Der Wümme-Radweg: Von der Lüneburger Heide bis zur Weser

Auf etwa 250 km verbindet der Wümme-Radweg die Lüneburger Heide mit der Freien Hansestadt Bremen und führt dabei die von der Wümme geprägte norddeutsche Landschaft von der Quelle der Wümme bis zur Mündung.

Highlights auf dem Wümme-Radweg

Der Wümme-Radweg ist ein Radfernweg und folgt grob dem Verlauf der Wümme; man kann ihn entweder als kompletten Rundkurs befahren oder wahlweise auf einer Nord- und Südroute mit einigen Variationsmöglichkeiten. Die Wümme ist ein 118 km langer Fluss, der südlich von Niederhaverbeck in der Lüneburger Heide entspringt und sich dann westwärts gen Bremen schlängelt; bei Wasserhorst vereinigt sie sich mit der Hamme zur Lesum, die zehn Kilometer weiter in die Weser mündet. Neben der abwechslungsreichen Landschaft besticht der Radfernweg, der individuell geplant werden kann und sich somit auch für Tagesausflüge oder Familien eignet, auch mit den vielen attraktiven Zielen an der Strecke wie die Hansestadt Bremen, der Luftkurort Schneverdingen in der Lüneburger Heide, die 800 Jahre alte Stadt Rotenburg und das berühmte Künstlerdorf Fischerhude. Der Wümme-Radweg ist durchgängig beschildert; das Zeichen des Radfernweges ist ein blaues W mit Welle auf weißem, kreisförmigem Grund.

Die Nordroute des Wümme-Radwegs

Die Nordroute des Wümme-Radwegs ist etwa 125 km lang und führt von Wilsede nach Bremen-Vegesack durch die nördliche Wümme-Landschaft.

Fachwerkhaus in Wilsede - Wümme-Radweg

Das Dörfchen Wilsede ist Zentralort des Naturschutzgebietes Lüneburger Heide und kann nur per Fahrrad, Kutsche oder zu Fuß erreicht werden. In der Umgebung liegt der Wilseder Berg, mit 169 Metern höchster Berg der Lüneburger Heide, der sich für einen Abstecher lohnt. Auch die Dörfer Undeloh und Handeloh mit ihren traditionellen Fachwerkhäusern, umgeben von Wacholderheide und Mooren, Wiesen und Wäldern, laden zum Verweilen ein. Weiter geht es durchs Königsmoor, danach ist Scheeßel erreicht, das historische Bauwerke wie die Scheeßeler Wassermühle oder das historische Freilichtmuseum zu bieten hat.

Fähranleger in Bremen-Vegesack - Wümme-Radweg

Rotenburg (Wümme) ist die nächste Station des Wümme-Radwegs; die Fußgängerzone lädt zu einem Bummel ein. Der idyllische Ort Fischerhude mit seiner Künstlerkolonie ist ebenso sehenswert wie die Borgfelder Wümmewiesen, Bremens größtes Naturschutzgebiet bestehend aus Feuchtwiesen- und -weiden, Tümpeln, Gräben und Stillgewässern. Der Bremer Stadtteil Vegesack ist maritim geprägt: Wahrzeichen des Ortes ist ein meterhohe Walkiefer aus Bronze, im Hafen liegen alte Traditionsschiffe. Von hier aus kann man auf der Südroute des Wümme-Radwegs zum Ausgangsort Wilsede zurückfahren.

Die Südroute des Wümme-Radwegs

Die Südroute des Wümme-Radwegs ist etwa 135 km lang und führt von Bremen-Vegesack nach Wilsede durch die südliche Wümme-Landschaft.

An der Wümme im Blockland - Wümme-Radweg

Von Bremen-Vegesack geht es zunächst in die Wiesen und Weiden des Werderlandes, danach radelt man durch das Blockland, eine von kleinen eingedeichten Flussläufen und Fleeten durchzogene Wiesenlandschaft. Über das Hollerland, das seinen Namen von den Holländern erhielt, und Oyten geht es durch das Naturschutzgebiet Vossberge. Jetzt nähern sich Nord- und Südroute an und es geht erneut durch Rotenburg, Scheeßel und Lauenbrück, danach führt die Südroute weiter nach Fintel, das umgeben ist von weiten Moor- und Heideflächen.

Heidelandschaft in der Lüneburger Heide - Wümme-Radweg

Bald danach ist der Luftkurort Schneverdingen direkt am Naturschutzgebiet Lüneburger Heide erreicht; ab hier durchquert der Wümme-Radweg die größten zusammenhängenden Heideflächen Mitteleuropas. Über 230 qkm Heide bilden eines der größten Naturschutzgebiete Deutschlands. Mit Wilsede ist der Start- und Endpunkt des Wümme-Radwegs erreicht.

2019-06-09T07:54:39+00:00
error: Bilder sind urheberrechtlich geschützt und können nicht heruntergeladen werden