Kloster Marienberg: Europas höchstgelegenes Benediktinerkloster

Das Benediktinerkloster Marienberg liegt oberhalb von Burgeis im Vinschgau auf einer Höhe von 1.340 Metern und ist damit Europas höchstgelegene Benediktinerabtei.

Die Geschichte des Klosters Marienberg

Klosterkirche Marienberg

Klosterkirche Marienberg © Ilhan Balta – stock.adobe.com

Der weißgetünchte Bau des Klosters Marienberg, der ein wenig an eine Festung erinnert, ist schon von weitem zu sehen und thront seit dem 12. Jahrhundert oberhalb von Burgeis bei Mals. Gegründet wurde das Kloster durch die Herren von Tarasp, seitdem leben hier Mönche nach den Ordensregeln des Heiligen Benedikt. Die ersten Mönche kamen aus dem bayerischen Benediktinerkloster Ottobeuren. Anfang des 17. Jahrhunderts erlebte das Kloster eine Blütezeit, die Gemeinschaft der Mönche wuchs und es konnte ein humanistisches Gymnasium gegründet werden, das 1928 unter dem politischen Druck des Faschismus endgültig geschlossen wurde. Zwischen 1946 und 1986 war im Kloster ein privates Gymnasium untergebracht. Heute versteht sich das Stift als Ort der Ruhe und Kraft, der Arbeit und des Gebetes sowie der Geschichte und der Zukunft. Besucher finden hier eine Bibliothek, eine Stiftskirche, ein Museum, ein Gästehaus, ein Klostercafé und ein Klosterladen.

Sehenswertes im Kloster Marienberg

Die Klosterkirche der Abtei Marienberg stammt ebenfalls aus dem 12. Jahrhundert, ihr heutiges barockes Aussehen erhielt sie zwischen 1643 und 1648. Besonders imposant ist der Eingang der sehenswerten Kirche, ein steinernes romanisches Rundbogenportal. Die Stuckarbeiten sind im Renaissancestil gehalten. Ein weiteres Highlight ist die Krypta, die von den Mönchen Mitte des 12. Jahrhunderts selbst erbaut wurde. Zunächst diente sie als Gottesdienstraum, ab dem 17. Jahrhundert wurde sie als Bestattungsort für die Mönche genutzt. 1980 wurden die romanischen Fresken mit zahlreichen Engelsdarstellungen, für die Marienberg heute berühmt ist, wieder freigelegt. Sie stammen aus der Zeit um 1180 und gelten heute als eines der wichtigsten romanischen Kunstwerke des gesamten Alpenraums.

Seit 2007 kann man im Kloster Marienberg auch das Museum „Ora et labora“ besichtigen, das sich im ehemaligen Wirtschaftstrakts des Klosters befindet. Die qm große Ausstellungsfläche informiert anhand von Filmen und verschiedenen Objekten über die mehr als 900-jährige Geschichte der Abtei Marienberg und den Klosteralltag. Zudem sind zahlreiche Kunstwerke des Klosters zu sehen, die ältesten stammen aus der Gründerzeit des Benediktinerstifts. Seit 2019 verfügt das Kloster auch über eine neue Stiftsbibliothek. Hier befinden sich über 100.000 Bücher, zum Teil historische Raritäten und seltene Sammlungen. Der komplette Katalog kann digital abgerufen werden und ist für alle einsehbar.

Benediktinerstift Marienberg
Schlinig 1
39024 Mals

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Bildquellen

  • Klosterkirche Marienberg: © Ilhan Balta - stock.adobe.com
  • Kloster Marienberg, Bibliothek: © IDM Südtirol-Alto Adige/Angelika Schwarz
  • Kloster Marienberg, Museum: © IDM Südtirol-Alto Adige/Angelika Schwarz
  • Schloss und Stiftskirche Quedlinburg: © dk-fotowelt - fotolia.com
  • Friesenhaus in Nieblum: © Knud - stock.adobe.com
  • Meersburg am Bodensee: © manushot - stock.adobe.com
  • Seebrücke in Lubmin: © klaus bock - stock.adobe.com
  • Hafenstadt Flensburg: © ID5443882 / pixabay
  • Kloster Marienberg, Außenansicht: © Bergfee - stock.adobe.com
2023-03-06T07:32:50+01:00