Malte Kuhn, Porträt Team

Zur Person

Malte Kuhn absolvierte seine Ausbildung zum Koch im Hotel Dollenberg bei Sternekoch Martin Herrmann und setzte danach noch ein duales Studium mit Schwerpunkt Hotelmanagement oben drauf. Zu seinen Stationen zählen das Althoff Seehotel Überfahrt am Tegernsee und das Restaurant Lakeside im Hotel The Fontenay in Hamburg. Seit 2018 ist Malte Kuhn selbständig mit dem Kaffehaus in Baden-Baden, im Dezember des gleichen Jahres eröffnete er das Gourmetrestaurant „Maltes hidden kitchen„. Hier darf man sich auf ein exquisites Menü (3 bis 6 Gänge) freuen. Die Küche von Malte Kuhn ist ausdrucksstark, produktorientiert und dennoch auf das Wesentliche reduziert.

Aktuelle Auszeichnungen

  • Der Varta-Führer: 2 Diamanten | Varta-Tipp Küche | Varta-Tipp Service
  • Guide Michelin: Teller, 2 Bestecke
  • Gusto: 6 Pfannen
Malte Kuhn, Foodbild

Das Interview

Warum sind Sie Koch geworden?

Nach Beendigung der Schule durfte ich meiner Mutter bei der Neueröffnung des Kaffeehauses in Baden-Baden unter die Arme greifen. Nach einem Gespräch mit dem damaligen Direktor des Kurhauses in Baden-Baden erhielt ich die Chance, ein Praktikum in der dortigen Küche zu absolvieren. An diesem Tag fand eine große Veranstaltung mit Sternekoch Martin Herrmann statt. Nach einem erfolgreichen Tag sprach mich Herr Herrmann an und fragte, ob ich nicht eine Ausbildung bei ihm im Hotel Dollenberg machen möchte und ich bejahte sofort. Dies war die beste Entscheidung, die ich treffen konnte.

Könnten Sie sich einen anderen Beruf vorstellen – und wenn ja, welchen?

Nein, absolut nicht. Während der verschiedenen Stationen durfte ich ebenfalls in anderen Bereichen arbeiten. Letztendlich zieht es mich aber immer wieder in die Küche.

Was ist für Sie das Wichtigste beim Kochen?

Liebe und Leidenschaft. Ich bin der Ansicht, dass man die Liebe und die Leidenschaft am Ende des Tages auf dem Teller sieht und schmeckt.

Welches Essen macht Sie glücklich?

Eigentlich jedes gute Essen macht mich glücklich. Und hierbei spielt es keine Rolle, ob Fine Dining oder Hausmannskost. Nicht zu vergessen: die richtige Gesellschaft!

Was würden Sie niemals essen?

Kutteln. Ich habe es versucht, geht aber einfach nicht runter.

Was bringt Sie aus der Fassung?

Gott sei Dank fast nichts.

Was charakterisiert Ihrer Meinung nach einen Genießer?

Die Wertschätzung eines Produktes, welches genossen wird.

Mit welchem Politiker würden Sie gerne einmal gemeinsam essen?

Puh… Am liebsten gehe ich gemeinsam mit Freunden oder der Familie essen. Hier müsste dann endlich mal jemand in die Politik wechseln.

Wie wird die Zukunft des Fine Dining nach Corona aussehen?

Ich bin fest davon überzeugt, dass die Corona-Pandemie auch etwas Positives für Gastronomen mit sich bringt. Meiner Meinung nach gelingt es vielen Menschen, den Genuss mehr zu schätzen. Wir durften das in unserem Kaffeehaus und im Restaurant erfahren. Es wird wieder gerne und gut essen gegangen, was wirklich schön ist. Natürlich ist Corona, gerade für uns mit einem so jungen Unternehmen, das schlimmste, was uns passieren konnte. Ich habe in meinem Leben noch nie so schnell so viel Geld verloren. Dennoch müssen wir jetzt wieder alles anpacken, was ohne so ein großartiges Team nicht zu schaffen wäre.

Wo oder wie erholen Sie sich?

Erholung ist für mich, einfach abschalten zu können. Das ist meistens mit einem kleinen Kurztrip und gutem Essen verbunden.

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