Das Militärhistorische Museum der Bundeswehr Dresden

Das Militärhistorische Museum in Dresden liegt in der Alberstadt, dem jungen und hippen Viertel der Elbmetropole. Die Alberstadt zählte einst zu den größten militärischen Gebieten in ganz Europa, und genau mittendrin befindet sich nach wie vor das Arsenalgebäude. Früher, zur Kaiserzeit, war es tatsächlich mal ein Waffenlager, heutzutage fungiert es als Museum. Nach jahrelangen Umbauarbeiten wurde es 2011 wieder eröffnet. Das außergewöhnliche Erscheinungsbild des Außengebäudes – ein großer Keil durchtrennt den historischen Bau – geht auf die Bombenangriffe auf Dresden im Jahre 1945 zurück: Die Royal Air Force, die Luftstreitkräfte Großbritanniens, hatten damals die Stadt in einer keilförmigen Formation angeflogen. Doch der Keil erinnert nicht nur an den Zweiten Weltkrieg, sondern steht auch für eine Neukonzeptionierung der Ausstellungsinhalte.

Das Militärhistorische Museum und seine Ausstellung

In diesem Museum geht man Fragen nach, über die sich so wahrscheinlich noch keiner Gedanken gemacht hat: Wie entsteht Gewalt? Ist das Böse im Menschen angeboren? Kann Krieg tatsächlich gerecht sein? Die Ausstellung im Militärhistorischen Museum beinhaltet elf Themenparcours sowie drei Chronologien: so gibt es für den Besucher Themen wie „Krieg und Gedächtnis“, „Militär und Gesellschaft“ oder „Schutz und Zerstörung“ zu entdecken. Der Bereich „Militär und Technologie“ widmet sich dem militärischen Nutzen von Alltagsgegenständen. Selbstverständlich spielte auch die Medizin eine wichtige Rolle in der Armee – nicht nur zur Versorgung von Verwundeten, sondern auch für Experimente am lebenden Objekt. So ist es heutzutage längst kein Geheimnis mehr, dass im Zweiten Weltkrieg deutsche Soldaten Aufputschmittel bekamen, damit sie sich wach halten konnten und ihre Konzentration nicht nachließ. Natürlich gibt es im Museum auch Waffen, diverse Kriegsgeräte und Munition zu sehen, aber sie stehen nicht im Mittelpunkt des Ganzen, sondern sind ein Teil der Ausstellung. Darüber hinaus präsentiert das Militärhistorische Museum auch militärische Kunst, Uniformen und Feldzeichen sowie Postkarten, Fotoalben und Dias aus der deutschen und internationalen Geschichte des Militärs. Ein weiteres Highlight im Militärhistorischen Museum Dresden ist eine Lerche: ein Militärhubschrauber in Originalgröße aus Frankreich, der auf den Namen „Alouette“ (zu deutsch „Lerche“) hört. Wem nach 10.000 qm Ausstellungsfläche immer noch nicht die Füße wehtun, kann sich in den Außenbereich des Museums begeben: dort gibt es zwei weitere Ausstellungen im Freien zu bewundern. Weitere Infos finden Sie hier
Das Militärhistorische Museum Dresden, Ausstellungsfläche

Militärhistorisches Museum Dresden © David Brandt

2019-03-24T16:11:32+00:00
error: Bilder sind urheberrechtlich geschützt und können nicht heruntergeladen werden