Das Erzgebirge: Über Wälder, Bergwerke und Räuchermännchen

Urwüchsige Natur mit tiefen Wäldern, Mooren und beeindruckenden Felsformationen, eine jahrhundertealte vom Bergbau geprägte Kulturlandschaft mit Bergwerken und Stollen, malerische Städte, die sich in der Weihnachtszeit in ein Lichtermeer verwandeln und ein schneesicheres Winterparadies – das alles zeichnet das Erzgebirge in Ostsachsen aus und macht die Region zu jeder Jahreszeit zu einem idealen Reiseziel!

Der Fichtelberg und weite Wälder: Natur erleben im Erzgebirge

Nicht nur alte Bergwerke und der Abbau vor allem von Silber und Zinn prägen das Erzgebirge bis heute, sondern vor allem die vielen unterschiedlichen Landschaften: neben tiefen Wäldern finden sich Hochmoore, Feuchtwiesen, Bachtäler und Heckenlandschaften, die zu einer Vielzahl an sportlichen Aktivitäten in der freien Natur einladen. Der höchste Berg des Erzgebirges auf deutscher Seite und gleichzeitig der höchste Berg Sachsens ist der Fichtelberg mit 1215 m Höhe, auf dessen Gipfel die älteste Luftsteilbahn Deutschlands, die Fichtelberg-Schwebebahn, führt. Bei gutem Wetter reicht die Sicht über den Keilberg in Tschechien bis zum Riesengebirge und den Böhmerwald. Sehenswert und als Ausflugsziel beliebt sind die Greifensteine, eine Felsformation im Waldgebiet zwischen Geyer, Ehrenfriedersdorf, Jahnsbach und Thum, in deren näherer Umgebung mehrere Schlösser, Burgen und Bergwerke, eine Naturbühne sowie ein Stauweiher und ein Planetarium zahlreiche Besucher anziehen.  
technisches Denkmal Kalkwerk, ehemalige Kalkbrennerei, Sachsen, Deutschland, Lengefeld

Technisches Denkmal Kalkwerk, ehemalige Kalkbrennerei, Sachsen, Deutschland, Lengefeld – © etfoto- fotolia.com

Besucherbergwerke, Kirchen, Weihnachtsschmuck: Sehenswürdigkeiten im Erzgebirge

Durch den jahrhundertelangen Abbau von Silber und Zinn im Erzgebirge, der seinen Ursprung bereits im 12. Jahrhundert hat, ist die Region geprägt von zahlreichen Besucherbergwerken und Schaustollen, die von der Blütezeit des Silberabbaus künden. Oftmals sind an solche Besucherbergwerke interessante Museen zur Geschichte des Bergbaus im Erzgebirge angegliedert. Hervorzuheben ist hier der Markus-Röhling-Stolln in Annaberg-Buchholz: die 600 m lange Einfahrt erfolgt mit einer Grubenbahn. Highlight des Besucherbergwerks ist das 9 m hohe rekonstruierte Wasserrad. Neben dem Markus-Röhling-Stolln sollte man in Annaberg-Buchholz einen Abstecher zum Erzgebirgsmuseum, in dem man viel über Bergbau, Klöppeln, Schnitzen und dem bäuerlichen Leben im Erzgebirge erfährt, sowie zum Technischen Museum Frohnauer Hammer machen, in dem Hammerwerk und Blasebälge der Münzprägestätte und Hammerschmiede vorgeführt werden. Sehenswerte Kirchen finden sich mit der St. Annenkirche ebenfalls in Annaberg-Buchholz sowie in Freiberg: der Freiberger Dom ist eine spätgotische Hallenkirche mit Begräbniskapelle im Renaissancestil. Die große Gottfried-Silbermann-Orgel des Doms zählt zu den bedeutendsten Musikinstrumenten weltweit. Einen Besuch in Seiffen sollte man sich besonders in der Vorweihnachtszeit nicht entgehen lassen: der Kurort ist die Hauptstadt des erzgebirgischen Weihnachtschmucks mit Nussknackern und Räuchermännchen sowie das Zentrum des bekannten Holzspielzeugs.  
Greifensteine in der Nähe von Geyer

Greifensteine in der Nähe von Geyer – © etfoto- fotolia.com

Wandern, Radfahren, Wintersport: Aktiv im Erzgebirge

Dank hoher Schneesicherheit ist das Erzgebirge ein beliebtes Ziel für Wintersportler aller Art: Abfahrer und Langläufer gleichermaßen finden hier gut präparierte Pisten und viele Kilometer gespurte Loipen. Das Erzgebirge ist darüber hinaus ideal zum Wandern und Radfahren geeignet: ein dichtes Netz aus Wander- und Radwegen durchzieht die Region und führt den Besucher durch herrliche Landschaften und zu schönen Aussichtspunkten. Wandern kann man auf unzähligen Lehrpfaden der Silberstraße oder durch das Naturschutzgebiet Hochmoor, auf dem sächsischen Jakobsweg oder dem Kammweg Erzgebirge-Vogtland. Schöne Radwege sind die Abschnitte des Mulderadwegs und der Zschopautalradweg vom Fichtelberg bis zur Mündung der Zschopau in die Freiberger Mulde.
2019-04-26T14:53:47+00:00
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