrone