Nachgefragt bei… Marco Langer

Zur Person

Meine Ausbildung zum Koch habe ich im Restaurant Burgthalschenke in Vöhringen absolviert. Danach führte mich mein Weg über das Maritim Hotel in Ulm und das Feyrer Hotel in Senden. Anschließend war ich Küchenchef im Meinl Hotel in Neu-Ulm, bevor ich als Sous Chef im Lago Restaurant in Ulm tätig war.

Danach folgte die Konzeption und Neueröffnung des Treibgut in Ulm, wo ich ab 2018 als Küchenchef tätig war. Mit dem von mir mitentwickelten Konzept wurde das Treibgut schließlich mit dem Grünen Stern ausgezeichnet. Später führte mein Weg weiter ins Dahoim nach Zusmarshausen, bevor ich im September 2023 Küchenchef im Restaurant Stephans-Stuben by Marco Langer in Neu-Ulm wurde. Dort wurde das Restaurant 2025 mit einem Michelin-Stern ausgezeichnet.

Ich sehe mich dabei als Selfmade-Sternekoch. Mein Weg war nicht von zahlreichen großen Stationen in Sternerestaurants geprägt, sondern vor allem von eigenen Erfahrungen, Kreativität und der Entwicklung meiner eigenen kulinarischen Handschrift.

Aktuelle Auszeichnungen

  • Der Varta-Führer: ✔
  • Guide Michelin: ✔
  • Gusto: ✔
  • Der Feinschmecker: ✔
  • Schlemmer-Atlas: ✔
  • Der große Guide: ✔

Das Interview

Warum sind sie Koch geworden?

Meine Mutter war keine gute Köchin, daher habe ich früh angefangen Geld zu verdienen mit Zeitun auszutragen. Um mir sachen zu kaufen und selbst zu kochen oder essen zu gehen. Einfach geschmäcker kennenlernen. Da ich vieles nicht kannt und mochte musste ich das machen um zu wissen wie schmeckt das eigentlich. Ich habe viel experimientiert und das mache ich Heute noch so.

Was ist für Sie das Wichtigste beim Kochen?

In aller erster Linie liebe ich meinen Beruf und wenn ich koche habe ich unglaublich Spaß. Was sehr weichtig ist, denn wenn man etwas machen muss ist es schwerere als wenn wenn man etwas machen darf. Dann natürlich für mich unglaublich wichtig die qualität der Produkte! Natürlich kann man schon etwas nach ein paar Jahren als Koch, aber ein starkes Produkt hilft einem halt enorm bei der perfektion eines Gerichtes.

Woher holen Sie sich die Inspiration für Ihre Speisekarte?

Bei meinen Gästen. Jeden Tag wenn ich bei m einen Gästen im Restaurant sthen und SIe mir sagen es was so so schön und so unglaublich lecker. Das ist mein Motor, meine Energy die michg antreibt sofort in die Küche zu schreiten und am liebsten was neues zu kochen. Um meinen Gästen sofort wieder etwas neues zu servieren. Ich liebe den Kontakt, den Austausch und die leidenschaft unserer Gäste die Umwege machen zu uns und aus Ganz Deutschland immer wieder anreisen.

Was würden Sie niemals essen?

Gute Frage….aber ich bin halt eeeecht neugiereig und möchte sehr vieles wissen um mich immer weiter zu bilden. Daher kann ich hier noch nicht die Antwort geben. Was ich nicht so gerne mag ist der intensive geschmack von Hefe. Wobei ich ach da schon besser geworden bin.

Welches Essen macht Sie glücklich?

Die einfachsten Dinge, Ehrliche Küche. Ein guter Wurstsalat ist mein all Time Favorit. Mit Linsen und Spätzle une einem richtig guten Schnitzel. Ich hasse panieren aber ich liebe Schnitzel ohne Beilage! Wichtig ich hasse Pommes und das ganze frittierte Zeug

Was bringt Sie aus der Fassung?

Köche die nur noch für Tester, Titel und für Ihr eigenes Ego kochen!!! Kocht für Gäste, liebt was Ihr tut. Für mich immer mehr unverständlich wie sich das gewandelt hat in den letzten Jahren. Auszeichnungen kommen von liebe zum Beruf und leidenschaft für Gäste zu kochen um diese zu begeistern. Und wer sich hierfür nen Coach holt, oder Blogger rein setzen muss und NUR für die alles gibt. Der hat für mich keine Titel verdient.

Haben Sie kochende Vorbilder?

Tatsächlich nicht! Ich eiferer keinem Nach, möchte selbst irgendwann ein Koch sein wie mein Ausbilder, Karl Großhammer. Er hat mir gezeigt was kochen ist. Liebe, Detail, Leidenschaft, Lebensmittel. Aber das wichtigste der Umgang mit seinen Mitarbeitern. Das hat mich geprägt und mich bis heute begleiet. Ich hatte mal Arbeitgeber die wollten mich ändern, aber ich habe zum Glück immer wieder zu mir gefunden und bin zum Glück der Mensch der ich Heute bin.

Mit welchem Politiker oder welcher Politikerin würden Sie gerne einmal gemeinsam essen?

Oh Gott 🙂 Da gibt es Heute nicht mehr die beste Auswahl. Daher sage ich hier lieber koche ich für die Politiker.

Das größte Lob, das Sie jemals bekommen haben?

Das ist schwer, denn es gab tatsächlich viele in meiner beruflichen Laufbahn. Ich bin unglaublich Stolz auf meinen MICHELIN Stern und das ich hier alleine koche. Ich glaube für mich ist das das Größte Lob jeden Tag. Das die Gäste es nie fassen können, das ich hier alleine das alles mache. Vom Einkauf, Planung, Gestaltung, Büro und natürlich das ganze kochen.

Womit beschäftigen Sie sich in Ihrer Freizeit und wie erholen Sie sich?

Mein Absoluter Ruhepol ist meine kleine Familie. Mein Sohn der jetzt gerade 6 Monate geworden ist gibt mir Ruhe und Kraft. Meine Ehefrau die mich bei Alllem was ich mache zu 100% unterstützt. Ich habe nicht mehr viel Familie aber das was ich habe ist für mich Alles. Ich habe

Nachgefragt bei Spitzenköchen

zu den Interviews

Bildquellen

  • Portraet Marco Langer: ©Marcel Stemmer, Ice Crema Media
  • Gericht zubereitet von Marco Langer: ©Marcel Stemmer, Ice Crema Media
  • Gericht zubereitet von Marco Langer: ©Marcel Stemmer, Ice Crema Media
  • Maximilian Kreus, Porträt: © Restaurant St. Benedikt
  • Ben Benasr, Porträt: © Andreas Dalferth
  • Tobias Rocholl, Porträt: © Klaudia Taday
  • Malte Ibbeken, Porträt quer: © Kaiserküche Oldenburg
2026-08-27T14:28:55+02:00