Teutoburger Wald: Wo die Germanen einst die Römer besiegten

Die Ausmaße des Teutoburger Waldes sind riesig, er dehnt sich vom Kreis Steinfurt im Nordwesten über Osnabrück, den Kreis Gütersloh und das Stadtgebiet von Bielefeld bis nach Meinberg aus. Der Teutoburger Wald liegt in den Bundesländern Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen und war bereits lange vor Christi Geburt von Germanen besiedelt. Es war auch der Teutoburger Wald, in dem die römischen Truppen eine vernichtende Niederlage gegen die Germanen hinnehmen mussten – doch auch die Sachsen und die Franken lieferten sich hier den ein oder anderen Kampf. Abgesehen von den historischen Schlachtfeldern sind bis heute in der Region wichtige Klöster und Stifte erhalten geblieben.
Externsteine, Teutoburger Wald, Deutschland

Externsteine, Teutoburger Wald, Deutschland – © sehbaer_nrw- fotolia.com

Der Teutoburger Wald – Ein Paradies für Naturliebhaber

Der Teutoburger Wald ist in zwei Naturparks unterteilt; im nordwestlichen Teil des Mittelgebirgszuges befindet sich der Natur- und Geopark Terra Vita, und im Südosten findet man den Naturpark Teutoburger Wald. Im Naturpark Terra Vita hat das Ökosystem Spuren aus 300 Millionen Jahren Erdgeschichte hinterlassen; Meeresböden, die sich zu hochaufragenden Kämmen ausgebildet haben, oder Höhenzüge, die durch riesige Gletscher entstanden sind. Im Naturpark Teutoburger Wald wachsen die verschiedensten Typen der Buche, aber auch die Fichte nimmt dort viel Platz ein. Quellen und verschiedene Gewässer sowie Moore haben dort ebenfalls ihr Zuhause.
Hermannsdenkmal im Teutoburger Wald

Hermannsdenkmal im Teutoburger Wald – © picture-pit- fotolia.com

Das Wahrzeichen der Region: Das Hermannsdenkmal

Das Hermannsdenkmal gehört ebenso zum Teutoburger Wald wie seine vielfältige Waldlandschaft und ist das weltbekannte Wahrzeichen des Waldes. Es soll an die Schlacht gegen die Römer im Jahre 9 n.Chr. erinnern. Die Niederlage der Römer hatte zur Folge, dass das Römische Imperium östlich des Rheingebietes nicht weiter expandieren konnte. Das Hermannsdenkmal ist 53 Meter groß und somit eine der höchsten Statuen in ganz Deutschland – bis 1886 war sie es sogar weltweit. Sie steht auf dem Teutberg und geht auf die Entwürfe von Ernst Bandel zurück. Dass die Figur erst im 19. Jahrhundert entstand, hängt mit der Tatsache zusammen, dass man durch die Verluste im Kampf gegen Napoleon und der zunehmenden politischen Zerrüttung Deutschlands im Hermannsdenkmal einen gemeinsamen deutschen Nationalgedanken wiederentdecken wollte. Auch wenn das Denkmal in einem stark bewaldeten Gebiet steht, befindet sich in der Nähe des Monumentes ein Parkplatz und das letzte Stück zu Fuß ist gut ausgeschildert.

Mit dem Motorrad durch den Teutoburger Wald

Die Landschaft rund um den Teutoburger Wald lässt sich übrigens auch sehr gut mit dem Motorrad erkunden: hier wird man vielen Kurven begegnen, die durch wunderschöne Wälder führen. Der Köterberg und die Toneburg sind zwei bekannte Motorrad-Treffpunkte. Vom Köterberghaus hat man einen phänomenalen Ausblick auf über sechzig Ortschaften und die Bundesländer Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen und Hessen, denn der Köterberg ist mit knapp fünfhundert Metern Höhe der höchste Berg im Weserbergland. Es gibt aber auch viele andere Motorradrouten, um den Teutoburger Wald zu erkunden: Im Kreis Höxter erwarten Sie zum Beispiel weitläufige Wiesen und Felder, leicht gerundete Hügel, Bäder, Kurorte und bezaubernde Kleinstädte. Weitere Informationen: www.teutoburgerwald.de
2019-04-04T14:30:30+00:00
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