Zur Person
Thomas Abele wurde 1981 in Augsburg geboren und ist seit 2005 bei Feinkost Kahn. Dort führt er das Restaurant by Thomas Abele im Feinkost Kahn und legt dort Wert auf eine regionale Küche mit französischem und mediterranen Einschlag. Am wichtigsten ist ihm die höchste Qualität und der optimale Geschmack der verwendeten Lebensmittel. Zudem achtet er sehr darauf, dass er diese von kleinen Produzenten bezieht. Da der Geschmack und die Qualität im Vordergrund stehen, sind viele Lebensmittel regional.
Das Interview
Warum sind Sie Koch geworden?
Mir lag schon immer das Handwerkliche, Kreative. Das hat sich einfach im Lauf der Jahre herausgefiltert und ich bereue es (bisher) keinen Tag.
Was ist für Sie das Wichtigste beim Kochen?
Kurz und knapp: Qualität und Sorgfalt. Ein Koch, der seine Produkte behandelt wie einen alten Putzlumpen und den Respekt vor einem LEBENSmittel vermissen lässt, sollte umschulen.
Woher holen Sie sich die Inspiration für Ihre Speisekarte?
Heute ist das durch Social Media und spezielle Apps weit einfacher als früher. Aber dennoch bekomme ich die meisten Ideen durch Austausch mit Kollegen oder Gästen. Oder ein Gericht einfach mal „neu denken“: Warum wurde das damals so gemacht? Wie kann man das mit der heutigen Technik anders machen?
Welches Essen macht Sie glücklich?
Glücklich macht natürlich immer das Essen, das man in guter Gesellschaft (der Familie oder Freunden) isst.
Was würden Sie niemals essen?
Ich nenne es mal rustikales asiatisches Street Food. Frittierte Ratte am Spieß zum Beispiel bräuchte ich nicht unbedingt.
Was bringt Sie aus der Fassung?
Ach, das könnten ehemalige Azubis oder Kollegen sicher besser beantworten… Aber wie bereits erwähnt, der mangelnde Respekt vor Lebensmitteln ist schon ein Triggerpunkt…
Haben Sie kochende Vorbilder?
Nach wie vor fasziniert bin ich von Menschen wie Ducasse, Wohlfahrt, Heinz Winkler oder Dieter Müller. Aber wirklich als Vorbild sehe ich Köche wie Vincent Klink oder den leider bereits verstorbenen Franz Fassl.
Mit welchem Politiker oder welcher Politikerin würden Sie gerne einmal gemeinsam essen?
Hierzu sage ich besser nichts…
Das größte Lob, das Sie jemals bekommen haben?
Wir haben Gäste, die, wenn sie wollten, das Tantris kaufen und es nur noch als privates Esszimmer betreiben könnten. Dass diese Menschen aber von unserer Küche so angetan sind, dass sie teilweise mehrstündige Autofahrten in Kauf nehmen, um wöchentlich bei uns zu essen – das ist ein wirklich großes Lob.
Womit beschäftigen Sie sich in Ihrer Freizeit und wie erholen Sie sich?
Viel Zeit investiere ich in etwas, das mit essen und kochen so gar nichts zu tun hat: Ich beschäftige mich viel mit meiner privaten Ahnenforschung.
Bildquellen
- Thomas Abele, Porträt: © Feinkost Kahn
- Thomas Abele, Foodbild: © Feinkost Kahn
- Hendrik Ketter, Porträt quer: © Nose & Belly
- René Verse, Porträt: © Axel Steinbach Fotografie
- Heiner Bohnet, Porträt: © Goldene Sonne
- Gerald Hoffmann, Porträt: © Restaurant Kulinarium
- Martin Fauster, Porträt: © Annette Sandner
- Thomas Abele, Porträt quer: © Feinkost Kahn

