Nachgefragt bei… Alexander Mayer

Zur Person

Alexander Mayer Portrait

Küchenstilistik:

Im „La Vallée Verte“ erleben Sie eine einzigartige Hochküche, die auf klassischfranzösischer Haute Cuisine basiert. Aromen, Düfte und Techniken aus den besten Küchen der Welt inspirieren unsere Gerichte, die größtenteils aus saisonalen Produkten lokaler Erzeuger bestehen.

Wichtige Stationen (Auszug):

2012 Restaurant Im Schiffchen, Düsseldorf 2014 Restaurant Nagaya, Düsseldorf Restaurant Yunico, Bonn Restaurant Wintergarten, Brenners ParkHotel, BadenBaden Atlantic Restaurant, Hotel Atlantic, Hamburg seit 2025 Hotel Hohenhaus, Herleshausen Küchendirektor für die gesamte Gastronomie und Küchenchef im Gourmetrestaurant La Vallée Verte

Aktuelle Auszeichnungen

  • Guide Michelin: ✔
  • Gault Millau: ✔
  • Der Feinschmecker: ✔
  • Schlemmer-Atlas: ✔
  • Gericht von Alexander Mayer

Das Interview

Warum sind Sie Köchin bzw. Koch geworden?

Ich stamme aus einem sehr genussaffinen, reisefreudigen und frankophilen Haushalt. Mit meinen Eltern war ich schon als Kind bis ins jugendliche Alter immer viel unterwegs und habe das Privileg gehabt, insbesondere was Hotels und Restaurants angeht, international wie national einiges aufsaugen, erleben und mitnehmen zu dürfen. Grade mein Papa ist großer Genießer von hervorragenden Speisen und auch den entsprechend korrespondierenden Weinen, gleichzeitig war er im Berufsleben in Vertrieb und Verkauf, über viele Jahre als selbstständiger Unternehmer, tätig und hat mir sehr viel Dienstleistungsgedanken mitgegeben und den Anspruch, im Unterschied zu Mitbewerbern immer die berühmte „Extrameile“ zu gehen. Meine Mutter ist künstlerisch sehr begabt und kreativ, hat immer ein Auge für alles Ästhetische und Schöne, als Friseurin hat sie während ihres Berufslebens auch „kunsthandwerklich“ gearbeitet. Ich glaube die Symbiose aus all dem, gepaart mit der grundsätzlichen Faszination für die Branche und im allgemeinen Kochkunst und Produktvielfalt, hat mich dann in die gehobene Küche, Luxushotellerie und Spitzengastronomie geführt.

Was ist für Sie das Wichtigste beim Kochen?

Jede Komponente auf den Tellern unserer Gerichte hat seinen eigenen Sinn und Zweck, nichts ist zufällig oder dient als „Lückenfüller“, jede Textur und jeder Garpunkt dieser ist auf den Punkt getroffen und die Qualität der saisonalen Produkte ist absolut makellos – das bedeutet für mich Perfektion. Trotz jedem Intellekt und Perfektionsgedanken ist Essen aber auch Genuss, Emotion und Sinnlichkeit. Wenn einzelne Produkte zu sehr verfremdet werden oder der Service eine Anleitung zum Essen geben muss, während die Gerichte annonciert werden, geht das für mich verloren und nimmt mir jede Freude daran.

Woher holen Sie sich die Inspiration für Ihre Speisekarte?

Inspirationen finden sich, insbesondere in so einer magischen Umgebung wie dem Ort Hohenhaus, praktisch an jeder Ecke. Das können Beobachtungen in der Natur sein, aber auch Kunstwerke oder ähnliches. Außerdem lasse ich mich gerne durch Kochbücher und den Besuch von Kolleginnen und Kollegen gerne immer wieder aufs Neue inspireren, ohne dabei auch nur im Ansatz zu kopieren. Die größte Inspiration ist aber das Produkt von exorbitanter Qualität, das es gilt, in Kombination mit korrespondierenen Mitspielern, auf Augenhöhe und möglichst fokussiert glänzen zulassen.

Welches Essen macht Sie glücklich?

Das tägliche späte Mittagessen mit meinem Team vor dem Abendservice im Gourmetrestaurant La Vallée Verte

Was würden Sie niemals essen?

Ich bin der Meinung, man sollte grundsätzlich jedes Grundprodukt und Gericht einmal probiert haben, was im Rahmen der internationalen Kulinarik einen gewissen Stellenwert genießt, auch wenn es in Westeuropa vielleicht auf wenig kulinarische oder gesellschaftliche Akzeptanz stößt. Dabei dürfen ethische Gründe selbstverständlich niemals außer Acht gelassen werden.

Was bringt Sie aus der Fassung?

Ignoranz, Lustlosigkeit und Gleichgültigkeit

Haben Sie kochende Vorbilder?

JeanClaude Bourgueil – mit ihm habe ich einen wahren Mentor während meiner Lehrjahre in seinen Restaurants „Im Schiffchen“ und „Enzo im Schiffchen“ und auch über diesen Zeitraum hinaus gehabt, denn wir pflegen bis heute noch einen lockeren Kontakt. Monsieur Bourgueil hat mir alles in der Küche von Grund auf beigebracht und mir die Möglichkeit gegeben, meine Fähigkeiten und mein Wissen tagtäglich zu erweitern und zu verbessern. Schon die Produkte und ihre Qualität, mit denen wir jeden Tag im „Schiffchen“ arbeiten durften, waren von unschätzbarer Qualität und Güte, , dass es damals schon selten war und heute nahezu komplett verschwunden ist.

Mit welchem Politiker oder welcher Politikerin würden Sie gerne einmal gemeinsam essen?

Ich freue mich über jede Art von Gesellschaft am Tisch. Wenn mein Gegenüber dann noch diese, nämlich schönste aller Kunstform genau so sehr schätzt wie ich auch und dabei nicht über Politik redet, ist grundsätzlich jeder willkommen.

Das größte Lob, das Sie jemals bekommen haben?

„Das war das beste Gericht, was ich bisher in meinem Leben gegessen habe!“

Womit beschäftigen Sie sich in Ihrer Freizeit und wie erholen Sie sich?

Ich entspanne tatsächlich bei der Lektüre von Kochbüchern und dem Besuch von anderen Hotels und Restaurants. Nach Feierabend stelle ich mich gerne mit dem Team vor die Dartscheibe und an freien Sonntagen Zuhause schaue ich, als leidenschaftlicher Anhänger, von Schalke 04, gerne Fußballübertragungen.

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Nachgefragt bei Spitzenköchen

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Bildquellen

  • Alexander Mayer Portrait: ©Arnt Haug / Hotel Hohenhaus.
  • 170_DSF1490: ©Arnt Haug / Hotel Hohenhaus.
  • Gericht von Alexander Mayer: ©Arnt Haug / Hotel Hohenhaus.
  • Quirin Brundobler, Porträt: © Das James
  • nachgefragt-bei-christoph-rueffer-portraet: © Guido Leifhelm
  • Florian Mennicken, Porträt: © Rutz Zollhaus
  • Sandra Haumann, Porträt: © Sascha Perrone
  • Christian Storch, Porträt: © Gasthaus Assenmacher
2026-09-14T09:04:28+02:00