Goethe und Schiller wirkten hier, ebenso wie Wieland und Herder: Weimar in Thüringen wurde im späten 18. und frühen 19. Jahrhundert zu einem geistig-kulturellen Zentrum Europas – und ist seitdem bekannt als das klassische Weimar. Seit 1998 sind elf verschiedene Denkmäler der „Weimarer Klassik“ Teil des Weltkulturerbes der UNESCO. Dazu gehören unter anderem die Wohnhäuser von Goethe und Schiller, die Herzogin Anna Amalia Bibliothek und das Schloss Belvedere.

Goethe und Schiller: Die Führungsfiguren der Weimarer Klassik

Goethes Arbeitszimmer

Eines der wichtigsten Zeugnisse des klassischen Weimars stellt Goethes Wohnhaus dar: fast 50 Jahre lebte er hier, bis zu seinem Tod im Jahr 1832 – der gleichzeitig auch das Ende der „Weimarer Klassik“ darstellt. Heute kann man in dem Haus den Zustand aus Goethes letzten Lebensjahren besichtigen. Angschlossen an Goethes Wohnhaus ist das Goethe-Nationalmuseum, das Goethes kunst- und naturwissenschaftlichen Sammlungen beherbergt. Ebenso zum Welterbe gehört Goethes Gartenhaus im Park an der Ilm, das vor allem dem älteren Goethe als Rückzugsort diente.

Arbeitszimmer in Schillers Wohnhaus

In Schillers Wohnhaus in der heutigen Schillerstraße kann man u.a. das Arbeitszimmer mit seiner weitgehend originalen Einrichtung besichtigen. In diesem Zimmer vollendete der Dichter seine Dramen „Die Braut von Messina“ und „Wilhelm Tell“. Die Familie Schiller bewohnte das Haus bis zum Tod Charlotte von Schillers 1826.

Die Herzogin Anna Amalia Bibliothek: Das Herzstück der Weimarer Klassik

Die Herzogin Anna Amalia Bibliothek gehört bereits seit dem 18. Jahrhundert zu den bekanntesten Bibliotheken Deutschlands; nicht zuletzt durch den verheerenden Brand in dem Gebäude im Jahr 2004 rückte die Bibliothek wieder in den Mittelpunkt der Öffentlichkeit. Ihren Ruhm verdankt die Bibliothek nicht nur ihren fürstlichen Förderern, sondern auch ihren Bibliothekaren; Goethe ist wohl der bedeutendste unter ihnen. Weltberühmt ist der Rokokosaal.

Herzogin Anna Amalia Bibliothek, Rokokosaal

Weiterhin zum Weltkulturerbe gehört das Stadtschloss, die Residenz der Herzöge von Sachsen-Weimar und Eisenach. Eindrucksvoll sind hier die Prunkräume ebenso wie die Sammlung europäischer Kunst vom Mittelalter und der Reformationszeit bis hin zum Beginn des 20. Jahrhunderts. Das barocke Wittumspalais war langjähriges Wohnhaus der Herzogin Anna Amalia; hier trafen sich Persönlichkeiten des klassischen Weimars zu Geselligkeit und Gedankenaustausch. Das Schloss Belvedere ließ sich Herzog Ernst August als Sommerresidenz bauen – es ist mit seinen zahlreichen Nebengebäuden eine einheitlich ­gestaltete barocke Lustschlossanlage. Berühmt ist auch die Stadtkirche St. Peter und Paul – hier ist der bekannte dreiflüglige Altar von Lucas Cranach mit der berühmten Darstellung der Reformation zu sehen.

Schloss Belvedere Weimar

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Bildquellen

  • Goethes Arbeitszimmer: © Klassik Stiftung Weimar
  • Arbeitszimmer in Schillers Wohnhaus: © Klassik Stiftung Weimar, Foto: Sigrid Geske
  • Herzogin Anna Amalia Bibliothek, Rokokosaal: © Maik Schuck / Thüringer Tourismus GmbH
  • Schloss Belvedere: © Joachim Negwer / Thüringer Tourismus GmbH
  • Goethe-Schiller-Denkmal in Weimar: © Guido Werner / Weimar GmbH