Schwerin ist Landeshauptstadt und zweitgrößte Stadt Mecklenburg-Vorpommerns und früherer Sitz der Großherzöge von Mecklenburg-Schwerin. Davon zeugt heute noch das Wahrzeichen der Stadt, das Schweriner Schloss, Märchenschloss und Sitz des Landtags. Aber Schwerin hat noch einiges mehr zu bieten – Seen, Natur und eine herrliche Altstadt machen die Landeshauptstadt zu einem lohnenden Ausflugsziel. Wir stellen einige Besonderheiten in und um Schwerin vor.

Freilichtmuseum für Volkskunde Schwerin-Mueß: Am Südufer des Schweriner Sees liegt das Freilichtmuseum Mueß mit alten Bauernhäusern, Obstgärten, uralten niederdeutschen Hallenhäusern und einer alten Dorfschule. Das Fenster in die Vergangenheit bietet 17 museal eingerichtete Gebäude sowie Ausstellungen, Pflanzen- und Kunsthandwerkermärkte, Veranstaltungen mit traditioneller Musik, niederdeutsche Theatervorführungen, Märchenpuppenspiele, Seminare, Vorträge, Kinderfeste und vieles mehr. Zudem kann man hier Nutztiere wie Schafe, Bienen und Hühner erleben.

Schweriner Schloss - Radweg Hamburg-Rügen

Schweriner Schloss © hardyuno – fotolia.com

Schloss: Das ehemalige Residenzschloss in Schwerin ist einer der bedeutendsten Bauten des Historismus in Deutschland und erhielt sein jetziges Aussehen im Stile der Neorenaissance im 19. Jahrhundert. Besonders sehenswert im Museum des Schlosses sind die großherzöglichen Repräsentationsräume. Ebenfalls nicht entgehen lassen sollte man sich den Schlossgarten, der im Stil im Stil französischer Barockgärten gestaltet wurde. Im Burggarten im Stil eines englischen Landschaftsgartens kann man seltene Bäume und Pflanzen bestaunen.

Insel Kaninchenwerder: Die unter Naturschutz stehende Insel Kaninchenwerder liegt im Schweriner See und bietet ursprüngliche Natur und Abgeschiedenheit. Erreichbar ist das kleine Refugium zwischen Mai und September mit den Schiffen der Weißen Flotte. Kaninchenwerder bietet neben Ruhe und Natur einen Erlebnispfad und einen Aussichtsturm mit tollem Blick auf die Stadt Schwerin und die Seenlandschaft. Weitere Highlights der Insel sind eine Badestelle in der Nähe des Schiffsanlegers, eine Grill- und Feuerstelle sowie ein Zeltplatz für Übernachtungen.

Schweriner Dom - Radweg Hamburg-Rügen

Schweriner Dom © nordenfan – fotolia.com

Dom: Der Grundstein des Doms, eine dreischiffige Basilika aus Backstein, wurde im Jahr 1127 gelegt – heute besitzt der Schweriner Dom den höchsten Kirchturm Ostdeutschlands. Sehenswert im Inneren ist die farbliche Gestaltung – Gewölbe und Wände sind weiß, Kanten und Bänder in türkis und magenta gehalten – sowie die 1871 geweihte Orgel des berühmten Orgelbauers F. Ladegast. Ein Besuch des Doms lohnt sich auch dank dem 117,5 Meter hohen Kirchturm: von hier oben genießt man einen atemberaubenden Blick über die Stadt mit ihren idyllischen Seen und Wäldern.

Grambower Moor: Einen Ausflug in eine ganz besondere Landschaft kann man südwestlich von Schwerin machen: Das Grambower Moor ist ein Naturschutzgebiet und liegt zwischen den Ortschaften Grambow, Wittenförden, Zülow und Stralendorf. Über 200 Jahre lang wurde im Moor Torf abgebaut – Zeugnisse und Spuren dieser Vergangenheit kann man auf einem Rundweg und Lehrpfad erwandert werden. Zudem befindet sich auf Gut Grambow eine Daueraustellung zur Flora und Fauna des Moores, der Geschichte des Torfabbaus in der Gegend und der angestrebten weiteren Renaturierung des Moores.

Pfaffenteich Schwerin

Pfaffenteich Schwerin © DR pics – stock.adobe.com

Pfaffenteich: Der im Stadtzentrum von Schwerin gelegene Pfaffenteich entstand wahrscheinlich im 12. Jahrhundert und ist heute ein Muss für einen Rundgang entlang von Schwerins „kleiner Binnenalster“. Diesen Beinamen verdankt die Flaniermeile dem historisch wertvollen Häuserensemble aus dem 19. Jahrhundert. Vom Nordufer genießt man einen einzigartigen Panoramablick auf die Schweriner Altstadt, und am Südufer locken die Cafés mit ihren Sommerterrassen zu einer Pause. Besonders für Kinder ist eine Fahrt mit der Pfaffenteichfähre „Petermännchen“ ein Erlebnis.

Altstadt: Die Altstadt versprüht das besondere Flair der im Jahre 1160 gegründeten Stadt Schwerin: sehenswerte Gebäude, enge Straßen und Gassen sowie der Marktplatz prägen das Herz Schwerins. Cafés, Restaurants, Clubs und Geschäfte laden zum Verweilen ein, auf dem quirligen Marktplatz mit dem Löwendenkmal erhebt sich der Schweriner Dom, Antiquitätengeschäfte verstecken sich hinter liebevoll restaurierten Prunkfassaden und südlich des Marktplatzes trifft man eine enge Gasse die Buschstraße mit dem ältesten Fachwerkhaus in Schwerin.

Schloss Wiligrad

Schloss Wiligrad © Andreas Fischer – stock.adobe.com

Schloss Wiligrad: Ein Geheimtipp für Ausflüge ist das ehemalige herzogliche Residenzschloss Wiligrad, das malerisch auf einem Steilufer über dem Schweriner See liegt. Erbaut wurde das Schloss Ende des 19. Jahrhunderts im Stil der Neorenaissance. Nach 1945 diente das Schloss unter anderem als Militärhauptquartier, Lazarett, Flüchtlingsunterkunft, SED-Parteischule und Standort der Volkspolizei. Heute kann man hier eine Kunstausstellung im Schloss, die weitläufige Parkanlage mit Skulpturen und das Dorf Wiligrad besuchen. In der nahegelegenen Hofgärtnerei befindet sich ein beliebtes Ausflugscafé.

Schelfstadt: Die Schelfstadt, planmäßig angelegt Anfang des 18. Jahrhunderts, gilt als größtes zusammenhängendes Ensemble historischen Baubestands in Schwerin und zeigt sich heute mit Fachwerkfassaden, dicht gedrängten Spitzdächern und rotem Backstein. Romantische Gärten und große Höfe verstecken sich hinter so manchem Haus der Schelfstadt, die Ende der 1980er Jahre noch abgerissen werden sollte. Besonders sehenswert in diesem Stadtteil Schwerins sind die barocke Schelfkirche, das Kulturzentrum Schleswig-Holstein-Haus und die Konzertstätte „Der Speicher“.

Hafen Wismar

Hafen Wismar © kentauros – stock.adobe.com

Wismar: Wer Zeit hat für einen Tagesausflug, der sollte die rund 30 km von Schwerin entfernte Stadt Wismar besuchen. Die an der Ostsee gelegene Hafenstadt gehört zusammen mit Stralsund zum Weltkulturerbe der UNESCO. Zu sehen gibt es hier monumentale Kirchen, elegante Profanbauten und reizvolle Bürgerhäuser aus mehreren Jahrhunderten. Zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten in Wismar gehören der Marktplatz, die gotischen Backsteinkirchen und der Alte Hafen mit dem Wassertor. Zudem ist der Weg zu den Badestränden der Ostsee nicht weit.

Weitere Ausflugsziele

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