Es ist faszinierend, einen Fallschirmspringer federleicht durch die Luft gleiten zu sehen, dabei zuzuschauen, wie der Schirm sich öffnet und er zur Erde schwebt. Nicht jeder hat allerdings die Courage, in 4000 Metern Höhe aus einem Flugzeug zu springen. Die Angst vorm Fallschirmspringen ist aber nur beim ersten Sprung mit von der Partie. Wer sie überwunden hat und gesprungen ist, möchte es wieder tun, dieses unbeschreibliche Gefühl von Freiheit immer wieder neu erfahren.

Ein unvergessliches Erlebnis

Der erste Fallschirmsprung mit einem erfahrenen Tandem-Springer ist ein unvergleichliches Ereignis. Wer einem lieben Menschen eine besondere Überraschung bereiten will, schenkt ihm einen Fallschirm-Tandemsprung. Bei Jochen Schweizer, dem Experten für spannende Abenteuer, kann man einen Fallschirm-Tandemsprung in ganz Deutschland, aber auch in Belgien, den Niederlanden und Tschechien buchen. Fallschirmspringen kann jeder, der bei guter Gesundheit ist. Es gibt nur wenige körperliche Einschränkungen. So muss der zukünftige Fallschirmspringer mindestens 1,10 Meter groß sein und darf maximal bis 100 Kilogramm wiegen. Das Alter spielt keine Rolle.

Die Wirkung hält lange an

Fallschirmspringer nach der Landung

Ein Fallschirmsprung ist nicht nur etwas für den Augenblick. Das Erlebnis wirkt noch lange nach und hat Einfluss auf den gesamten Alltag und die persönliche Entwicklung. Denn wer sich erst einmal getraut hat, ins Nichts zu springen, rund 50 Sekunden im freien Fall auf die Erde zugerast und dann um die fünf Minuten durch die Luft gesegelt ist, der wird sich danach auch beruflich und privat viel mehr zutrauen. Stress wird schneller abgebaut, das Wesentliche gewinnt an Bedeutung, Nebensächlichkeiten können leichter ausgeblendet werden. Der Adrenalinausstoß hat die Energiespeicher gefüllt, Körper und Geist gestärkt. Das Selbstvertrauen ist gewachsen. Es ist ein großartiges Gefühl, sich seiner Angst gestellt und sie überwunden zu haben.

Die Angst überwinden

Tandemspringer im Himmel

Doch wie überwindet man diese Angst vor dem Sprung? Angst ist eine Art Alarmsystem. Sie signalisiert eine Gefahr für unser Leben. Adrenalin wird ausgeschüttet, wichtige Organfunktionen heruntergefahren, der Körper auf Flucht oder Kampf vorbereitet. Angst war früher überlebenswichtig. Heute gibt es kaum noch Bedrohungen, die Angst hat ihre Ursache verloren. Sie lähmt uns, weil uns jetzt meist nur noch Situationen und Erlebnisse Angst machen, die eigentlich völlig ungefährlich und schon gar nicht lebensbedrohlich sind. Viele Zeitgenossen fangen dann an, solche Situationen bewusst zu meiden. Andererseits hilft uns Angst aber noch immer dabei, über uns hinauszuwachsen. In diesem Spannungsfeld müssen wir lernen, mit unseren Ängsten umzugehen. Und dafür gibt es nur eine Methode: Man muss sich seinen Ängsten stellen. In der Konfrontationstherapie werden Menschen so oft mit ihren Ängsten konfrontiert, bis diese ihren Schrecken verloren haben. Wer also Angst vor Spinnen hat, muss sich den Krabblern nähern, sie anschauen, beobachten. Er muss sich regelrecht an sie gewöhnen.

Anders mit der Angst umgehen

Der erste Fallschirm-Tandemsprung ist eine solche Konfrontationstherapie: Man stellt sich seiner Angst vor der Höhe und dem Sprung ins Nichts. Und überwindet bei der Gelegenheit noch eine ganze Reihe anderer Ängste. Die Angst vor dem Versagen zum Beispiel, die Angst, einer Sache nicht gewachsen zu sein. Wer den ersten Fallschirmsprung gewagt hat, lernt so auch gleich mit der Angst vor der Angst anders umzugehen.

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